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„Anders Mutter werden – Das erste Jahr nach einer Auslandsadoption“

„Sometimes the strength of motherhood is greater than natural laws.“ 
(Barbara Kingsolver)

cover_anders_mutter-werden_blogNach der Adoption unserer zwei Kindern aus Russland habe ich meine Erfahrungen aus dem ersten Jahr als Adoptivfamilie aufgeschrieben. Auszüge daraus haben Euch auf diesem Blog begleitet. Als erzählendes Sachbuch schildert „Anders Mutter werden“ nun den besonderen Alltag, die unterschiedlichen Herausforderungen, Veränderungen und Schicksalsschläge sowie die Reaktionen des sozialen Umfeldes im ersten Jahr einer frisch gebackenen Adoptivfamilie. Die Suche nach dem richtigen Umgang mit der neuen Mutterrolle bildet seinen roten Faden. Es ist das erste Buch auf dem deutschen Markt, das sich intensiv mit der ersten Zeit nach einer Auslandsadoption befasst.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (83)

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Photo by Benjamin Manley on unsplash.com

Die erste Schulwoche nach den Ferien liegt nun hinter uns. Wir haben den Einstieg in den Alltag und in unsere Routine gut geschafft, selbst wenn mein eigenes Arbeitspensum wieder sehr dicht war. Doch ich lerne, vor allem was die Fürsorge für meine Mutter  angeht, abzugeben. Das tut gut. Ich habe getan, was ich tun konnte. Jetzt muss meine Mutter selber sehen, wie sie weiter klar kommt. Dennoch muss ich noch besser mit meinen Kräften haushalten. Immer noch bin ich sehr angespannt und an den Grenzen meiner emotionalen und physischen Belastbarkeit. Um so mehr bin ich heute für diese drei Sonntagslieblinge dankbar:

  1. Obwohl wir hin und wieder in den letzten Wochen harte Übzeiten hatten, hat Maxime am Wochenende auf der Taufe bei lieben Freunden ganz wundervoll ein kleines Vorspiel auf der Trompete gegeben. Für mich wieder einmal ein bewegender Moment zu erleben, was mein Sohn kann und was in ihm steckt, wenn er sich nicht selbst im Wege steht.
  2. Nadeschda beginnt zu lesen. In den Ferien haben wir fleißig die Buchstaben und die Silbenbildung geübt. Nun beginnt sie zu lesen… Es ist zauberhaft zu sehen, wie sie die Silben erkennt und dann zu einem Wort zusammenfügt und sich so freut, wenn sie es erkennt… „To – ma-te…. Tomate, oh wie lecker Mama!“
  3. Mit meiner Portfolioarbeit ging mir durch den Kopf, dass meine Ausbildung tatsächlich in zwei Monaten nahezu beendet ist. Dann haben wir alle einen riesigen Abschnitt geschafft. Spannend ist zu beobachten, wie sich nun in den letzten Tagen auf einmal Optionen eröffnen, wie es weitergehen könnte. Es ist eine schöne Erfahrung, manchmal auch die Dinge einfach laufen zu lassen und zu sehen, was das Schicksal dann für einen bereit hält.

Habt eine zauberhaften Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

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„Anstrengungsverweigerung“ – Wann tritt sie auf?

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Mit freundlicher Unterstützung von pixabay.com

Die „Anstrengungsverweigerung“ hat mich selbst in unterschiedlicher Form in den letzten Wochen und Monaten wieder beschäftigt. Heute soll es daher einmal um den Zeitpunkt gehen, wann eine „Anstrengungsverweigerung“ deutlich zutage treten kann.

Grundsätzlich kann es im Leben eines Kindes drei kritische Entwicklungsphasen geben, in denen eine Leistungsverweigerung oder eben Anstrengungsverweigerung auftreten kann: 1. mit dem Zahnwechsel und dem Eintritt in die Schule, 2. mit dem Übergang zum Rubikon und 3. mit Beginn der Pubertät. Trotz einer starken Traumarisierung hat ein Kind in den ersten Lebensjahren ungeahnte Kindheitskräfte, wie es auch Bettina Bonus in ihrem Buch „Mit den Augen eines Kindes sehen lernen – Die Anstrengungsverweigerung“ eindrücklich beschreibt. – Sie hat übrigens auch ein sehr spannendes und interessantes Video zu den Folgen und Auswirkungen von Frühtraumatisierungen auf ihrer Webseite. –  Das sind diejenigen Kräfte in einem Kind, die es laufen lernen lassen, die es immer wieder aufstehen lassen nach jedem Sturz, bis es endlich auf zwei Beinen laufen kann. Es sind die Kräfte, die ein Kind auch noch mit Fieber draußen im Garten herumtollen lassen. Es sind die Kräfte, die das Kind in einer unersättlichen Phantasie leben lassen und so über Schmerz und Angst hinwegtäuschen können. Doch je älter ein Kind wird und je mehr es in der Realität ankommt, um so mehr schwinden diese Kindheitskräfte, bis sie in der Pubertät ganz verschwunden sind. Dann treten die fehlenden Lebenskräfte offen zu Tage und äußern sich in Form von mangelndem Eigenantrieb, so schildert es Bettina Bonus eindrücklich in ihrem Buch.

Es liegt auf der Hand, dass grundsätzlich meist erst mit dem Eintritt in die Schule eine Anstrengungsverweigerung zutage tritt. Denn hier ist das Kind zum ersten Mal außerhalb des elterlichen Zuhauses einem Umfeld ausgesetzt, in dem bewusst und gezielt immer wieder Anforderungen und Leistungen erfüllt werden müssen. Zudem beginnt das Kind mit dem Zahnwechsel eigene Neigungen, Gewohnheiten, Charaktereigenschaften und Temperamente zu zeigen. Doch genauso tritt nun das vom Trauma stark beanspruchte Seelenleben des Kindes ein Stück weit schutzloser zu Tage. All das, was zuvor im Verborgenen lag, tritt nun ein Stück weit mehr ans Licht. Das Kind ist damit verletzbarer. Gefühle wie Angst und Hilflosigkeit spürt das Kind nun bewusst, kann mit ihnen aber noch nicht umgehen. Im Zusammenspiel mit den großen Veränderungen, die der Eintritt in die Schule mit sich bringt, kann ein traumatisiertes Kind von seinen inneren Gefühlen überrollt und überfordert werden. Es reagiert mit Rückzug oder Angriff und geht in die Verweigerung.

Die Phase des „Rubikon“, in dem sich das Kind noch einmal anders von seiner Außenwelt abgrenzt und sich neu definiert, seine Herkunft hinterfragt, gesetzte Strukturen und Beziehungen für sich neu definiert, ist die zweite kritische Lebensphase. Im „Rubikon“ entwickelt sich beim 9 bis 10-jährigen Kind die zunehmende Fähigkeit zur inneren Distanz. Mit Blick auf die Anstrengungsverweigerung sind in dieser Phase vor allem zwei Aspekte besonders kritisch: Das Kind beginnt bisher gesetzte Autoritäten, nicht nur die eigenen Eltern, sondern vor allem auch die Autorität der Lehrer zu hinterfragen. So mag ein anstrengungsverweigerndes Verhalten zunächst als eine Rebellion gegen das Bestehende wirken. Vermehrte Diskussionen um das Erledigen von bestimmten Aufgaben gehören per se in diesen Entwicklungsschritt. Damit könnten auch zu diesem Zeitpunkt erste Anzeichen einer Anstrengungsverweigerung übersehen werden. Hinzukommt, dass der Rubikon ein entscheidender Schritt in der Entwicklung der Willenskraft eines Kindes ist. Wird dieser Entwicklungsschritt blockiert, kann sich die Willenskraft  des Kindes nicht entfalten. Wird er positiv unterstützt, wird die Willenskraft eines Kindes gestärkt. Bei einem anstrengungsverweigernden Kind, dessen Willenskraft ohnehin schon geschwächt ist, kann diese in der Phase des Rubikon vollständig zum Erliegen kommen.

Wenn wir uns vergegenwärtigen, wie die Phase der Pubertät langläufig beschrieben wird, ist es kaum verwunderlich, dass diese Zeit zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr im Grunde genommen „die größte Krise“ im Leben eines heranreifenden Kindes darstellt, verbunden mit der größten Erschütterung des Selbstbewusstseins und der größten innerlichen Unsicherheit. Der Körper des Kindes baut sich vollständig um. Auf der emotionalen Ebene kommt es zu einer starken Veränderung der Empfindungen. Gefühle erlebt das Kind nun persönlich und innerlich. Wieder ist das Kind in einer schutzlosen Situation wie nach seiner eigentlichen Geburt, wo es die schützende Hülle der Mutter abgelegt hat. Denn wie beim Säugling bräuchte der heranwachsende Jugendliche eigentlich Schutz und Fürsorge, bis die neugeborene Persönlichkeit sich aufrichten und laufen lernen, neu sprechen und denken kann. Zudem quält ihn seine Orientierungslosigkeit, seine mangelnde Urteilsfähigkeit. Er braucht Schutz und Fürsorge, doch hinterfragt er genau die Menschen und Autoritäten, die ihm diese Orientierung und Unterstützung geben könnten. Dass das traumatisierte Kind diese Phase der Pubertät um ein Vielfaches intensiver erlebt, liegt auf der Hand. Die Ohnmacht des Traumas kommt spätestens zu diesem Zeitpunkt wieder in das volle Bewusstsein des Jugendlichen. Denn die alte vom Trauma verursachte Angst, die tief in seinem Inneren verankert ist, kann er nun bewusst spüren. Er glaubt, nur noch um sein Überleben kämpfen zu müssen und verweigert jede weitere Anstrengung.

Mit Nadeschda haben wir den Eintritt in die Schule gut geschafft und intensive Phasen, in denen sie ihre Anstrengungsverweigerung zeigte recht gut bearbeitet. Doch immer wieder lugt unsere alte Freundin hervor, wenn neuer Unterrichtsstoff eingeführt wird. Da werden dann bei den Hausaufgaben alle Register gezogen. Das Einzige was hilft, ist immer wieder durch die Anstrengung mit täglichem Üben zu gehen, bis die Bewältigung der Aufgabe nicht mehr anstrengend ist oder nicht mehr als anstrengend empfunden wird. Maxim ist noch nicht ganz durch den Entwicklungsschritt des Rubikon durch, den er zuweilen in vollen Zügen auslebt. Die Diskussionen sind das eine, doch muss ich bei ihm abwägen, wann es bei ihm eine Vermeidungsstrategie ist, oder eben ein Austesten seines eigene Willens. Das andere ist, dass ihn die emotionalen Veränderungen mit einem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit zurücklassen, in denen er immer wieder die Beziehung zu mir in Frage stellt: „Hält sie mich? Und hält sie mich aus?“ Noch ist er nicht in seiner eigenen Mitte angekommen. Doch auch hier hilft das tägliche Üben, damit  er zumindest den Unterrichtsstoff in der Schule als nicht anstrengend empfindet. Zumindest hier sind wir auf einem guten Weg. – Dennoch es ist ein langer Prozess und immer wieder werden wir mit einem anstrengungsvermeidenden Verhalten konfrontiert werden. Doch mit unserem Rhythmus und der täglichen Übroutine sind wir hoffentlich auf einem Weg, auf dem die emotionalen Amplitudenausschläge der Anstrengungsvermeidung stetig niedriger werden.

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1000 Fragen an mich selbst #14

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Photo by rawpixel-com on unsplash.com

Die Ferien sind vorbei, der Alltag steht wieder vor der Türe. Doch bevor ich mich wieder meiner Portfolioarbeit widme, die ich bis zur kommenden Woche abgeschlossen haben muss, gibt es zum Wochenbeginn die nächste Runde der „1.000 Fragen an Dich selbst“, der spannenden Blogparade von Johanna von Pinkepank. Heute geht es viel um Fehler, die eigenen und die der anderen, Gemütszustände, Autoritäten, Zusammenarbeit im Team und noch so das ein oder andere. Doch lest selbst.

261. Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten? Kinder und Erziehung. Gute Bücher. Und manchmal auch die Beziehung.

262. Kannst du leicht Fehler eingestehen? Geht so.

263. Was möchtest du nie mehr tun? Mich um den Scherbenhaufen meiner Eltern kümmern. Oder grundsätzlich die Fehler anderer, die aufgrund von niederen Motivationen entstanden sind und in letzter Konsequenz einfach dumm waren, ausbügeln.

264. Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise? Am liebsten gelassen, doch in den letzten Wochen leider eher sehr angespannt.

265. Sagst du immer die Wahrheit? Ja. Ich sage vielleicht nicht immer alles, aber das, was ich sage, entspricht der Wahrheit.

266. Was bedeutet Musik für dich? Das ist spannend. Früher lief hier zuhause oft Musik. Seitdem die Kinder da sind, hören wir nur noch selten Musik – zu viel Ablenkung und zu viele Reize. Doch wenn ich wütend bin oder genau im Gegenteil, dann halte ich es inzwischen mit Herbert Grönemeyer „Sie mag Musik, nur wenn sie laut ist…“

267. Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht? Nein, noch nie. Meine waren immer echt. Ich bin eine sehr schlechte Schauspielerin.

268. Arbeitest du gern im Team oder lieber allein? Eigentlich alleine. Nicht umsonst konnte und kann ich das selbstständige Texten alleine so gut aushalten. Da kann ich mein eigenes  Tempo bestimmen. Doch manchmal schätze ich auch den Austausch im Team. Bei meiner Seminararbeit hätte ich mir manchmal den Austausch gewünscht, doch der kam nicht zustande, und so habe ich dann lieber die Energie in die eigenständige Arbeit gesteckt.

269. Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht? Das ist dann doch zu privat.

270. Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht? Diese Frage verstehe ich nicht…Ich bin gespannt, was die anderen antworten werden….

271. Denkst du intensiv genug über das Leben nach? Oh ja, manchmal vielleicht sogar zu viel.

272. Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher? Ja, es gibt so Menschen, die Knöpfchen bei mir drücken. Die Knöpfchen der Gefühle der Unzulänglichkeit. Meine Stiefmutter war so ein Mensch. Egal wie, ich fühlte mich immer unsicher und ein wenig wie das hässliche Entlein. Doch irgendwann habe ich mich daraus befreit. Mittlerweile tritt dieser Zustand immer seltener auf. Vielleicht hat das etwas mit meinen Lebenserfahrungen zu tun und bewusst meinen eigenen Weg zu gehen.

273. Bist du autoritätsgläubig? Das kommt darauf an. Wenn jemand ein gutes Vorbild ist, und ich ihn für sein Wissen, seine Erfahrung, seinen Charakter und seine Lebensführung bewundern kann, dann wohlmöglich schon – mit einer gewissen kritischen Distanz. Aber nur weil jemand Glück hatte und deshalb einen Posten oder eine Funktion bekleidet, ist er oder sie noch lange keine Autorität für mich, und erst recht keine, an die ich glauben würde.

274. Bist du gern allein? Ja. Immer schon.

275. Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt? Früher meine Malerei. In den letzten Jahren mein Schreiben und meine Ausbildung.

276. Welchen guten Zweck förderst du? Nicht konkret einen Verein, auch wenn ich mich in der Kirchengemeinde, bei einer Jugendorganisation und letztendlich in der Schule meiner Kinder engagiere. Letztlich liegt mir aber vor allem das Wohl bedürftiger Kinder am Herzen. Und hier unterstütze ich lokal mit Spenden jeglicher Art.

277. Wie sieht dein Traumhaus aus? Ich wohne eigentlich drin …. – Doch wenn ich nochmal anfangen müsste (und dürfte) mit unbegrenzten finanziellen Mitteln, dann wäre es eine Villa aus der Gründerzeit, außen mit einem riesigen verwunschenen Garten, innen kernsaniert, mit alten Dielenböden, großen Fenstern, die Bäder in Weiß, grau und türkis. Und einer offenen Küche zu Wohn- und Esszimmer in komplett orange….

278. Machst du leicht Versprechungen? Ich sage zu schnell „ja“, und zu langsam „nein“. Aber ich mache keine falschen Versprechungen.

279. Wie weit gehst du für Geld? Nur so weit, dass Aufwand und Nutzen in einem gesunden Verhältnis stehen.

280. Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist? Ich bin hartnäckig, aber bisher noch nie zu meinem eigenen Nachteil. Meine Mitarbeiter früher haben mich gehasst für meinen Satz: „Geht doch.“, wenn dann doch etwas funktioniert hat, was vorher aussichtslos schien. Aber ein „Geht nicht.“ war bei mir immer ein „Gibt es nicht.“ Und natürlich ging es dann doch irgendwann. Ob das Eigensinn ist, weiß ich nicht. Und wenn ja, dann war er nie zu meinem Nachteil.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (82)

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Photo by Rakicevic Nenad on unsplash.com

Auch die zweite und letzte Ferienwoche verging wie im Fluge. Nun sind die Ranzen, Matsch- und Wechselklamotten wieder gepackt. Morgen früh heißt es dann wieder „Auf in die Schule!“ Nun die nächsten Wochen werden wieder voll und ereignisreich sein. Dazwischen viele Feiertage und lange Wochenenden, für die wir auch schon schöne Pläne haben. Vielleicht nimmt dieses Jahr ja nun mit Beginn des Frühlings eine neue Wendung… Auf jeden Fall bin ich mit Rückblick auf die vergangene Woche für diese drei Sonntagslieblinge dankbar:

  1. Unter den Eindrücken der Folgen des Schlaganfalls meiner Mutter haben Richard und ich nun endlich einmal alles geregelt, was für den Ernstfall geregelt sein sollte: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, etc. Lange haben wir das vor uns hergeschoben. Jetzt waren wir endlich beim Notar.
  2. Maxim und Nadeschda waren am Samstag auf dem Geburtstag einer lieben Freundin eingeladen, mit Übernachtung. (Da ihre Eltern ebenso gute Freunde sind, und unsere Kinder ob mit oder ohne uns dort schon geschlafen haben, war das kein Problem.) Richard und ich haben die Gelegenheit genutzt und waren für eine Nacht in einem Wellnesshotel in der Nähe. Herrlich! Das hatten wir uns nach den letzten Wochen mehr als verdient.
  3. Ich lese wieder einmal. In der vergangenen Woche habe ich „Into the Magic Shop“ von James R. Doty ausgelesen. Ein wunderbar inspirierendes Buch, sich von den Fesseln der Vergangenheit endgültig zu lösen und die Kräfte von Kopf und Herz sich heilend zu Nutze zu machen.

Habt einen wunderschönen Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!

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1000 Fragen an mich selbst #13

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Photo by Maarten Deckers on unsplash.com

Pünktlich nach Ostern, halte ich an meiner Routine fest: Hier kommen wieder zum Wochenbeginn die nächsten 20 Antworten auf „1000 Fragen an mich selbst“, der manchmal doch auch herausfordernden Blogparade von Johanna von Pinkepank. Aber wie sie neulich schrieb, ein wenig kommt langsam in Bewegung. Und wenn es erst einmal in einem ersten Schritt das Trennen von Altlasten ist, die wie auch immer gelagert sind. In meinem Falle spannt sich hier der Bogen von Ablage machen und Kinderklamotten ausmisten bis hin zu einem erneuten Überdenken meiner Fürsorgerolle gegenüber meiner Mutter. In den heutigen Fragen geht es einmal wieder um Arbeit, Berufungen, Fähigkeiten,Vergangenes und Zukünftiges.

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen? Ja, meine Kinder sicher und wohlbehalten in ihr eigenes Leben zu begleiten.

242. Bist du nach etwas süchtig? Nein, nicht wirklich.

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt? Der meiner Schwiegermutter und der meines Ersatz-Vaters in den USA.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten? Lustig, dazu gab es vor etlicher Zeit mal eine Blogparade „If you were a book, who would read you?“ Doch einen konkrete Titel habe ich noch nicht. Der entwickelt sich dann mit der Geschichte.

245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest? Ich habe es fast geschafft.

246. Wann muss man eine Beziehung beenden? Rechtzeitig bevor nur noch negative Gefühle und tiefste Verletzungen übrig bleiben.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit? Ziemlich wichtig. Doch meine Kinder gehen bei allem voran.

248. Was würdest du gern gut beherrschen? Ich würde gerne Russisch sprechen können. Ich hatte ein wenig einmal beherrscht, doch in den vergangenen Jahren wieder vergessen. Nun steht so langsam an, dass wir in den kommenden Jahren sicherlich in das Herkunftsland meiner Kinder reisen werden. Spätestens, wenn ich mein Projekt der Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn realisiere, brauche ich gute Russisch-Kenntnisse. Es wird wohl Zeit, dass ich damit einmal anfange…

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht? Nein. In meiner Herkunftsfamilie drehte sich alles nur um Geld, und es hat die Charaktere meiner beiden Eltern verdorben.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden? Ja, jeden Tag von Neuem.

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut? In keiner so wirklich. Aber ich treibe Sport, weil ich mich beweglich und fit halten will, um möglichst lange noch für meine Kinder so da zu sein wie heute.

252. Heuchelst du häufig Interesse? Nein, nie.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen? Geht so, mein Mann ist da besser.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste? Meinen Kindern.

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst? Nichts.

256. Kannst du dich gut ablenken? Ja, mit viel Arbeit kann ich mich gut ablenken. Da gehe ich dann in meinen Orga-Modus und blende alles andere aus.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten? Jeans und Rollkragen-Pullover.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde? Dass meine bösartige Mutter mal als Pflegefall auf der Matte steht.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören? Ja, einmal im Monat schon…

260. Wer nervt dich gelegentlich? Die Krankenkasse meiner Mutter, die so langsam arbeitet und so umständlich ist.

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#bestofElternblogs im April

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Photo by Toa Heftiba on unsplash.com

Die liebe Anja von der Kellerbande  hat wieder aufgerufen, den meist gelesenen Post des vergangenen Monats zu benennen und zu teilen. Das mache ich diesmal wieder ganz besonders gerne, wenn auch wegen Ostern einen Tag später. Denn im März war es ein Beitrag, in dem ich mir einfach mal Luft machen musste und mich über die Haltung von so manchem, der Carearbeit, Fürsorgearbeit Zuhause, vor allem für Kinder, nicht ernst nimmt. Mir lag dieser Beitrag sehr am Herzen, und um so mehr habe ich mich gefreut, dass er so ungewöhnlich häufig auch gelesen wurde. Im März wurde von Euch „Mein Couch-Vormittag – Ironie und Realität der Fürsorgearbeit“ von Euch am meisten gelesen, in dem ich erzähle, was ich alles an einem Vormittag tue. Und ich mich eben nicht mit Freundinnen treffe, um vor lauter Langeweile Prosecco zu nippen….

Habt Dank fürs Lesen, Liken und Kommentieren, und ein besonderer Dank geht an Claire von mamastreikt, die mir den Impuls zu diesem Beitrag gab.

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Charlotte’s Oster-Sonntagslieblinge (81)

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Photo by Waranya Mooldee on unsplash.com

Die Zeit fliegt, die erste Woche Ferien ist schon vorbei. Wir genießen vor allem die Osterfeiertage nun Zuhause in Ruhe nur als unsere Klein-Familie. Meine Mutter ist seit letzten Donnerstag in ihrer Seniorenwohnanlage, und ich atme auf, dass diese ganze negative Energie nun nicht mehr in meiner unmittelbaren Nähe ist. Mehr will ich an dieser Stelle nicht dazu schreiben, um mir nicht die wunderschöne österliche Stimmung zu verderben. Die vergangenen zwei Tage waren dafür um so wunderbarer: Mit Freunden haben wir am Karfreitag eine Ostereierschnitzeljagd durch den Wald gemacht. Das hat nicht nur den Kindern riesigen Spass gemacht. Gestern waren wir, nach einem arbeitsreichen Putzvormittag, zum ersten Mal seit langem wieder als Familie im Kino und haben den neuen „Jim Knopf“-Film gesehen. Doch die Woche hatte noch etwas mehr parat, und so sind dies meine drei Sonntagslieblinge:

  1. Am Montag Morgen hatte ich ein langes und sehr intensives Gespräch mit Claire von mamastreikt. Das war ganz wunderbar und fruchtbar, hat es auch mir noch einmal andere Impulse an der ein oder anderen Stelle gegeben. Tapfer kämpft sie für „#carearbeitmusssichtbarwerden“ und Claire’s Interviewreihe „Care eine Stimme geben“ ist sehr bewegend, gerade das Interview von dieser vergangenen Woche, denn das könnte uns allen passieren.
  2. Nachdem ich meine Seminararbeit doch noch pünktlich vor den Ferien an meine Mentorin schicken konnte, widmete ich mich in den vergangenen Tagen meinem Portfolio. Ich war überrascht und dankbar, dass ich doch schon viel weiter war, als ich dachte und nach einem konzentrierten Vormittag das Projekt zu gut drei Vierteln fertig habe. Ja, so langsam ist in meiner Ausbildung ein Ende in Sicht….
  3. Anfang der Woche kam eine Getreidemühle, die ich für die Kinder zu Ostern bestellt hatte, mit der Post. Dummerweise war auf der Verpackung ein Bild des Inhalts. Nadeschda hat sich natürlich diebisch gefreut, sagte aber ebenso vielwissend: „Mama, das haben die Helfer des Osterhasen aber falsch geschickt. Das muss doch der Osterhase an Ostern bringen.“

Habt einen ganz wunderbaren Ostersonntag, genießt das Fest mit Euren Lieben und startet wohlbehalten in die neue Woche.