Charlotte’s Sonntagslieblinge (57)

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Photo by Sergej Akulich on unsplash.com

Die erste Ferienwoche liegt bereits schon wieder hinter uns. Die Zeit rast. So kommt es mir zumindest vor. Vielleicht auch weil ich mich in den letzten drei, vier Wochen eher wieder wie eine Getriebene fühle, die dem Berg an zu erledigen Dingen nicht mehr Herr wird. Wenn dann auch noch mein Betreuungssystem versagt, wird es erst recht schwierig und ich beginne, vieles in meinem Leben einmal wieder in Frage zu stellen. Irgendwann in dieser vergangenen Woche habe ich für einen Moment einmal wieder gedacht, ich lasse das jetzt alles sein, die Arbeit, die Ausbildung und was auch immer noch für ehrenamtliche Aktivitäten. Ich fokussiere mich jetzt nur noch auf das Muttersein, bin allein und in vollem Umfang für meine Kinder da. Und wenn die mich gerade mal nicht brauchen, dann mache ich Sport – um für meine Kinder fit zu sein -, dann ruhe ich mich aus – um meinen Kindern mit noch mehr Gelassenheit zu begegnen -, dann lese ich vielleicht einmal wieder ein gutes Buch – von denen es so viele gibt und ich nur einen Bruchteil lese. Mal sehen. Seit Donnerstag sind wir wieder in unserem Lieblingshaus in den Bergen. Ja, ich genieße die Ruhe hier und habe einen Teil der To Do Liste auch Zuhause gelassen. Das Wetter ist herrlich und lädt zu Wanderungen und viel gemeinsamer Zeit draußen ein. Während Maxim und Nadeschda gerade auf dem nachbarlichen Reiterhof sind, denke ich an meine heutigen drei Sonntagslieblinge:

  1. Trotz fehlender Betreuung habe ich mein Praktikum, das nach den Ferien beginnt, doch noch ganz gut vorbereiten können. In der Not lerne auch ich den Mut zur Lücke und denke: „Irgendwie wird es dann schon gehen.“
  2. Jetzt bin ich dankbar für unseren Tapetenwechsel hier in den Bergen. Maxim und Nadeschda tut es gut, wieder täglich reiten gehen zu können, viel draußen zu sein und sich ausgiebig zu bewegen. Es ist schön, den Alltagstrott ein wenig hinter sich zu lassen und etliche Stunden am Tag nur die Zeit mit den Kindern zu genießen.
  3. Auch in den Ferien üben wir jeden Tag. Auch hier in unserem Lieblingshaus in den Bergen. Nur die Trompete durfte Zuhause bleiben. Doch entgegen so vielen Situationen in den vergangenen Wochen in unserem Alltag, verbringen wir hier überraschend harmonische Übzeiten, die zuweilen gar nicht mehr als solche wirken. Maxim entwickelt sich zu einem großartigen Vorleseonkel und Nadeschda ist zum ersten Mal so fasziniert von den Bergen, dass sie sie freiwillig malt und mit ganz vielen Zwergen bewohnt.

Habt auch Ihr einen wunderbaren Sonntag! Ich mache mich nun auf in den Pferdestall. Kommt gut und wohlbehalten in die neue Woche!

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