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Liebster Award reloaded – schon die Nr. 2 in 2018

Liebster Award_BildDas Jahr war kaum zwei Wochen alt, da hatte ich schon zwei Nominierungen für den Liebsten Award im Kasten. Großartig! Nun der Ehrlichkeit halber, Lydia’s Nominierung fiel in die Zeit zwischen den Jahren, als ich noch mit meiner Seminararbeit kämpfte und so schob ich die Antworten in das neue Jahr. Da folgte dann gleich die zweite Nominierung von der wunderbaren und so tapferen Anni von elternwerdenistdochschwer. Dafür danke ich ihr von Herzen! So lange schon kämpft sie erst in unterschiedlichen Kinderwunschbehandlungen und nun auf dem Wege der Adoption. Und das Schicksal meinte es da nicht immer gut mit ihr. Möge das neue Jahr ihr nun etwas wohlgesonnener sein. Und so mache ich auch gerne bei diesem Liebsten Award mit. So sind dies meine Antworten auf ihre spannenden Fragen:

1. War das Schreiben schon immer ein wichtiger Teil deines Lebens oder ist das Bedürfnis mit dem Kinderwunsch (und den Kinderwunschbehandlungen) entstanden?

Ich habe schon immer Tagebuch geschrieben, allerdings dann spannenderweise nicht mehr in der Kinderwunschzeit. Das war für mich zu schwer zu ertragen, um da noch einmal durchzugehen, alleine, auch wenn ich nach der zweiten Fehlgeburt mir dann therapeutische Unterstützung suchte. Das Schreiben kam zurück, als unsere Kinder da waren. Erst aus der Motivation heraus, im ersten Jahr alles für unsere Kinder aufzuschreiben, führte ich im ersten Jahr akribisch jeden Tag Tagebuch über unseren Alltag mit Maxim und Nadeschda. Daraus entstand dann irgendwann die Idee, daraus mehr zu machen. Und so entstand mein erstes Buch und mein Blog. Tagebuch schreibe ich für meine Kinder noch heute, doch nicht mehr jeden Tag, sondern vier bis sechs Mal im Jahr. Doch das ist wirklich nur für sie bestimmt.

2. Gibt es ein Land (einen Ort, eine Stadt), in der du gerne mal eine Zeitlang leben würdest?

Definitiv die USA. Nicht weil ich da noch nie war, sondern eben genau, weil ich da schon gelebt habe und das ein Stück Heimat für mich geworden ist. Vielleicht werde ich das auch irgendwann einmal tun. Mein Job nach meiner Ausbildung würde mir die Möglichkeit eröffnen. Und Maxim und Nadeschda fühlen sich dort wohl.

3. Lieber Filme oder Serien?

Film. Ich kann mich zwar auch für Serien begeistern, aber es ärgert mich dann immer, wenn ich regelmäßig vor dem Fernseher meine Zeit verdaddele. Ein Film ist da begrenzter und meist hat er auch ein bewegenderes Thema, das in sich abgeschlossen ist.

4. Gibt es ein Buch, das dir während der Kinderwunschzeit geholfen hat? (Oder einen Film, eine Serie, etc.)?

Nein, nicht wirklich eines, dass mir geholfen hat, auch wenn ich einige gelesen habe. Bemerkenswert war dann später, als wir schon mitten im Adoptionsprozess waren das Buch von Marion Gaedecke „Wunschkind“, in dem sie ihre Geschichte ihrer Adoption ihrer zwei Mädchen schildert, wenn auch mit viel Adoptionsromantik, die wir in unserer Zeit nicht gespürt haben. Aber sie erzählt auch von dem Weg der erfolglosen Kinderwunschbehandlung. Es ist eines der wenigen Bücher, die auch Richard gelesen hat. Und ich werde den Moment nie vergessen, als er das Buch lesend spät abends auf der Terrasse saß, als ich nach Hause kam, und er zu mir sagte: „Das ist unsere Geschichte.“

5. Hast du gern einen vollen Terminkalender?

Nein. Aber er ist es leider immer wieder. Und wenn er es einmal nicht ist, fange ich an, die wenigen Termine, die drin stehen zu vergessen…

6. Ist für dich das Erleben einer Schwangerschaft/Geburt ein zentraler Teil deines Kinderwunsches? Warum ja/nein?

Nein. Ich habe nie eine Schwangerschaft und Geburt vermisst. Im Gegenteil, das war für mich immer der Teil der „Kinder Habens“, für den ich mich wenig begeistern konnte. Und irgendwann im Nachgang zu unserer Adoption lernte ich, dass wir mit der Adoption genauso Vorfreude, Schwangerschaft und Geburt erlebt haben. Nur eben anders….

7. Gibt es Pläne (z.B. berufliche Auslandsaufenthalte), die du wegen des Kinderwunsches aufgegeben hast?

Ja, ich hätte den Job gewechselt. Letztendlich haben mich dann meine Kinder noch einmal auf einen ganz anderen Weg geführt.

8. Was war dein Traumberuf als Kind?

Malerin. Also nicht Räume anstreichen, wobei ich das auch ganz gut kann. Nein, Bilder malen und damit reich werden…

9. Was sähe ein perfekter Sonntag aus?

Mmmh, der Sonntag ist schon fast immer wieder das Ende des Wochenendes für uns. Da setzt dann ab dem Nachmittag schon wieder halb der Schulalltag ein. Insofern ist der  Sonntag nicht immer mein vermeintlich liebster Tag in der Woche. Und ihn perfekt zu gestalten ist eher schwierig. Schön sind die Sonntage, wenn wir gar nichts vorhaben und einfach nur Zuhause sind. Rumwurschteln, lang liegen gebliebene Dinge erledigen, spielen, basteln, stricken, vorlesen. Doch die kommen leider viel zu selten vor.

10. Ist es für dich wichtig, diejenige zu sein, die (zusammen mit dem Partner/der Partnerin) Ihrem Kind den Vornamen (Rufnamen) gibt? Warum ja/nein?

Nun ja, „jein“. Unser Kinder hatten und haben Namen, die ihre russische Mutter ihnen gegeben hat und die einfach zu ihnen gehören. Wir haben diese auch nicht geändert. Das durften wir auch gar nicht. Das war uns qua russischem Adoptionsgesetz verboten. Dennoch hätten wir einen zweiten Namen dazusetzen und diesen zum Rufnamen machen können. Was einige Adoptiveltern durchaus tun. Maxim und Nadeschda haben von uns jeweils einen zweiten Vornamen bekommen. Die Namen haben Richard und ich im Aufzug im Hotel auf dem Weg zum Erziehungsministerium gemeinsam entschieden. Irgendwie waren sie schnell klar, ohne dass wir jemals zuvor darüber gesprochen hatten, und wir waren uns schnell einig. Doch die zweiten Namen wurden bis heute nicht zu ihren Rufnamen. Aber das haben unsere Kinder entschieden. Maxim war eben schon alt genug, dass er mit seinem russischen Namen eine, seine Identität verband. Und ihm erzählte man wohl lang genug, dass bald seine Schwester Nadja zu ihm kommt. So war auch dieser Name gesetzt. Aber es zeigt auch, dass der erste Name ein Stück weit wirklich Identität ist, die man einem Kind nicht nehmen sollte.

Gerne gebe ich nun das Stöckchen weiter, diesmal einfach an alle, die Lust haben mitzumachen. Speziell nominieren möchte ich heute niemanden, denn es gibt zu viele schöne und spannende Blogs da draußen und mit jedem Tag werden es mehr.

Das hier wären meine Fragen:

  1. Seit wann bloggst Du und über was?
  2. Was hat Dich zum Bloggen inspiriert?
  3. Welches ist das meist gelesene Thema auf Deinem Blog?
  4. Welches Thema bewegt Dich (auf Deinem Blog) am meisten?
  5. Drei Fakten über Dich?
  6. Welches ist Dein liebstes Buch? Und warum?
  7. Welches ist Dein liebstes Kleidungsstück? Warum?

Die Regeln zum Mitmachen findet Ihr hier. Ich freue mich, wenn der /die ein oder andere von Euch das Award-Stöckchen aufgreift und es weiter reicht. Habt viel Spaß dabei!

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1000 Fragen an dich selbst – #4

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Photo by Joanna Kosinska on unsplash.com

Zum Wochenbeginn folgen hier nun meine Antworten auf die nächsten zwanzig Fragen aus „1.000 Fragen an Dich selbst“, der wunderbaren Blogparade von Johanna von Pinkepank. Heute geht es um Freunde, Anschaffungen, Humor, Kummer und Fernsehauftritte. Welch ein gedanklicher Spagat, der aber spannend ist. Doch diesmal waren schon ein paar harte Nüsse dabei…

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Ja, irgendwie schon. Manchmal glaube ich, dass es da oben irgendwo einen Ort gibt, zu dem unsere Seelen nach dem Tod zurückkehren und darauf warten, in einem anderen Körper wieder auf die irdische Welt zurückzukehren, um das zu vollbringen, was sie im vorangegangen Leben nicht geschafft haben.

62. Auf wen bist du böse? Im Moment auf niemanden. Ich habe auch gelernt, dass es mich nicht weiterbringt und mir nur Kraft und Energie raubt, auf jemanden böse zu sein. Es nimmt mir so viel von der Schönheit des Lebens. Und das möchte ich nicht mehr. Wenn es denn dann doch jemand mal schafft, bekommt er selten eine zweite Chance. (siehe Frage 69)

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Da wir auf dem Land leben, fahre ich gar nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet? Wenn etwas mit meinen Kindern nicht in Ordnung ist, dann bereit mir das die größten Sorgen. Und die stetige Sorge, ob meine Fürsorge für sie ausreicht.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest? Nein. Das Schicksal hat für mich einen Weg vorgesehen, den ich so nicht geplant hatte.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Zum „Kaiserwalzer“ von Johann Strauss.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr? Hab ich nicht, weiß ich nicht…;-)

68. Was war deine größte Anschaffung? Ein dreihundert Jahre altes Fachwerkhaus.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance? Den Menschen, die ich liebe, ja. Anderen selten. Ich bin leider wie ein Elefant und vergesse nie. Das macht es auch schwer zu verzeihen.

70. Hast du viele Freunde? Nein. Aber dafür eine gute Hand voll sehr enge Freunde, die mit mir durch dick und dünn gehen.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme? Weniger ein Wort als zwei Sätze: „Ich kann das nicht.“ und „Ach, wir werden alt.“

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen? Nein. Es gab zwar tatsächlich zwei oder drei Anfragen, nachdem ich mit meinem Blog begonnen hatte. Doch da wir unsere Privatsphäre schützen wollen, gibt es von mir und meiner Familie keine Bilder, erst recht keine bewegten. So musste ich die Anfragen ablehnen.

73. Wann warst du zuletzt nervös? An meinem ersten Arbeitstag nach den Ferien.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause? Bücher, Blumen, bunte Bilder.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen? Im Radio.

76. Welches Märchen magst du am liebsten? Aschenputtel.

77. Was für eine Art Humor hast du? Auch nach längerem Nachdenken fällt mir hierzu wirklich nicht ein.

78. Wie oft treibst du Sport? Ich würde gerne drei Mal in der Woche laufen gehen und findest einmal in der Woche Schwimmen. So ist der Plan ab der nächsten Woche….

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck? Der positiven Resonanz zu urteilen ja. Aber wie nachhaltig der Eindruck ist, dass weiß ich nicht. Vielleicht wird das auch erst die Zeit noch zeigen.

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten? Füller und Notizbuch.

Mehr 1.000 Fragen an Dich selbst findet Ihr hier und hier.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (72)

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Photo by Andrew Branch on unsplash.com

Manchmal kommt eins zum anderen, und schnell muss man aufpassen, dass es nicht zu viel wird und die Überforderung wieder an der inneren Tür klopft. Manchmal meint das Schicksal es nicht so gut mit einem, und lehrt Pläne sind manchmal auch dazu da, dass sie verworfen werden. So war es zumindest mit meinem Plan für die vergangene Woche. Maxim legte sich mit fast 40 Fieber ins Bett, bös hatte es ihn erwischt. Meine Mutter liegt mit einem Schlaganfall im Krankenhaus. Jetzt ist er da, der Zeitpunkt, an dem ich mich auch mit der Betreuung eines Elternteils auseinandersetzen muss. Immer öfter musste ich so in den vergangenen Tagen an Claire’s so wichtige Aktion #carearbeitmusssichtbarwerden denken. Und umso dankbarer bin ich heute für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Dankbar und froh bin ich, dass es Maxim wieder besser geht und er gesund und munter ist. Nadeschda scheint inzwischen ein großartiges Immunsystem zu haben, denn sie blieb bisher von den Grippe- und Erkältungsviren verschont.
  2. Mit großem Glück hat mich eine Szene vom Krankenlager erfüllt: An einem Nachmittag lagen beide Kinder bei Maxim im Bett. Ich hatte ihnen die Hausschuhe vorgewärmt, sie mit Kissen und Kuscheltieren versorgt. So lagen sie da in trauter Zweisamkeit und lasen Comics.
  3. Trotz allem scheine ich doch dazuzulernen und mit meinen Kräften wenigstens ein bisschen zu haushalten. Ich habe nicht nur wegen meines kranken Kindes in dieser vergangenen Woche, sondern weil mir schnell klar war, dass ich meinen Schlaf brauche, um einigermaßen besonnen durch die Tage gehen zu können, alle Abendtermine abgesagt und bin brav früh ins Bett gegangen. Regelmäßiger Schlaf ist schon etwas feines….

Habt einen geruhsamen Sonntag und einen erfüllten Start in die neue Woche!

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#bestofElternblogs in 2017 – Anstrengungsverweigerung

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Photo by Andre Hunter on unsplash.com

Die liebe Anja von der Kellerbande sammelt zur Zeit die besten und meist gelesenen Beiträge aus dem vergangenen Jahr. Auch ich mache gerne mit, selbst wenn ich es schon bei den besten Beiträgen aus dem Dezember erwähnt hatte. Dennoch hier noch einmal zur Erinnerung, denn es hat mich schon überrascht und zu einer neuen Reihe zu dem Thema in diesem Jahr bewegt. Denn spannend war für mich, dass am meisten  „Vom Umgang mit der „Anstrengungsverweigerung“ aufgerufen wurde, ein erster Beitrag in einer Reihe von einigen im vergangenen Jahr, in dem ich mich mit der „Anstrengungsverweigerung“ bei meinen Kindern auseinandersetze und erzähle, wie wir damit langsam einen Umgang gefunden haben. Immer noch gibt es viele Höhen und Tiefen, und es ist ein Thema, in dem es zwei Schritte vor und mindestens einen immer wieder zurückgeht. Auch in diesem neuen Jahr werde ich das Thema weiter bearbeiten, denn es ist inzwischen zu einer guten alten Freundin geworden…

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1.000 Fragen an Dich selbst #3

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Photo by Joanna Kosinska on unsplash.com

Zum Wochenbeginn folgen hier nun meine Antworten auf die nächsten zwanzig Fragen aus „1.00 Fragen an Dich selbst“, der wunderbaren Blogparade von Johanna von Pinkepank. Es hat wieder Spaß gemacht, über die Antworten nachzudenken. Und es ist bemerkenswert, wie schnell ich manche Fragen beantworten kann und wie mich dann andere doch wieder zum Nachdenken bringen.

41. Trennst du deinen Müll? Ja, natürlich.

42. Warst du gut in der Schule? Ja, ich war eine ausgemachte Streberin. Nur in Chemie und Physik war ich eine ausgesprochene Niete. Die zwei Fächer haben mir meine einzige fünf in meiner Schulkarriere eingebrockt. Ich war froh als ich sie abwählen konnte.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche? Sechs Minuten.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt? Nein.

45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf? Zwischen halb sechs und sechs Uhr morgens.

46. Feierst du immer deinen Geburtstag? Mit meiner Familie ja, das lassen sich die Kinder nicht nehmen. Aber ohne große Party mit Freunden. Das tue ich schon seit bald fünfzehn Jahren nicht mehr. Ich finde die Idee absurd, mir an meinem Geburtstag viel Arbeit zu machen. Denn am Ende wäre es ja so, dass ich rumrenne und mich um die Gäste kümmere und selbst nicht wirklich etwas von der Feier habe.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook? Ich gucke da vielleicht einmal in der Woche rein. Also das wären dann etwa 0,15 Mal pro Tag?

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten? Das Kinderzimmer meiner Tochter, wenn es aufgeräumt ist. Da haben wir schon einen (meinen?) kleinen Kleinemädchentraum verwirklicht.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt? Den Kater unserer Freunde auf dem Weg in unseren Skiurlaub.

50. Was kannst du richtig gut? Organisieren.

51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst? Ich glaub, es war ein Junge in der Tanzschule…Ich kann mich nicht mehr so wirklich erinnern.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen? „Die Buddenbrooks“ von Thomas Mann

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus? Champagnerfarbene Seide mit einer langen Schleppe.

54. Fürchtest du dich im Dunkeln? Manchmal.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich? Perlenohrringe und meinen Ehering.

56. Mögen Kinder dich? Irgendwie schon. Wenn ich mit Nadeschda’s Klasse in den Wald gehen, streiten sich ihre Klassenkameraden immer darum, wer bei mir an der Hand gehen darf.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino? Seitdem Maxim und Nadeschda da sind, eigentlich alle. Ich halte es für Geldverschwendung, einen Babysitter zu engagieren, um ins Kino zu gehen. Lieber nutze ich diese wenigen Gelegenheiten, um mit Richard etwas zu unternehmen, wo wir reden können. Die einzigen Filme, die man meiner Meinung nach im Kino schauen muss, sind die James Bond Filme und Filme von Quentin Terentino. Letztere sind auf dem Fernseher zu harmlos. 😉

58. Wie mild bist du in deinem Urteil? Das kommt drauf an. Und führt hier ein wenig zu weit… aber eine spannende Frage, über die es gilt, mehr nachzudenken.

59. Schläfst du in der Regel gut? Seitdem meine Kinder nach Jahren meistens durchschlafen, ja. Es sei denn, Nadeschda übt den Seestern bei uns im Bett.

60. Was ist deine neueste Entdeckung? Der Bildband „St Petersburg – Kontraste“ von Daniel Biskup mit traumhaft schönen Fotografien aus dieser so spannenden Stadt.

#1 und #2 meiner Antworten findet Ihr hier.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (71)

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Photo by Alisa Anton on unsplash.com

Die erste Woche Schulalltag liegt hinter uns. Mit recht großen Veränderungen, die Maxim und Nadeschda bravurös gemeistert haben. Ich arbeite nun jeden Tag für ein paar Stunden an der Schule. Kurzfristig bin ich für eine erkrankte Kollegin eingesprungen. Nun müssen Maxim und Nadeschda auch länger in der Schule bleiben. Beide haben das aber gut geschafft. Vielleicht auch, weil ich unser außerschulisches Leben drastisch entschleunigt habe. Es ist eine Phase. Und das ist gut so. Auf Dauer bin ich mir noch nicht sicher, ob dies ein gutes Konzept für unseren Alltag ist. Das werden die nächsten Wochen zeigen. Doch für den Moment bin ich dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Nadeschda verkündete Anfang der Woche, dass sie das nun mit der Schule und den Hausaufgaben ganz alleine macht. Mein heimlicher Blick in ihre Hefte zeigt mir, dass sie es wirklich ernst meint und gewissenhaft ihre Aufgaben erledigt. So schnell ist sie ein großes Schulkind. Wunderbar!
  2. Der Blick über den Tellerrand hilft. Die Arbeit mit den Kindern in der 5. und 6. Klasse zeigt mir, wie weit Maxim schon ist. Wie gut er vor allem schreiben und lesen kann! Wieder einmal war ich so stolz auf meinen Sohn, welch langen Weg er schon gegangen ist und wie sich doch alle Mühen auszahlen.
  3. Auch wenn sich nun vorübergehend unsere Übzeiten verschoben haben, so hat sich bisher meine alte Freundin, die Anstrengungsverweigerung noch nicht wieder gezeigt. Im Gegenteil, beide Kinder arbeiten ungewohnt vorbildlich. Das beruhigt für den Augenblick ungemein.

Nachdem ich nun auch wieder in der Akademie die Schulbank drücken musste, und dies auch das ganze Wochenende, freue ich mich nun noch auf einen ruhigen Sonntagnachmittag und eine wohlbehaltenen Start in eine neue spannende Woche. Möge es für Euch auch eine erfüllte werden.

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1.000 Fragen an Dich selbst #1 und #2

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Photo by Joanna Kosinska on unsplash.com

Johanna von Pinkepank hat mit „1.000 Fragen an Dich selbst“ eine spannende Blogparade initiert. In der Zeitschrift Flow fand sie ein Beiheft mit der Inspiration dafür. Es geht um Zeit für sich selbst, Zeit mit sich selbst und Zeit herauszufinden: Wer bin ich? Was mache ich? Was will ich? Was möchte ich sein? Da für mich in diesem Jahr nun die Frage ansteht, wie es denn weitergeht, wenn ich meine Ausbildung beendet habe, und ich diese Blogparade – wie so viele andere von Euch – als eine wunderbare Gelegenheit sehe, mindestens einmal in der Woche zumindest über die 20 Fragen in Kontakt mit mir selbst zu kommen, mache ich gerne mit. Ich bin gespannt, wo mich diese kleine Schreibreise hinführt.

Da ich wegen unserer Ferien etwas später einsteige, folgen hier nun die Antworten auf die ersten 40 Fragen:

1.Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?  Tatsächlich in dieser Woche. Seit Montag arbeite ich mit 10-12 jährigen in der Schule meiner Kinder und habe für sie die Nachmittagsbetreuung mit Hausaufgaben etc. übernommen.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?  Meistens mit meinem Mann. Aber immer mehr auch vor allem mit meiner Tochter. Richard und Maxim hecken irgendetwas aus und Nadeschda und ich verdrehen einfach nur die Augen.

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Haushalt. Das ist so frustrierend, dass die Wäsche niemals endet. Und auch putzen finde ich bedingt spannend, auch wenn es schön ist, wenn hinterher alles sauber ist. Aber manchmal wünschte ich auch, ich könnte alle Fünfe gerade sein lassen.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Ehrlich, über keinen. Ich finde Witze relativ unnötig…

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Nein.

6. Woraus besteht dein Frühstück? Kaffee und Müsli mit Banane und Kokosjogurt.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinen Kinder heute Morgen beim Verabschieden in die Schule.

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Nach bald acht Jahren Therapie hoffentlich in kaum einem einzigen mehr.

9. Was machst du morgens als erstes? Kaffee kochen.

10. Kannst du gut vorlesen? Ich glaube schon. Bisher gab es keine Beschwerden.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?  Das weiss ich gar nicht mehr. Leider sind meine Kindheitserinnerungen nicht mehr so präsent. Ich erinnere mich, dass ich mich irgendwann mal als kleines Kind total erschreckt habe, als es an Nikolaus an der Terrassentür klopfte. Das war dann der Nikolaus, der seinen Sack da gelassen hatte. Das habe ich auch fest geglaubt. Bis heute weiss ich nicht, wer es wirklich war. Also bleibt es der Nikolaus, auch in der Erinnerung. Und Weihnachtsmann und Christkind? Ich glaube, dass ich da ziemlich schnell den Zauber verloren habe, denn mein Vater ist NIE mit in die Kirche gegangen. Da war doch was faul…

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Einen schönen Sekretär mit vielen kleine Schublädchen und Fächern. Einen, an dem ich schön sitzen und schreiben kann. Ich habe aber bisher keinen gefunden, der mir wirklich gefällt.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich arbeite an mir, all die Eigenschaften zu entwickeln, die ich gerne hätte. Und das läuft meistens recht gut. Mehr Geduld zu haben, das lehren mich meine Kinder jede Tag. Doch manchmal wäre ich gern forscher, mutiger, oder frecher…

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ich halte ja Fernsehen für eine absolute Zeitverschwendung. Doch ich muss gestehen, gerade, wenn wir in den USA sind, dann bin ich ein relativer Fernsehjunkie. Für meine Verhältnisse. Am liebsten war mir „Dallas“, die Neuauflage. Leider ist sie wegen zu geringer Einschaltquoten eingestellt worden.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Vor über 25 Jahren in Disneyland in Paris. Vergnügungsparks sind nicht wirklich mein Ding.

16. Wie alt möchtest du gerne werden? So alt wie das Schicksal es mir erlaubt zu werden.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An Richard’s und meinen Urlaub vor etlichen Jahren in Südamerika. Mit dem Rucksack durch diesen wunderbaren Kontinent. Aber dennoch waren wir so fest in unseren Jobs, dass Geld keine Rolle spielte. Das entspannte ungemein.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Habe ich zum Glück seit bald zwanzig Jahren nicht mehr gehabt. Ich kann mich nicht wirklich erinnern….

19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nein. Mit unserer Hochzeit habe ich meinen alten furchtbaren Nachnamen aufgegeben. Und ich liebe meinen Vornamen. Zumal ich über die Jahre gelernt habe, dass ich nach einer sehr wunderbaren Großmutter bekannt wurde.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Das tue ich immer einmal wieder. Gerade im vergangenen Herbst packten mich die Zweifel, ob das alles so richtig ist, was ich in meinem Leben tue und ob ich meine Kinder ausreichend auf ihrem Weg ins Leben begleite.

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Nein, nicht mehr.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Den Morgen, wenn alle aus dem Haus sind, der Haushalt gemacht ist und ich mich in der Stille an meinen Schreibtisch setzen kann. Genauso mag ich die Nachmittage, wenn die Kinder und ich unser Tagwerk vollbracht haben und noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen ist. Nach einem „Mama, mir ist so langweilig. Ich weiss nicht, was ich machen soll.“ entstehen meist die schönsten Spiele oder Impulse etwas zu basteln, zu malen, zu stricken oder ähnliches.

23. Kannst du gut kochen? Dafür, dass ich gar nicht gekocht habe, bis Maxim und Nadeschda zu uns kamen, mittlerweile recht gut.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Besonders mag ich den Frühling. In ihm steckt immer so viel Energie und Euphorie für Neuanfänge.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Gar nichts zu tun, fällt mir ungemein schwer.

26. Warst du ein glückliches Kind? Nein. Meine Kindheit war alles andere als glücklich. Meine „Mütter“ haben mir bis auf eine nicht wirklich das Leben leicht gemacht.

27. Kaufst du oft Blumen? Ja, fast jede Woche einen frischen Strauß. Das ist meine Art, mich für mein Tagewerk zu belohnen.

28. Welchen Traum hast du? Mein zweites Buch weiterzuschreiben und zu veröffentlichen.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Als Kind bin ich viel umgezogen und auch im Studium habe ich ein ziemliches Vagabundenleben im In- und Ausland gelebt. Erst mit Richard bin ich sesshaft geworden. Kaum zu glauben, dass ich nun bald zwanzig Jahre unter derselben Adresse lebe.

30. Welches Laster hast du? Verrate ich nicht…;-)

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? „Sie kam aus Mariupol“ von Nadine Wodin. Eine sehr bewegende Erzählung über eine Wurzelsuche in der Ukraine und dem heutigen Russland.

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Irgendwann war ich es leid, meine Locken immer zu bändigen. Insofern lasse ich sie nun tun, was sie wollen. Das macht mich entspannter. Und auf der anderen Seite kann man an ihnen manchmal meinen Gemütszustand ablesen. Denn zuweilen stehen dann vorne ein oder zwei Zornlocken ab.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Nein. Wenn meine Kinder bei mir sind, habe ich sogar den Hang dazu, es manchmal zu vergessen.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Genug.

35. In welchen Laden gehst du gern? Am liebsten in Künstlerbedarfs- und Bastelgeschäfte.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Meistens Tee oder Apfelschorle, wenn ich selbst Autofahren muss. Wenn nicht, gerne Prosecco.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Ja, denn der nächste Morgen kommt bestimmt. Und der Tag wird dann umso anstrengender, wenn der Schlaf fehlt.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Das bin ich schon und schreibe.

39. Willst du immer gewinnen? Ja, meistens. Deshalb hasse ich auch Gesellschaftsspiele. Es sei denn, ich gewinne. Nur bei meinen Kindern kann ich zurückstecken. Aber gegen andere Erwachsene….niemals.

40. Gehst du in die Kirche? Ja. Zwar nicht mehr so oft, wie früher einmal, aber dennoch in regelmäßigen Abständen. Für mich hat es etwas Meditatives. Und wenn die Predigt gut ist, gibt sie mir auch manchmal neue Impulse.