Charlotte’s Sonntagslieblinge (128)

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Photo by Brooke Larke on unsplash.com

Eine dichte Woche liegt erneut hinter uns. Dafür war und ist das Wochenende um so erholsamer. Jetzt, wo allmählich mein Arbeitspensum an der Schule stetig zunimmt, merke ich schon, dass mir an einigen Stellen die Zeit Zuhause fehlt. Oder ich eben auch meine Zeit Zuhause nutzen muss, um Dinge für die Schule vorzubereiten oder zu erledigen. Dann muss eben anderes liegen bleiben. Um so kostbarer wird für mich die Zeit nachmittags mit Maxim und Nadeschda. Und auch wenn die Zeit manchmal dicht gedrängt ist, so suchen wir drei uns doch auch unsere schönen Momente. So bin ich an diesem Sonntagmorgen für diese drei Dinge dankbar:

  1. Am Donnerstag hatten die Kinder jedes auf seine Art einen sehr harten Tag an der Schule. Beide waren übel gelaunt und nicht gut beieinander. Nach dem Hort und Maxim’s Physiotherapie waren wir im Buchladen, um zwei Geschenke abzuholen. Doch beide Kinder durften sich natürlich noch selbst ein Buch aussuchen. Danach brauchten wir dringend „Zucker“. Eigentlich wollten wir zu einem Bäcker gehen. Doch als wir aus der Buchhandlung traten, an diesem fast frühlingshaften Nachmittag, wanderten meine Blicke zur gegenüberliegenden Eisdiele. „Wie wäre es mit Eis?“ fragte ich meine Kinder. „Eis??? Wo???“ Ich: „Na,da!“ „Oh ja Mama!“ war die begeisterte Kinderantwort… Das erste Eis in diesem Jahr!!!!
  2. Am Freitag nachmittag hatten wir einen langen Termin beim Optiker, nach einem ohnehin langen Tag. Nach über einer Stunde Ladenmuff brauchten wir alle drei frische Luft. Eigentlich wollte ich zu einer kleinen Kaffeerösterei laufen, die ich in der Nähe kannte, um ein Geschenk zu besorgen. Nur leider hatte die aus Krankheitsgründen geschlossen. So spazierten wir gemütlich durch den dorfähnlichen Vorort zurück zum Auto. Dabei kamen wir an einem kleinen Dorfladen vorbei. Mein Sohn: „Oh, Mama, Erdbeeren.“ Meine Tochter folgte ihrem Bruder: „Ach schau mal, Mama, diese lila Tulpen…“ Wir gingen in den Laden, kauften Tulpen, Erdbeeren und weiteres Obst und Gemüse, was eh noch auf meinem gedanklichen Einkaufszettel stand. Alles lose oder wenn überhaupt in Papier verpackt und nicht in Plastik. Zuhause gab es dann die Erdbeeren und mein Sohn kommentierte: „Hey Mama, gestern das erste Eis, heute die ersten Erdbeeren. Toll! Nice!“
  3. Unverhofft kommt oft! Zu Beginn der Woche zog ich ein kleines Päckchen aus der Post. Es kam von einer sehr lieben, ehemaligen Kollegin und mittlerweile nach Jahrzehnten Freundin, die damals in meinen Berufsanfängen meine „Ziehmutter“ in der Werbeagentur war, in der ich meine ersten Schritte ins Berufsleben wagte. Noch heute haben wir Kontakt und treffen uns hoffentlich mehr als einmal im Jahr zum Frühstücken. So taten wir das auch neulich. Neben vielem anderen teilen wir die Leidenschaft fürs Reisen und für Bücher. Ich hatte ihr von meiner Reise mit Maxim nach Moskau erzählt. Und so schickte sie mir einen Roman über einen der ersten weltberühmten Tänzer am Bolschoj-Ballett. Welch wunderbare Überraschung! Da wurde es mir wieder einmal ganz warm ums Herz. Es ist so ein schönes Gefühl, zu spüren, dass da draußen jemand ist, der an einen denkt. – So kleine „Hallo, ich denke an Dich“-Dinge kommen von ihr immer einmal wieder. Manchmal ist es Handcreme oder auch mal ein orangener Papierkürbis, der immer noch in meinem Büro in meiner orangenen Küche hängt. Ich bin so dankbar, Menschen wie sie in meinem Leben zu haben!

In diesem Sinne habt einen wunderbaren Frühlingssonntag und kommt gut und wohlbehalten in die neue Woche.

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