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Charlotte’s Sonntagslieblinge (137)

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Photo by Ivan Di on unsplash.com

Habt Ihr auch so viele Ostereier gesucht und gefunden wie wir? Maxim und Nadeschda haben im wahrsten Sinne des Wortes Körbeweise die Eier gefunden. (Was aber auch daran lag, dass wir Besuch von lieben Freunden hatten, die neben unserem Osterhasen – mein Bruder – auch Ostereier versteckt hatten.) Am besten gefielen mir ja die so offensichtlichen Verstecke, die eigentlich keine waren, wie ein kleiner Schoko-Osterhase mitten auf dem Gartentisch oder ein Schokoei auf dem Heckscheibenwischer des geparkten Autos. Die Kinder – nicht nur meine, sondern alle – liefen so oft daran vorbei…

Ostern verbrachten wir als Familienfest mit lieben Freunden. Es war schön! Nicht nur wegen des unglaublichen Wetters. Viel habe wir unternommen, viele Ausflüge in die Umgebung gemacht, viel gegessen, viel gespielt, viele Ostereier gesucht.

Doch Mitte der Woche kehrte dann der Alltag und auch die Unzufriedenheit zurück. Denn vieles andere blieb leider über die Ostertage auf der Strecke. Meine ToDo Liste wuchs, anstatt abzunehmen.  Das machte mich zunehmend unzufrieden. Doch ab Mitte der Woche lief es dann wieder recht gut voran. Auch wenn dringende Dinge nun in letzter Minute in den vergangenen Tagen erledigt wurden, wie etwa das Kommuniongeschenk für die Kommunion, zu der wir gleich aufbrechen werden, erst gestern Nacht fertig wurde. So etwas ist eigentlich nicht meine Art. Ich habe gerne alles rechtzeitig vorbereitet und eben nicht auf den allerletzten Drücker. Das werde ich wohl auch nicht mehr ändern können. Nicht den „letzten Drücker“, sondern meine Unzufriedenheit damit. Nun denn… So bin ich in diesen frühen Morgenstunden dankbar für diese drei Sonntagslieblinge: 

  1. Maxim und Nadeschda haben einmal wieder einen unglaublichen Wachstumsschub hingelegt. Bei beiden haben wir die Kleiderschränke ausgemistet und aufgeräumt. Vieles musste wieder ausgetauscht werden. Langsam werden sie wirklich groß! Selbst unsere kleine und zierliche Nadeschda. Bei unseren vielen Einkäufen um Ostern – bei zehn Leuten im Haus und davon zwar fünf Kinder, die aber essen wie Erwachsene, musste entsprechend viel Nahrung herbeigeschafft werden – passierte es zwei Mal, dass jemand zu Nadeschda sagte: “ Kann die kleine Dame einmal Platz machen?“ Meine Tochter war mächtig sauer: „Mama, ich bin NICHT MEHR KLEIN!“ Recht hat sie! Und wie zur Bestätigung wog sie sich mit ihrer besten Freundin am Freitag Abend – Finja ist gefühlt deutlich größer, schwerer und kräftiger als Nadeschda. Die Zahlen sagte aber etwas anderes. Nur ein Kilo trennt die beiden Mädchen. Und der Kommentar meiner Tochter: „Siehst Du, ich bin wirklich nicht klein. Ich bin fast so schwer wie Finja. Ätsch!!!“
  2. Ein schlechtes Gewissen hatte ich, weil wir so wenig für die Schule in den Ferien geübt hatten. Die Pause bis weit nach Ostern kam mir viel zu lang vor. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass Nadeschda dennoch ihre 1 x 1 Reihen konnte, besser als zu Schulzeiten. Und Maxim scheint sich nun doch mit der deutschen Rechtschreibung endgültig anzufreunden beziehungsweise sie zu verinnerlichen. Wenn er ganz bei der Sache ist, dann macht er keinen einzigen Fehler. Das war sehr beruhigend. Anscheinend ist es manchmal doch gut, die Dinge einfach absacken zu lassen, sie sich im Inneren verankern zu lassen, um sie dann wieder hervorholen zu können, besser als zuvor.
  3. Die Kinder und ich haben unseren Garten nun endgültig hübsch und sommertauglich gemacht. Wir haben endlich unser Gemüsebeet bepflanzt, neben vielen Blumen und Kräutern. In diesem Jahr versuchen wir es einmal wieder mit Paprika, Gurken und Salat, nachdem uns im vergangenen Jahr die Rüben einfach in der Hitze und der Trockenheit – auch wenn wir fleißig gegossen hatten – , einfach vertrocknet waren. Wir ernteten nur noch verschrumpelte Minirüben. Nun sind wir gespannt, wie es sich in diesem Jahr entwickeln wird.

Morgen beginnt nun wieder die Schule. Auch hier werde ich auf den letzten Drücker heute Abend die Sachen packen. Denn nun feiern wir erst einmal die Heilige Kommunion der Kinder unserer Freunde. Habt einen wunderbaren ruhigen Sonntag. Das Wetter lädt ja eher zum Couchverweilen ein. Startet gut in die neue Woche, mit einem gelungenen Ferienende!

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„Aber mit Deinen Emotionen bist Du allein…“ – Gedanken zur Wurzelsuche meiner (Adoptiv-)Kinder

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Photo by Yulia Gambold on unsplash.com

Bevor ich mit Maxim nach Moskau flog, war eine liebe Freundin zu Besuch. Zunächst fragte sie: „Und bist Du aufgeregt?“ Ich antwortete zögerlich. Sie setzte nach, oder fasste vielmehr das zusammen, was mir seit Tagen durch Kopf und Bauch ging: „Aber mit Deinen Emotionen bist Du allein….“ Ja, genauso war es, und es war eine Achterbahn der Gefühle, die erst in Moskau endete. 

Auch wenn diese Reise mit Maxim für ein paar Tage nach Moskau auf der einen Seite ein erster Schritt in Richtung „Wurzelsuche“ war, so war es doch hauptsächlich eine kleine „Kulturreise“. Wir besuchten kein Kinderheim, wir kehrten nicht zu alten Plätzen, an denen vor etlichen Jahren wichtige Entscheidungen getroffen wurden, zurück. Wir schauten uns „bloß“ ein wenig Moskau an, tauchten ein in diese unermeßlich große russische Metropole, erlebten ein wenig Russland. Weniger das „typische“, das wirkliche  Russland, das uns in anderen Städten begegnen würde. Dennoch war diese Reise dann doch im Vorfeld mit vielen Emotionen verbunden gewesen. 

Da brachen auf einmal alte Erinnerungen auf, an unsere erste Einreise nach Russland, an die Tage, an denen wir Maxim und Nadeschda zum ersten Mal im Kinderheim begegneten, an unser Gerichtsverfahren, an all die Stempel, die wir sammeln mussten, an die Angst bei der Ausreise in dieser so furchtbar überfüllten Abflughalle, in dieser fast unerträglichen Hitze, die Angst, dass unser Familienplan doch noch einmal scheitern könnte. Nicht zuletzt auch durch mein „gesundheitliches Problem“, dass der eine Arzt neulich ja nicht lösen konnte, und der einzige Arzt hier im Umfeld, der es vielleicht lösen kann, derjenige ist, der mich bei meinen Fehlgeburten operiert hat, wurde wieder die Erinnerung an die Bitternis und den Schmerz über die eigene Kinderlosigkeit wach. Und dann waren da die Gedanken an die Sorgen, ob es mir gelingen würde, meine Kinder, die mir anvertraut wurden, wirklich gut ins Leben zu begleiten. Ja, manchmal ist das Leben mit ihren niemals endenden Bedürfnissen, mit immer neuen Herausforderungen anstrengend. Es kostet Kraft und Energie, die ich vielleicht manchmal gar nicht ausreichend habe. Manchmal fühle ich mich so, wie die wunderbare Sherrie Eldridge es einmal wieder in einem so ehrlichen Post über die Wut in Adoptivkindern geschrieben hat, den ich hier gerne mit Euch teilen möchte. Am meisten hat mich ein Satz berührt, in dem sie von den Adoptivmüttern spricht: „They’re in a war they never chose, in a place they don’t belong, and in an ocean that is life-defying.“ Ja, ich habe diesen „Krieg“ niemals gewollt. Vielleicht ist das Wort auch zu heftig. Es ist ein Kampf, aber kein Krieg, auf den ich mich niemals wirklich vorbereitet fühlte. Auch wenn uns die Bedürfnisse von Adoptivkindern hinreichend im Vorfeld der Adoption geschildert wurden, und ich so viel vorher gelesen hatte, aber wirklich ermessen, was das heißt und was es bedeutet, und wie es sich eben anfühlt, das passiert erst, wenn man tatsächlich drinsteckt, im wahren Leben mit zwei Adoptivkindern. 

So war ich nun auch mit meinen Ängsten und Sorgen vor der Russlandreise alleine. Aber dann gibt es eben doch Freunde, die das irgendwie erahnen und vermuten. Das tat gut. Und am Ende waren die Tage in Moskau mit Maxim mehr als versöhnlich. Viele Ängste lösten sich in Wohlgefallen auf. Angefangen von der Einreise über das Nichtkennen der russischen Sprache und dem sich Zurechtfinden in einer 18 Millionen-Metropole und das sich Bewegen in einer Stadt, die alles andere als sicher gilt bis hin zur Ausreise. Meist ist es heilsam, die Ängste zu konfrontieren und durch sie hindurch zu gehen. Die Einreise war eher unspektakulär, nach kaum 30 Minuten nach Verlassen des Flugzeuges, waren wir eingereist, hielten unsere Koffer in der Hand und standen unserem Fahrer zum Hotel gegenüber. Nach einem Tag hatte ich die russischen Buchstaben wieder alle parat, erinnerte Wörter und begann mich nicht mehr so fremd zu fühlen in dieser unermesslich großen Metropole Moskau. Auch in ihr hat sich seit unserem letzten Aufenthalt sehr viel getan. Erst dachte ich, es wäre meine verklärte Erinnerung. Aber dem war nur bedingt so. Denn mittlerweile hatte das Land auch eine Fussball-WM hinter sich, in dessen Vorfeld sehr viel Geld investiert wurde, um die Austragungsorte schön und sicher zu machen. Und das auch mit Erfolg. Die Innenstadt von Moskau ist heutet so unglaublich sauber und schön. Und eben sicher. Oder zumindest wird das Gefühl von Sicherheit erfolgreich vermittelt. Ja, es gibt viel Sicherheitspersonal und eine hohe Polizeipräsenz, dennoch fühlte ich mich nicht überwacht, sondern eben „beschützt“. Maxim und ich fanden uns gut zurecht, genossen unsere Zeit, nahmen die vielen Eindrücke auf, waren fasziniert und überwältigt. Mit den Tagen kamen wir immer besser zurecht, fanden unsere Wege durch die Stadt, entwickelten immer mehr Entdeckergeist. Gerne wären wir länger geblieben. Doch es war gut, so wie es war. Bei unserem nächsten Besuch werden wir mutiger sein, noch mehr auf eigene Faust erkunden, jetzt wo wir ein erste kleines Gefühl für diese Stadt haben. 

Viel Angst ist gewichen in diesen Tagen, nicht nur vor dieser unberechenbaren 18 Millionen Metropole Moskau, auch vor diesem so unermesslich großen und faszinierenden Land Russland und letztlich auch vor der Suche nach den Wurzeln meiner Kinder…. vielleicht war deshalb auch der Besuch in der Christ-Erlöser-Kathedrale so erhebend und befreiend….

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (136)

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Photo by Waranya Mooldee on unsplash.com

Heile und wohlbehalten sind Maxim und ich nun zurückgekehrt aus der Millionenmetropole Moskau. Was für eine Stadt, so voller Widersprüche, Gegensätze und beeindruckenden Plätzen und Orten. Wir hatten eine gute Zeit, haben viel gesehen und erlebt, viele Eindrücke gesammelt, viel gelernt und erfahren. Es war eine gute Reise, ein gelungener Einstieg in eine wahrscheinlich in den kommenden Jahren folgende ganze Reihe von Reisen in das Geburtsland meiner Kinder. Nun sind wir dankbar für ein ruhiges Osterfest wieder Zuhause. Bevor wir uns bald den Ostereiern und der Suche nach den Geschenken des Osterhasen begeben, bin ich in diesen ruhigen Morgenstunden heute vor allem dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Für die beeindruckenden und gleichzeitig auch beruhigenden Tage in Moskau. Sie haben mir viel Angst genommen vor dem, was uns vielleicht in den kommenden Jahren noch erwarten wird mit Blick auf die Wurzelsuche meiner Kinder.
  2. Für die Zeit mit meinem Sohn alleine. Einmal nur wir beide, weit weg von einer alltäglichen Routine. Das tat gut. Auch wenn wir viel gefangen waren in den überwältigen Eindrücken, die in der so faszinierenden und dann auch wieder anstrengenden Metropole auf uns eingeprasselt sind.
  3. Für die Stärke meiner Tochter, die die Zeit ohne uns mehr als gut und tapfer überstanden hat, und sich dann doch um so mehr gefreut hat, dass Maxim und ich wieder Zuhause waren.

Habt ein wunderbares Osterfest, genießt die sonnigen Feiertage und startet gut in eine neue hoffentlich traumhafte Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (135)

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Photo by Marco Ceschi on unsplash.com

Endlich sind sie da, die lang herbeigesehnten Ferien, die wir uns alle redlich verdient haben. Zwei Wochen durchatmen, ausschlafen, Ruhe tanken, Zeit Zuhause und auf Reisen genießen, lesen, spielen, Freunde sehen, und mal schauen, was sich noch so ergibt. Morgen fliegen Maxim und ich nun erst einmal für ein paar Tage nach Moskau. Wir sind gut vorbereitet. Und mindestens genauso gespannt auf all das, was uns dort erwarten wird, was die Eindrücke und Impulse dieser Stadt mit uns beiden machen werden. Doch vorerst bin ich heute dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Ich habe es tatsächlich geschafft, meine lange To Do Liste, die sich in den letzten Wochen aufgebauscht hatte, endlich vollständig abzuarbeiten. Einzig mein Fotobuch ist nicht fertig geworden. Aber vielleicht wird das ja noch in den dann verbleibenden Ferien.
  2. Beim Aufräumen und Ablage machen habe ich tatsächlich noch ein paar alte Arztrechnungen gefunden, die ich vergessen hatte, im vergangenen Jahr bei der Krankenkasse einzureichen. Die Rückzahlung bzw. kleine Finanzspritze wird meinem Konto gut tun. Und die Arbeit der Ablage hat sich auch noch bezahlt gemacht…
  3. Vor allem aber bin ich wieder einmal so unendlich dankbar für meine beiden Kinder, die mir das Schicksal geschenkt hat. Es ist schon unglaublich, was ich alles mit und von ihnen lernen darf. Neulich saß ich in einem ruhigen Moment in unserem Garten, also ich vom Laufen in den Feldern zurückkam und dachte bei mir: „Wie sich mein Leben doch in dem bald vergangenen Jahrzehnt, seitdem Maxim und Nadeschda bei uns sind, verändert hat. Nicht nur, dass ich Mutter geworden bin, und wir eine Familie. Mit ihnen habe ich mich auf einen völlig neuen Weg in meinem Leben begeben, auf dem ich inzwischen so viel bewegt habe. Ich habe eine zweite „Karriere“ als Lehrerin begonnen, habe ein Buch geschrieben und das zweite begonnen zu schreiben, ich belebe diesen Blog nun bald seit vier Jahren. Ich lerne Russland kennen und lieben, beschäftige mich mit den seelischen Nöten und Bedürfnissen von Kindern… das ist alles ganz schön viel, und ganz schön großartig.“

Habt einen erholsamen Sonntag, lasst die neue Woche gut beginnen und genießt die Ferien!

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„Zwei Kinder und keine Entbindung?“ – Über die Ignoranz von manchen Frauenärzten….

Kinderzeichnung - Fr meine Mama

Mit freundlicher Unterstützung von Fotolia

Vor ein paar Tagen war ich bei einem Frauenarzt, in einer schicken privaten Praxis und ambulanten Klinik, zu dem mich meine reguläre Frauenärztin überwiesen hatte, um für mich ein „Problem“ ggf. operativ zu lösen. Welches tut hier erst einmal nichts zur Sache, auch weil sich am Ende herausstellte, dass sich mein Problem nicht mit der von ihm angebotenen OP lösen lässt. Richard, mein Mann, fasste das im Nachgang so treffend zusammen: „Das ist ja ein wenig so, wie wenn Du in eine Autowerkstatt fährst, sagst, dass der Motor ein schabendes Geräusch macht, und die Werkstatt tauscht dann erst einmal die Reifen aus.“ Nun denn, sei es drum. 

Was den Besuch in dieser Privatpraxis für mich aber noch mehr zu einer Erfahrung der besonderen Art machte, war zunächst der Fragebogen: Hier hieß es „Anzahl der Kinder?“ gefolgt von „Anzahl der Entbindungen“. Das war ja noch okay, denn ich konnte ja faktisch und tatsachengerecht antworten mit 2 Kindern und keiner Entbindung. Doch als der Arzt dann dieselben Fragen wiederholte, bekam der Besuch in der Praxis eine interessante Wendung. 

Der Arzt: „Wie viele Kinder haben Sie?“ 

Ich: „Zwei.“

Der Arzt: „Okay, dann hatten Sie auch zwei Geburten.“

Ich: „Nein. Keine.“

Der Arzt: „Wie geht denn das? Zwei Kinder und keine Entbindung?“

Muss ich das Gespräch noch weiter fortsetzen? Nein, es ist eigentlich alles gesagt und der Arzt mit seinem Unwissen völlig entlarvt. Noch dazu als Gynäkologe. Er sollte doch eigentlich wissen, auch wenn es vielleicht nicht zu seinem „Kerngeschäft“ gehört und manche Praktiken vielleicht auch in Deutschland nicht erlaubt sind, dass Frauen heute auf unterschiedlichste Art und Weisen Mutter werden können. Unsere Adoption ist der eine Weg. Und mit seiner Nachfrage fühlte ich mich irgendwie diskriminiert. Muss ich gebären, um eine Mutter, eine gute Mutter zu sein? Ich erinnerte mich an die Diskussion mit Maxim vor ein paar Wochen. Dass er mit seiner Geschichte diese Frage stellt, ist mehr als berechtigt. Dass ein Frauenarzt aber mit seiner Ignoranz mein Muttersein in gewisser Hinsicht in Frage stellt, ist eigentlich eine Frechheit. Während ich so darüber nachdenke, kamen mir allein in Maxim’s Klasse noch zwei weitere Mütter, die alle Kinder haben, aber keines davon selbst geboren haben. Denn im Zuge von immer mehr Regenbogenfamilien, aber auch Ausnahmen wie Leihmutterschaften, nimmt doch wahrscheinlich auch die Zahl der Frauen zu, die zwar Kinder haben, aber diese nicht immer gleich zwangsläufig selbst geboren haben. Gerade Frauenärzten*innen sollte das doch wohl bewusst sein?

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (134)

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Mit freundlicher Unterstützung von Pixabay

Unaufhaltsam rast die Zeit, nun ist der vierte Monat diesen Jahres auch schon wieder eine Woche alt. Noch eine Woche und dann sind Osterferien. Langersehnt, denn die Zeit seit Weihnachten war vor allem für die Schulkinder lang. An allen Ecken und Ende spürt man die Erschöpfung. Ich hingegen verspüre dank des Frühlings neue Energie: Die Kinder und ich haben im Garten gepflanzt, ich habe weiter ein paar Ecken im Haus, in denen sich die Stapel von Ausgemistetem und noch Auszumistendem sammelten, endlich aufgeräumt, die Kleiderschränke Frühjahrstauglich gemacht und vieles mehr. Die Kinder hatten endlich wieder einmal viel Zeit zum Spielen und haben das in vollen Zügen genossen. Eine gute Woche liegt somit hinter uns. Besonders dankbar bin ich heute für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. All die Mühen scheinen sich langsam auszuzahlen, das tägliche Üben, der Förderunterricht in der Schule und die Stunden bei der Lerntherapeutin. Allmählich gewinnt Nadeschda Boden im Rechnen. So das erfreuliche Resultat eines Gespräches mit ihrer Förderlehrerin in dieser Woche. Auch wenn ich feststellen musste, dass meine Tochter ihre Lehrerin weiterhin ordentlich um den Finger wickelt
  2. Maxim wird allmählich richtig groß. Er hat einen erneuten Wachstumsschub hinter sich. Neulich stand er neben mir im Bad vorm Spiegel, um seine Haare „zu stylen“; mit einem leicht verdutzen Blick schaute er zu mir herüber: „Mama, ich bin ja fast so groß wie Du.“ Stimmt, als ich neulich ein paar neue Anziehsachen für ihn kaufte, stellte ich fest, dass er nun die Kleidergröße erreicht hat, die auch ich manchmal kaufe, wenn ich in der Kinderabteilung manchmal für mich „wildere“…
  3. Mit meiner vertrautesten Freundin war ich in dieser vergangenen Woche in der Oper. Zum ersten Mal seit Jahren! Es war eine großartige Inszenierung, mit wunderbarer Musik, gutem Gesang und einer fesselnden Geschichte. Wir sind wirklich abgetaucht für zwei Stunden in einen andere Welt. Das war ein fantastisches Erlebnis!

Habt einen erholsamen und frühlingshaften Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

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#bestofElternblogs April 2019

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Die liebe Anja von der Kellerbande hat einmal wieder zu ihrer beliebten Blogparade #bestofElternblogs April 2019 aufgerufen. Da mache ich doch gerne endlich einmal wieder mit. Vielleicht auch mit dem Wunsch, in diesem nun neu beginnenden Monat ein paar Beiträge mehr wieder zu veröffentlichen. – Die Zahl der begonnenen, aber bisher unvollendeten Beiträge wächst stetig auf meinem Rechner…

Wieder einmal erleuchtend und interessant war der Blick in die Zahlen. Denn diesmal war es mein Beitrag aus der vergangenen Woche zu „Du bist nicht meine echte Mutter!“, der mit relativ großem Abstand zu den anderen Beiträgen diesmal die meisten Klicks verzeichnete. Hier schildere ich von der Begebenheit, an der mein Sohn mir zum ersten Mal wütend an den Kopf warf: „Du bist nicht meine echte Mutter!“ und wie wir beide einen guten Weg aus diesem Wutanfall fanden. Aber lest selbst hier

Habt lieben Dank für’s Lesen, Liken und Kommentieren!