Charlotte’s Sonntagslieblinge (149)

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Photo by Daniel Brubaker on unsplash.com

Nun sind wir schon fast wieder auf dem Weg zurück in Richtung Heimat. Die zwei Wochen vergingen schnell im Rückblick, auch wenn im tatsächlichen Erleben die Zeit durchaus langsam voranschritt. In zwei Tagen werden wir das Flugzeug besteigen und wieder nach Hause fliegen. Das ist gut. Die Zeit hier im Nordosten der USA war schön und erholsam, doch fühle ich auch eine gewisse Aufbruchstimmung, nun in meinen Alltag zurückzukehren, mein Buch zu Ende zu schreiben, die letzten Vorbereitungen für das neue Schuljahr zu erledigen und vor allem meine Kinder dann irgendwann – jetzt noch nicht gleich, noch sind Ferien! – auf den Schulalltag gut vorzubereiten. Und so bin ich an diesem Sonntag dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Vor ein paar Tagen, als ich eigentlich noch einen weiteren Blogbeitrag an einem ruhigen Morgen schreiben wollte, ging plötzlich der Strom im Haus aus. Auf einmal war es ganz still. Keine Lüftung lief mehr, keine Waschmaschine, kein Trockner, keine Wasserpumpe. Und natürlich ging auch kein Internet mehr. Das war im ersten Moment nicht so schlimm, doch spannenderweise machte sich schnell bemerkbar, wie sehr man von Strom abhängig ist, vor allem, da in unserem Haus auch die ganze Wasserversorgung vom Strom abhängig war (der Wasserdruck war zu niedrig, so dass mit Pumpen nachgeholfen werden musste). Das war das eigentlich dramatische. Nicht nicht kochen zu können oder nicht ins Internet zu kommen,  war nicht so dramatisch. Da konnten wir improvisieren. Und ein Abend bei Kerzenschein war auch einmal schön.  Doch kein Wasser zu haben, war eine harte Probe. Es war eine große  Lehre in Dankbarkeit, als der Strom dann wieder am kommenden Morgen nach bald 24 Stunden wieder da war, die Pumpen wieder ansprangen und damit auch die Wasserversorgung wieder funktionierte.
  2. Mit Nadeschda habe ich erleben dürfen, was es heißt, wenn ein Kind erfolgreich über Beziehungen lernt. Wie ein Wasserfall hat sie hier einfach Englisch gesprochen. Sie liebte ihre Englischlehrerin in der Schule, war freiwillig in einer Englisch-AG, die diese Lehrerin organisierte. Und so hatte sie keine Hemmungen auch hier Englisch zu sprechen. Maxim hingegen hatte nie einen Zugang zu dieser Lehrerin gefunden und damit auch nicht zu dieser Sprache, auch wenn er längst eine andere Englischlehrerin an der Schule hat. Scheu war er zu Beginn und hat sich dann irgendwann überwunden. Vielleicht hat ihm das aber auch schon jetzt gezeigt, dass auch er Englisch sprechen kann, wenn er sich denn traut.
  3. Ich bin dankbar für diesen Urlaub und die Familienzeit, die wir hier hatten. Ich fühle mich ein wenig gestärkt, vorerst, für all das was nun in den kommenden Monaten kommen mag. Möge diese Zuversicht noch eine Weile anhalten.

Habt einen friedlichen und erholsamen Sonntag und startet gelungen in die neue Woche!

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