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Charlotte’s Sonntagslieblinge (140)

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Photo by Max Goncharov on unsplash.com

Nach einer schlafarmen Woche kommen meine Sonntagslieblinge diesmal recht spät. Ich habe es vorgezogen mit meiner Tochter einmal richtig auszuschlafen. Das war großartig. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch kann. In der Regel bin ich immer, egal ob Wochentag oder Wochenende immer gegen sechs Uhr wach. Heute nicht. Anscheinend hatte sich ein mächtiges Schlafdefizit aufgebaut, dass nun wieder aufgefüllt werden musste. Allein dafür bin ich an diesem Sonntag dankbar, mehr aber noch für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Es ist ein Geschenk, zu beobachten wie meine Kinder nach wie vor die Fähigkeit zum phantasievollen Spielen haben. Wir lesen im Moment die Bücher um Kalle Blomquist, den Meisterdetektiv von Astrid Lindgren. Das nimmt beide noch ganz in ihren Bann. Am vergangenen Wochenende haben sie im Dorf auf einem Platz eine Menge Platzpatronen gefunden. Da wurde dann emsig weitergesucht, mit der Lupe der Tatort untersucht, Beweisfotos geschossen. Es war herrlich, zu sehen, wie sie ganz in diesem „Kriminalfall“ aufgingen.
  2. Die Lieblingstante war auf einen kurzen Besuch da. Es war für mich schön, einen Abend mich mit ihr einmal wieder auszutauschen. Im Alltag bleibt so wenig Raum, mal in Ruhe zu telefonieren. Für Nadeschda war es großartig, weil die zwei Damen einen Nachmittag in der Stadt verbrachten, und so richtig nach Mädchenlust und -laune shoppen gingen…. und all die Kleider und T-Shirts kauften, die Mama ihrer Tochter nicht unbedingt kaufen würde. Nadeschda war glücklich! Und ich auch…;-)
  3. Maxim kämpft mit einem (zu) vollen Programm in der Schule. Eurythmieaufführung, Zirkusvorstellungen und nun auch noch die Fahrradprüfung. Das in einer Klasse, die einmal wieder sehr unruhig ist. Doch dafür ist er Zuhause doch noch verhältnismäßig ausgeglichen. Inzwischen kommt er immer mehr in die Lage, seine Gefühle und Empfindungen doch auch verbal zu äußern und sich nicht in sich selbst zu verschließen. Das hilft uns im Umgang. Und ich versuche mir zu sagen, dass dann momentane „Leistungseinbrüche“ (die deutsche Rechtschreibung, die er inzwischen recht gut beherrschte, hat sich zum Beispiel in die Niederungen seines Unterbewusstseins verabschiedet) hoffentlich nur ein Ausdruck der aktuellen „Überforderung“ und Überlastung sind.

Habt einen erholsamen Frühlingssonntag und kommt wohlbehalten in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (138)

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Photo by Tim Gouw on unsplash.com

So eine Woche mit einem Feiertag in der Mitte ist nach dem Wiedereinstieg in den Schulalltag auch mal nett. Der 1. Mai bot uns eine kleine Verschnaufpause, um dann doch gestärkt in den Rest der Woche zu starten. So liegt ein recht fleißiges Wochenende fast hinter uns, an dem wir viel in Haus und ein wenig im Garten (eigentlich war es ja viel zu kalt und zu naß, um sich draußen aufzuhalten) herumgewurschtelt, ausgemistet, aufgeräumt und neu sortiert haben. Auch meine ToDo-Liste habe ich nach dieser Woche wieder besser im Griff. Im Moment sind die Kinder mit Richard im Schwimmbad, bevor wir heute Nachmittag dann in die vorerst letzte Aufräumrunde starten. Irgendwie ging mir in den letzten Tagen der Satz „Alles neu macht der Mai.“ nicht aus dem Kopf. Es ist ein schönes Gefühl, Haus und Garten für den hoffentlich bald nahenden Frühling und Sommer vorzubereiten. So halte ich, wie jeden Sonntag, einen Moment inne und bin diesmal dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Langsam aber stetig bekommt Nadeschda die Schule für sich immer besser in den Griff. Der Unterricht scheint sie weniger anzustrengen, zumindest im Moment. Sie blendet weniger den Schulalltag Zuhause aus. Auch das tägliche Üben ist ihr wieder in Fleisch und Blut übergegangen. Gestern Abend hat sie sogar selbst Rechenblätter für sich – und auch für uns alle in der Familie – zum heutigen Üben vorbereitet. Fünfmal kopiert liegen sie hier neben mir auf dem Tisch und warten auf die „Familienübstunde.“
  2. Maxim wird immer selbstständiger, und nun muss ich als Über- und Helikoptermutter anfangen, mich zurückzunehmen. Sein zunehmend genervtes „Ja, ja Mama, ich mach das schon.“ zeigt mir, dass wir allmählich an den Punkt kommen, an dem ich manche Dinge loslassen muss.
  3. Ich komme wieder in eine bessere Selbstfürsorge. Nachdem mir mein Rücken wieder üble Streiche gespielt hat, habe ich die Beschwerden mit viel Laufen und Gymnastik in der vergangenen Woche ganz gut in den Griff bekommen. Ungeachtet dessen habe ich dennoch einen Termin beim Physiotherapeuten gemacht. Ebenso lebt mein „Projekt der 100 Seiten“ wieder auf. Lesen ist einfach eine wunderbare Art, herunterzukommen, sich eine kurze Pause zu gönnen und abzutauchen in eine andere Welt. Gerade habe ich „Eine Straße in Moskau“ von Michail Ossorgin beendet, ein wunderbares Buch, das einen mitnimmt in das Moskau kurz vor und nach der Revolution. Natürlich war es erst recht spannend zu lesen, nachdem ich in Moskau die Originalplätze gesehen hatte.

Habt einen wunderbaren Sonntag, der eigentlich zum gemütlichen Verweilen Zuhause einlädt, und startet gut und gesund in die neue Woche.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (137)

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Photo by Ivan Di on unsplash.com

Habt Ihr auch so viele Ostereier gesucht und gefunden wie wir? Maxim und Nadeschda haben im wahrsten Sinne des Wortes Körbeweise die Eier gefunden. (Was aber auch daran lag, dass wir Besuch von lieben Freunden hatten, die neben unserem Osterhasen – mein Bruder – auch Ostereier versteckt hatten.) Am besten gefielen mir ja die so offensichtlichen Verstecke, die eigentlich keine waren, wie ein kleiner Schoko-Osterhase mitten auf dem Gartentisch oder ein Schokoei auf dem Heckscheibenwischer des geparkten Autos. Die Kinder – nicht nur meine, sondern alle – liefen so oft daran vorbei…

Ostern verbrachten wir als Familienfest mit lieben Freunden. Es war schön! Nicht nur wegen des unglaublichen Wetters. Viel habe wir unternommen, viele Ausflüge in die Umgebung gemacht, viel gegessen, viel gespielt, viele Ostereier gesucht.

Doch Mitte der Woche kehrte dann der Alltag und auch die Unzufriedenheit zurück. Denn vieles andere blieb leider über die Ostertage auf der Strecke. Meine ToDo Liste wuchs, anstatt abzunehmen.  Das machte mich zunehmend unzufrieden. Doch ab Mitte der Woche lief es dann wieder recht gut voran. Auch wenn dringende Dinge nun in letzter Minute in den vergangenen Tagen erledigt wurden, wie etwa das Kommuniongeschenk für die Kommunion, zu der wir gleich aufbrechen werden, erst gestern Nacht fertig wurde. So etwas ist eigentlich nicht meine Art. Ich habe gerne alles rechtzeitig vorbereitet und eben nicht auf den allerletzten Drücker. Das werde ich wohl auch nicht mehr ändern können. Nicht den „letzten Drücker“, sondern meine Unzufriedenheit damit. Nun denn… So bin ich in diesen frühen Morgenstunden dankbar für diese drei Sonntagslieblinge: 

  1. Maxim und Nadeschda haben einmal wieder einen unglaublichen Wachstumsschub hingelegt. Bei beiden haben wir die Kleiderschränke ausgemistet und aufgeräumt. Vieles musste wieder ausgetauscht werden. Langsam werden sie wirklich groß! Selbst unsere kleine und zierliche Nadeschda. Bei unseren vielen Einkäufen um Ostern – bei zehn Leuten im Haus und davon zwar fünf Kinder, die aber essen wie Erwachsene, musste entsprechend viel Nahrung herbeigeschafft werden – passierte es zwei Mal, dass jemand zu Nadeschda sagte: “ Kann die kleine Dame einmal Platz machen?“ Meine Tochter war mächtig sauer: „Mama, ich bin NICHT MEHR KLEIN!“ Recht hat sie! Und wie zur Bestätigung wog sie sich mit ihrer besten Freundin am Freitag Abend – Finja ist gefühlt deutlich größer, schwerer und kräftiger als Nadeschda. Die Zahlen sagte aber etwas anderes. Nur ein Kilo trennt die beiden Mädchen. Und der Kommentar meiner Tochter: „Siehst Du, ich bin wirklich nicht klein. Ich bin fast so schwer wie Finja. Ätsch!!!“
  2. Ein schlechtes Gewissen hatte ich, weil wir so wenig für die Schule in den Ferien geübt hatten. Die Pause bis weit nach Ostern kam mir viel zu lang vor. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass Nadeschda dennoch ihre 1 x 1 Reihen konnte, besser als zu Schulzeiten. Und Maxim scheint sich nun doch mit der deutschen Rechtschreibung endgültig anzufreunden beziehungsweise sie zu verinnerlichen. Wenn er ganz bei der Sache ist, dann macht er keinen einzigen Fehler. Das war sehr beruhigend. Anscheinend ist es manchmal doch gut, die Dinge einfach absacken zu lassen, sie sich im Inneren verankern zu lassen, um sie dann wieder hervorholen zu können, besser als zuvor.
  3. Die Kinder und ich haben unseren Garten nun endgültig hübsch und sommertauglich gemacht. Wir haben endlich unser Gemüsebeet bepflanzt, neben vielen Blumen und Kräutern. In diesem Jahr versuchen wir es einmal wieder mit Paprika, Gurken und Salat, nachdem uns im vergangenen Jahr die Rüben einfach in der Hitze und der Trockenheit – auch wenn wir fleißig gegossen hatten – , einfach vertrocknet waren. Wir ernteten nur noch verschrumpelte Minirüben. Nun sind wir gespannt, wie es sich in diesem Jahr entwickeln wird.

Morgen beginnt nun wieder die Schule. Auch hier werde ich auf den letzten Drücker heute Abend die Sachen packen. Denn nun feiern wir erst einmal die Heilige Kommunion der Kinder unserer Freunde. Habt einen wunderbaren ruhigen Sonntag. Das Wetter lädt ja eher zum Couchverweilen ein. Startet gut in die neue Woche, mit einem gelungenen Ferienende!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (135)

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Photo by Marco Ceschi on unsplash.com

Endlich sind sie da, die lang herbeigesehnten Ferien, die wir uns alle redlich verdient haben. Zwei Wochen durchatmen, ausschlafen, Ruhe tanken, Zeit Zuhause und auf Reisen genießen, lesen, spielen, Freunde sehen, und mal schauen, was sich noch so ergibt. Morgen fliegen Maxim und ich nun erst einmal für ein paar Tage nach Moskau. Wir sind gut vorbereitet. Und mindestens genauso gespannt auf all das, was uns dort erwarten wird, was die Eindrücke und Impulse dieser Stadt mit uns beiden machen werden. Doch vorerst bin ich heute dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Ich habe es tatsächlich geschafft, meine lange To Do Liste, die sich in den letzten Wochen aufgebauscht hatte, endlich vollständig abzuarbeiten. Einzig mein Fotobuch ist nicht fertig geworden. Aber vielleicht wird das ja noch in den dann verbleibenden Ferien.
  2. Beim Aufräumen und Ablage machen habe ich tatsächlich noch ein paar alte Arztrechnungen gefunden, die ich vergessen hatte, im vergangenen Jahr bei der Krankenkasse einzureichen. Die Rückzahlung bzw. kleine Finanzspritze wird meinem Konto gut tun. Und die Arbeit der Ablage hat sich auch noch bezahlt gemacht…
  3. Vor allem aber bin ich wieder einmal so unendlich dankbar für meine beiden Kinder, die mir das Schicksal geschenkt hat. Es ist schon unglaublich, was ich alles mit und von ihnen lernen darf. Neulich saß ich in einem ruhigen Moment in unserem Garten, also ich vom Laufen in den Feldern zurückkam und dachte bei mir: „Wie sich mein Leben doch in dem bald vergangenen Jahrzehnt, seitdem Maxim und Nadeschda bei uns sind, verändert hat. Nicht nur, dass ich Mutter geworden bin, und wir eine Familie. Mit ihnen habe ich mich auf einen völlig neuen Weg in meinem Leben begeben, auf dem ich inzwischen so viel bewegt habe. Ich habe eine zweite „Karriere“ als Lehrerin begonnen, habe ein Buch geschrieben und das zweite begonnen zu schreiben, ich belebe diesen Blog nun bald seit vier Jahren. Ich lerne Russland kennen und lieben, beschäftige mich mit den seelischen Nöten und Bedürfnissen von Kindern… das ist alles ganz schön viel, und ganz schön großartig.“

Habt einen erholsamen Sonntag, lasst die neue Woche gut beginnen und genießt die Ferien!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (132)

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Photo by Kelly Sikkema on unsplash.com

Diese Woche war geprägt von der Suche nach einer neuen Routine für mich, in der ich den Themen und Dingen, die mir wichtig sind, mehr Raum geben kann. Ich habe endlich wieder an meinem Buchprojekt arbeiten können und bin ein gutes Stück voran gekommen. Das tat gut. Langsam entspannt sich auch die Anzahl der Arzt- und Therapietermine, so dass auch die Nachmittage mit Maxim und Nadeschda etwas ruhiger verliefen und mehr Zeit zum Spielen und Sein blieb. So bin ich an diesem Sonntag Morgen für diese drei Sonntagslieblinge dankbar:

  1. Wahrer geschwisterlicher Zusammenhalt: Es stellte sich heraus, dass Maxim über Wochen vergessen hatte, zu Texten in seiner Lektüre-Epoche die passenden Bilder zu malen. So musste er von einem auf den anderen Tag ganze zwölf Bilder malen. Eigentlich war er an dem Nachmittag noch mit einem Freund verabredet. Ich hatte ihm gesagt, dass er erst die Verabredung wahrnehmen kann, wenn er die Bilder gemalt und die Polizeistation, die ohnehin schon seit Wochen nur noch in Bruch- und Einzelteilen in seinem Zimmer herumflog, aufgeräumt hatte. Als Nadeschda mit ihren eigenen Hausaufgaben und Üben schon fertig war, fragte sie ihren Bruder, ob sie ihm helfen könne. Das Bildermalen musste er schon selbst machen, aber meine Tochter räumte doch dann tatsächlich das Zimmer ihres großen Bruders auf….
  2. Kinderkomplimente: Auch wenn ich verflucht habe, mehr als geplant auch in dieser abgelaufenen Woche für erkrankte Kolleginnen einspringen zu müssen, ging mir doch das Herz auf, als fünf  Kinder am Freitag zu mir kamen und sagten: „Du bist wirklich die beste Lehrerin an dieser Schule!“
  3. Und auch für etwas mehr Selbstfürsorge blieb dennoch Zeit. Ich bin wieder Laufen gegangen. Ich nutze nun die Abendstunden und widme mich wieder meinem 100 Seiten-Lesen-Projekt. Zugegeben, ich habe etwas geschummelt, denn nach zwei russischen Romanen brauche ich mal etwas anderes: Harper Lee „Wer die Nachtigall stört“ als Graphic Novel, inspiriert von „Lesen… in vollen Zügen“.

Habt einen wunderbaren Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (131)

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Photo by Evan Wise on unsplash.com

Eigentlich wollte ich nicht schon wieder mit den Worten beginnen: „Erneut liegt eine volle und dichte Woche hinter uns…“ Aber irgendwie ist es so im Moment. Erst recht, wenn ich noch mehr arbeiten muss, als ich geplant hatte, da ich von erkrankten Kolleginnen Stunden übernehmen muss. So bleibt dann doch einiges auf der Strecke. Ich hoffe, das wird sich bald wieder ändern. Dennoch war es eine gute Woche, in der ich zumindest auch für mich ein paar Dinge erledigt habe: lang vor mir hergeschobene Arzttermine, um mich um meine eigene Gesundheit und mein Wohlbefinden zu kümmern, der Besuch auf dem russischen Konsulat, um lang aufgeschobene Formalitäten zu klären, Ausmisten von unliebsamen Ecken im Haus, die ich sonst hätte wegen Überfüllung schließen müssen und das ein oder andere mehr. So bin ich an diesem Sonntag dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Nach langen Odysseen bei unterschiedlichsten Ärzten wegen Maxim’s Kopfschmerzen waren wir in dieser Woche noch einmal bei zwei Kontrollen. Auch diese haben uns nicht wirklich weiter gebracht, außer, dass wir nun definitiv wissen, dass die Kopfschmerzen keine organischen Ursachen haben. Als der Kinderneurologe uns abschließend „nur“ Yogakurse für Kinder empfahl, musste ich doch ein wenig müde lächeln und beschloss nun endgültig, meinen bzw. unseren eigenen Weg weiter zu gehen. Für mich hat sich in den vergangenen Wochen bestätigt, dass Maxim’s Kopfschmerzen ihre Ursache in starker, zu starker Anspannung haben, die er einfach in für ihn belastenden Situationen sehr schnell erreicht. Für mich bleibt daher das einzige probate Mittel, meinen Sohn (auch therapeutisch) darin zu bestärken, zu lernen mit Stress und Anspannung anders umzugehen. Es bleibt einfach dabei, wir müssen mit unseren Kindern unseren eigenen Weg gehen. Und ich bin froh, dass ich an anderen Stellen immer wieder neue Impulse finde, die mich darin bestärken.
  2. Nadeschda lebt einmal wieder verstärkt ihre Anstrengungsvermeidung aus. Das tägliche Üben ist zuweilen eine große Herausforderung. Doch dann gibt es immer wieder diese kleinen Momente und Augenblicke, wo sie sich aus der Anstrengungsverweigerung befreien kann und tatsächlich auch Lernerfolge hat, und vor allem wo sie selbst sie sieht und wahrnimmt. Wie hat sie sich doch diebisch gefreut, dass sie nun endlich die 5er und die 6er Reihe des kleinen 1×1 kann! Ich hoffe, dass sie diese Momente bestärken, weiter zu kämpfen…
  3. Mit all den kranken Menschen um mich herum, bin ich heute dankbar, dass ich bis auf eine leichte Nasennebenhöhlenentzündung bisher verschont worden bin von härteren Infekten oder Krankheiten in diesem Jahr. Als ich dann noch die Beiträge von Sunnybee zu „Krank mit Kind?“ und Claire von mamastreikt zu „Unterhalt: Würde dann vom Amt kommen…“ gelesen habe, bekam „Gesundheit“ für mich noch einmal eine andere Dimension. Zum einen würde sicherlich mein Mann im Ernstfall einspringen, auch wenn dies in unserer Familienzeit bisher nur ein- oder zweimal vorkam, da ich sonst auch eher zu der Kategorie Mutter gehöre, die Infekte und Erkrankungen wegdrückt. Ich stehe also nicht ganz alleine da. Dafür kann ich durchaus dankbar sein. Zum anderen bin ich nicht nur dankbar, von größeren Erkrankungen in diesem Jahr bisher verschont zu sein, sondern auch grundsätzlich von größeren und kleineren Katastrophen. Möge das so weiter gehen…

Habt einen erholsamen Sonntag, einen guten Start in die neue Woche, und bleibt (oder werdet wieder) gesund!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (130)

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Danke an Pixabay

Eine kurze Alltagswoche liegt hinter uns. Dank der zwei Tage Schulfrei an Fasching vergingen diese letzten Tage wie im Flug. Geprägt von ganz normalem Alltag. Ohne große Höhe und Tiefen plätschert unser Leben so dahin. Der Alltag ist zwar dicht gedrängt, aber es tut gut, auf außergewöhnliche Amplitudenausschläge einmal zu verzichten. Und so bin ich an diesem Sonntag Morgen für diese drei Sonntagslieblinge dankbar:

  1. Am Mittwoch Mittag rief Nadeschda’s Lerntherapeutin an und sagte unseren Termin ab. Sie kränkelte leicht. Nicht dass ich dankbar war, für ihren Infekt, aber doch um so mehr für den so überraschend gewonnenen freien Nachmittag. Ohne große Unternehmungen, sondern einfach mit Spielen und Herumwurschteln im Haus, verbrachten wir diesen unverhofften Nachmittag ohne Zeitdruck und Termine.
  2. Im Ort unserer Schule habe ich einen wunderbaren Buchladen entdeckt, mit einer ganz engagierten Buchhändlerin. Seitdem ich weiß, dass ich bei ihr auch anrufen und telefonisch Bücher bestellen, und das auch noch bis 17:30h, kann und dann sind die Bücher am nächsten Morgen um 09:00h da, hat der Online-Bücherversand mich nahezu als Kundin verloren. Am Freitag war ich einmal wieder länger bei ihr im Laden und zusammen suchten wir nach Klassenlektüren für das kommende Schuljahr. Das war großartig, und wie gesagt, gestern morgen konnte ich mir dann schon meine Ansichtsexemplare abholen. Viel zu lang war dieser Service und dieses Erlebnis für mich in Vergessenheit geraten. Umso dankbarer bin ich heute für ihn.
  3. In Vorbereitung auf unsere Moskaureise folge ich ein paar ganz wunderbaren Russlandblogs, wie etwa auch Russia Beyond. Dank ihm und einem sehr unterhaltsamen Beitrag zum russischen Karneval und dem Feiern des Internationalen Weltfrauentages, erfuhr ich rechtzeitig, dass dies ein nationaler russischer Feiertag ist (der Weltfrauentag) und alle Behörden geschlossen haben. Ursprünglich wollte ich nämlich zum russischen Konsulat fahren, um noch ein paar Dinge für unseren Reise zu klären. Das habe ich dann auf kommende Woche verschoben. Aber schön finde ich dennoch auch bei dieser Gelegenheit, dass der Internationale Weltfrauentag bei den Russen ein nationaler Feiertag ist, wohingegen hier er mit Ausnahme von ein paar Blogbeiträgen kaum Beachtung findet.

Habt einen geruhsamen Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!