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1000 Fragen an mich selbst #15 – ein letztes Mal…

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Vielleicht für ein letztes Mal werde ich an dieser so wunderbaren Blogparade von Johanna von Pinkepank teilnehmen. Das Innehalten tut gut, doch fehlt mir dafür im Moment die Zeit. Schon in der vergangenen Woche habe ich es nicht geschafft, mich „pünktlich“ meinen Antworten zu widmen. Hinterherzuhängen bereitet mir kein gutes Gefühl. Und ich sollte mir keine zusätzlichen schlechten Gefühle bereiten bei Dingen, die mir eigentlich Spass machen sollten. Zudem bewegen mich andere Themen für meinen Blog, und auch dafür fehlt mir die Zeit. So muss ich Prioritäten setzen. Schließlich kommt auch ein wenig hinzu, dass manchmal die Fragen doch sehr persönlich sind. Gut für eine innere Reflexion, aber nicht geeignet, sie in das weltweite Orbit des Internets zu schicken. Vielleicht mache ich weiter mit, im Stillen für mich. Doch das weiß ich noch nicht. Somit hier erst einmal meine vorerst letzten Antworten zu den 20 Fragen, die dann die ersten 300 Antworten auf „1000 Fragen an mich selbst“ voll machen.

281:  Malst du oft den Teufel an die Wand? Mein Mann sagt ja, ich glaube eher nein.

282: Was schiebst du zu häufig auf? Sport machen und laufen gehen.

283: Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen? Auf der einen Seite schon, es sind genauso würdevolle Lebewesen, die es gilt zu achten. Doch müsste ich mich in einer Krisensituation entscheiden, wäre der Mensch mir wichtiger.

284: Bist du dir deiner selbst bewusst? Ja, manchmal sogar zu sehr.

285: Was war ein unvergesslicher Tag für dich? Der Tag, an dem ich Mutter wurde, und wir Maxim und Nadeschda aus dem Kinderheim in Russland abgeholt haben.

286: Was wagst du dir nicht einzugestehen? Wenn ich mir selbst eingesehen würde, von dem ich nicht wüsste, was es sein könnte, so würde ich es bestimmt hier nicht teilen.

287: Bei welcher Filmszene musst du weinen? Meist sind es Filmszenen, die mich persönlich berühren, weil sie mich an Begebenheiten in meinem eigenen Leben erinnern. So gab es einige Szenen im Film „Wunschkinder“ , in denen mir die Tränen kamen, da die Geschichte so sehr der unseren ähnelt. Aber auch erst vor kurzem, als wir mit Maxim und Nadeschda in „Jim Knopf“ waren, habe ich eine Träne verdrückt, als sie Jim Knopf aus dem Paket auspacken.

288: Welche gute Idee hattest du zuletzt? Nach meiner Ausbildung nicht gleich eine volle neue Stelle anzunehmen, sondern vielleicht auch die Zeit zu nutzen, ein neues Buch zu schreiben. Ob die Idee tatsächlich gut ist, wird sich zeigen.

289: Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen? Mmmh, da muss ich erst einmal drüber nachdenken….

290: Verzeihst du anderen Menschen leicht? Das hatten wir doch schon mal…(Frage 69)

291: Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr? Jogginghosen bügeln.

292: Was hoffst du, nie mehr zu erleben? Auch die Frage kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich habe jetzt aber keine Lust 280 Antworten noch einmal zu durchsuchen. 😉 Im Moment würde ich sagen, dass ich weder die Fürsorge für eine bösartige Mutter noch den Erbstreit mit meiner Stiefmutter noch einmal erleben möchte.

293: Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“? Ja, inzwischen schon. Manchmal ist es besser, weniger zu wissen. Das liegt aber auch daran, dass ich im schulischen Umfeld zum Beispiel eher zu viel weiß und mitbekomme. Da würde ich manches gerne nicht wissen.

294: Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer? Das kommt darauf an. Sicherlich ist mir die Meinung meines Mannes und enger Freunde und Freundinnen wichtig. Oft ist es eine Bestätigung meiner eigene inneren Stimme, die in bestimmten Situationen vielleicht noch etwas unsicher ist. Doch bei allen anderen entfernteren Aussenstehenden ist mir die Meinung eher unwichtig.

295: Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer? Nur für die Zukunft wage ich zu träumen, was in der Vergangenheit war, kann ich eh nicht mehr ändern.

296: Nimmst du eine Konfrontation leicht an? Nein, ich gehe ihnen lieber aus dem Weg, oder finde für mich alleine eine Lösung.

297: In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter? Ich hoffe, in allen.

298: Wo bist du am liebsten? Gerade im Moment mit meinen Kindern in unserem Garten. Doch mein liebster Ort ist die Bank am See am Haus meiner Ersatzmutter in den USA.

299: Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet? Das kommt darauf an…

300: Was ist dein Lieblingsdessert? Käse. Und am liebsten Schweizer Käse. Die können das meiner Meinung nach besser als die Franzosen…

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1000 Fragen an mich selbst #14

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Die Ferien sind vorbei, der Alltag steht wieder vor der Türe. Doch bevor ich mich wieder meiner Portfolioarbeit widme, die ich bis zur kommenden Woche abgeschlossen haben muss, gibt es zum Wochenbeginn die nächste Runde der „1.000 Fragen an Dich selbst“, der spannenden Blogparade von Johanna von Pinkepank. Heute geht es viel um Fehler, die eigenen und die der anderen, Gemütszustände, Autoritäten, Zusammenarbeit im Team und noch so das ein oder andere. Doch lest selbst.

261. Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten? Kinder und Erziehung. Gute Bücher. Und manchmal auch die Beziehung.

262. Kannst du leicht Fehler eingestehen? Geht so.

263. Was möchtest du nie mehr tun? Mich um den Scherbenhaufen meiner Eltern kümmern. Oder grundsätzlich die Fehler anderer, die aufgrund von niederen Motivationen entstanden sind und in letzter Konsequenz einfach dumm waren, ausbügeln.

264. Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise? Am liebsten gelassen, doch in den letzten Wochen leider eher sehr angespannt.

265. Sagst du immer die Wahrheit? Ja. Ich sage vielleicht nicht immer alles, aber das, was ich sage, entspricht der Wahrheit.

266. Was bedeutet Musik für dich? Das ist spannend. Früher lief hier zuhause oft Musik. Seitdem die Kinder da sind, hören wir nur noch selten Musik – zu viel Ablenkung und zu viele Reize. Doch wenn ich wütend bin oder genau im Gegenteil, dann halte ich es inzwischen mit Herbert Grönemeyer „Sie mag Musik, nur wenn sie laut ist…“

267. Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht? Nein, noch nie. Meine waren immer echt. Ich bin eine sehr schlechte Schauspielerin.

268. Arbeitest du gern im Team oder lieber allein? Eigentlich alleine. Nicht umsonst konnte und kann ich das selbstständige Texten alleine so gut aushalten. Da kann ich mein eigenes  Tempo bestimmen. Doch manchmal schätze ich auch den Austausch im Team. Bei meiner Seminararbeit hätte ich mir manchmal den Austausch gewünscht, doch der kam nicht zustande, und so habe ich dann lieber die Energie in die eigenständige Arbeit gesteckt.

269. Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht? Das ist dann doch zu privat.

270. Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht? Diese Frage verstehe ich nicht…Ich bin gespannt, was die anderen antworten werden….

271. Denkst du intensiv genug über das Leben nach? Oh ja, manchmal vielleicht sogar zu viel.

272. Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher? Ja, es gibt so Menschen, die Knöpfchen bei mir drücken. Die Knöpfchen der Gefühle der Unzulänglichkeit. Meine Stiefmutter war so ein Mensch. Egal wie, ich fühlte mich immer unsicher und ein wenig wie das hässliche Entlein. Doch irgendwann habe ich mich daraus befreit. Mittlerweile tritt dieser Zustand immer seltener auf. Vielleicht hat das etwas mit meinen Lebenserfahrungen zu tun und bewusst meinen eigenen Weg zu gehen.

273. Bist du autoritätsgläubig? Das kommt darauf an. Wenn jemand ein gutes Vorbild ist, und ich ihn für sein Wissen, seine Erfahrung, seinen Charakter und seine Lebensführung bewundern kann, dann wohlmöglich schon – mit einer gewissen kritischen Distanz. Aber nur weil jemand Glück hatte und deshalb einen Posten oder eine Funktion bekleidet, ist er oder sie noch lange keine Autorität für mich, und erst recht keine, an die ich glauben würde.

274. Bist du gern allein? Ja. Immer schon.

275. Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt? Früher meine Malerei. In den letzten Jahren mein Schreiben und meine Ausbildung.

276. Welchen guten Zweck förderst du? Nicht konkret einen Verein, auch wenn ich mich in der Kirchengemeinde, bei einer Jugendorganisation und letztendlich in der Schule meiner Kinder engagiere. Letztlich liegt mir aber vor allem das Wohl bedürftiger Kinder am Herzen. Und hier unterstütze ich lokal mit Spenden jeglicher Art.

277. Wie sieht dein Traumhaus aus? Ich wohne eigentlich drin …. – Doch wenn ich nochmal anfangen müsste (und dürfte) mit unbegrenzten finanziellen Mitteln, dann wäre es eine Villa aus der Gründerzeit, außen mit einem riesigen verwunschenen Garten, innen kernsaniert, mit alten Dielenböden, großen Fenstern, die Bäder in Weiß, grau und türkis. Und einer offenen Küche zu Wohn- und Esszimmer in komplett orange….

278. Machst du leicht Versprechungen? Ich sage zu schnell „ja“, und zu langsam „nein“. Aber ich mache keine falschen Versprechungen.

279. Wie weit gehst du für Geld? Nur so weit, dass Aufwand und Nutzen in einem gesunden Verhältnis stehen.

280. Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist? Ich bin hartnäckig, aber bisher noch nie zu meinem eigenen Nachteil. Meine Mitarbeiter früher haben mich gehasst für meinen Satz: „Geht doch.“, wenn dann doch etwas funktioniert hat, was vorher aussichtslos schien. Aber ein „Geht nicht.“ war bei mir immer ein „Gibt es nicht.“ Und natürlich ging es dann doch irgendwann. Ob das Eigensinn ist, weiß ich nicht. Und wenn ja, dann war er nie zu meinem Nachteil.

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1000 Fragen an mich selbst #13

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Pünktlich nach Ostern, halte ich an meiner Routine fest: Hier kommen wieder zum Wochenbeginn die nächsten 20 Antworten auf „1000 Fragen an mich selbst“, der manchmal doch auch herausfordernden Blogparade von Johanna von Pinkepank. Aber wie sie neulich schrieb, ein wenig kommt langsam in Bewegung. Und wenn es erst einmal in einem ersten Schritt das Trennen von Altlasten ist, die wie auch immer gelagert sind. In meinem Falle spannt sich hier der Bogen von Ablage machen und Kinderklamotten ausmisten bis hin zu einem erneuten Überdenken meiner Fürsorgerolle gegenüber meiner Mutter. In den heutigen Fragen geht es einmal wieder um Arbeit, Berufungen, Fähigkeiten,Vergangenes und Zukünftiges.

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen? Ja, meine Kinder sicher und wohlbehalten in ihr eigenes Leben zu begleiten.

242. Bist du nach etwas süchtig? Nein, nicht wirklich.

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt? Der meiner Schwiegermutter und der meines Ersatz-Vaters in den USA.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten? Lustig, dazu gab es vor etlicher Zeit mal eine Blogparade „If you were a book, who would read you?“ Doch einen konkrete Titel habe ich noch nicht. Der entwickelt sich dann mit der Geschichte.

245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest? Ich habe es fast geschafft.

246. Wann muss man eine Beziehung beenden? Rechtzeitig bevor nur noch negative Gefühle und tiefste Verletzungen übrig bleiben.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit? Ziemlich wichtig. Doch meine Kinder gehen bei allem voran.

248. Was würdest du gern gut beherrschen? Ich würde gerne Russisch sprechen können. Ich hatte ein wenig einmal beherrscht, doch in den vergangenen Jahren wieder vergessen. Nun steht so langsam an, dass wir in den kommenden Jahren sicherlich in das Herkunftsland meiner Kinder reisen werden. Spätestens, wenn ich mein Projekt der Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn realisiere, brauche ich gute Russisch-Kenntnisse. Es wird wohl Zeit, dass ich damit einmal anfange…

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht? Nein. In meiner Herkunftsfamilie drehte sich alles nur um Geld, und es hat die Charaktere meiner beiden Eltern verdorben.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden? Ja, jeden Tag von Neuem.

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut? In keiner so wirklich. Aber ich treibe Sport, weil ich mich beweglich und fit halten will, um möglichst lange noch für meine Kinder so da zu sein wie heute.

252. Heuchelst du häufig Interesse? Nein, nie.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen? Geht so, mein Mann ist da besser.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste? Meinen Kindern.

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst? Nichts.

256. Kannst du dich gut ablenken? Ja, mit viel Arbeit kann ich mich gut ablenken. Da gehe ich dann in meinen Orga-Modus und blende alles andere aus.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten? Jeans und Rollkragen-Pullover.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde? Dass meine bösartige Mutter mal als Pflegefall auf der Matte steht.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören? Ja, einmal im Monat schon…

260. Wer nervt dich gelegentlich? Die Krankenkasse meiner Mutter, die so langsam arbeitet und so umständlich ist.

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#bestofElternblogs im April

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Die liebe Anja von der Kellerbande  hat wieder aufgerufen, den meist gelesenen Post des vergangenen Monats zu benennen und zu teilen. Das mache ich diesmal wieder ganz besonders gerne, wenn auch wegen Ostern einen Tag später. Denn im März war es ein Beitrag, in dem ich mir einfach mal Luft machen musste und mich über die Haltung von so manchem, der Carearbeit, Fürsorgearbeit Zuhause, vor allem für Kinder, nicht ernst nimmt. Mir lag dieser Beitrag sehr am Herzen, und um so mehr habe ich mich gefreut, dass er so ungewöhnlich häufig auch gelesen wurde. Im März wurde von Euch „Mein Couch-Vormittag – Ironie und Realität der Fürsorgearbeit“ von Euch am meisten gelesen, in dem ich erzähle, was ich alles an einem Vormittag tue. Und ich mich eben nicht mit Freundinnen treffe, um vor lauter Langeweile Prosecco zu nippen….

Habt Dank fürs Lesen, Liken und Kommentieren, und ein besonderer Dank geht an Claire von mamastreikt, die mir den Impuls zu diesem Beitrag gab.

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1000 Fragen an mich selbst #12

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Photo by Milada Vigerova on unsplash.com

Die Ferien sind da. Ostern steht vor der Tür. Und dennoch Zeit, einen Moment innezuhalten und mich den nächsten Fragen zu „1000 Fragen an mich selbst“, der spannenden Blogparade von Johanna von Pinkepank zu widmen. Diesmal waren ein paar harte Brocken dabei: Glück, Ängste, in die Zukunft schauen, die letzten Minuten im Leben… Da musste ich an der ein oder anderen Stelle schlucken. Doch wie immer hat es Spass gemacht und neue Impulse an deren oder anderen Stelle gesetzt. Doch lest selbst…..

221. Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick? Nicht wirklich denke ich, aber dennoch glaube ich, dass es irgendetwas gibt, so einen ersten Impuls, in dem man denkt: “Mmmhh, diese Person möchte ich näher kennenlernen.“ Und dann entwickelt sich etwas, oder eben auch nicht.

222. Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause? Nein, viel zu wenig.

223. Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen? Ja, und es hätte mir vielleicht ungeahnte Möglichkeiten in meinem Leben eröffnet. Mein Leben wäre ein anderes geworden. Es war ein Mann, der am anderen Ende der Welt lebte. Doch ich habe gekniffen. Vielleicht war es gut so. Denn anstatt dieser flüchtigen Liebe hinterherzureisen, bin ich hier geblieben und habe meinen Mann kennengelernt.

224. Steckst du Menschen in Schubladen? Nein.

225. Welches Geräusch magst du? Das Vogelgezwitscher in den frühen Morgenstunden.

226. Wann warst du am glücklichsten? An dem Tag, an dem ich Mutter wurde.

227. Mit wem bist du gern zusammen? Mit meinen Kindern und meinem Mann.

228. Willst du immer alles erklären? Ja, vor allem bei meinen Kindern. Doch lerne ich, dass es in manchen oder auch vielen Situation gar nicht darum geht etwas zu verstehen, sondern einfach einmal die Emotionen rauszulassen, ohne irgendwelche Erklärungen.

229. Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden? Als ich am Freitag Abend den Beginn der „Odyssee“ im griechischen Original vorlesen sollte.

230. Was war deine größte Jugendsünde? Auf einem Fährschiff nach England mit 15 zum ersten Mal heimlich zu rauchen.

231. Was willst du einfach nicht einsehen? Wie man sich so gehen lassen kann, wie meine Mutter es gerade im Moment tut. Leiden, um des Leidens willen und zu faul zu sein, das Leiden abzustellen. Das will ich einfach nicht nachvollziehen.

232. Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig? Meine Ersatzmutter in den USA erzählt jedes Mal, wenn wir dort sind, immer gerne wieder, wie sehr ich als Jugendliche Gartenarbeit gehasst habe und mich immer wieder beschwert habe: „You make me do slave-work.“

233. Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben? Jeden Tag, der schön und erfüllt war. Davon gibt es im Moment nicht so viele. Ich hoffe, aber, dass sie nun bald mit dem Frühling wiederkehren.

234. Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld? Weder noch, wenn ich so darüber nachdenke. Denn weder mehr Geld noch mehr Zeit würden meine aktuellen Belastungen lösen. Ich glaube auch, dass die Zeit die ich habe im Grunde ausreichend ist, nur müsste ich lernen und mich durchsetzen, um sie in Teilen anders zu nutzen.

235. Würdest du gern in die Zukunft schauen können? Ja, mit Blick auf meine Kinder schon. Es würde mich beruhigen, zu wissen sehen, dass alles gut wird. Doch auf der anderen Seite stellt sich die Frage, was passiert, wenn die Zukunft mir kein gutes bIld zeigt? Ach, vielleicht ist es besser nicht zu wissen, was die Zukunft für einen parat hält.

236. Kannst du gut deine Grenzen definieren? Nein, dies ist meine wunde Stelle.

237. Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten? Nein, nicht wirklich.

238. Hast du einen Tick? Mein Mann würde sagen, ich hab einen Putzfimmel und muss bei jedem Staubkorn schon zum Staubsauger greifen. Ich halte es für mein ganz natürliches Bedürfnis, meine Umgebung um mich herum einfach schön zu haben.

239. Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme? Weder noch. Für mich ist es eine Haltung.

240. Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen? Mit meinen Kindern und meinem Mann.

Mehr meiner Antworten auf “ 1.000 Fragen an mich selbst“ findet Ihr hier, hier und hier zum Beispiel….

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1000 Fragen an mich selbst #11

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Montag, eine neue Woche beginnt und bevor ich mich gleich wieder mit meiner Seminararbeit beschäftige, gibt es zum Wochenbeginn die nächsten Runde der „1.000 Fragen an Dich selbst“, der spannenden Blogparade von Johanna von Pinkepank. Heute geht es Freundschaften, Glück, das Erbe der Eltern, Streit und mögliche Geheimnisse…

201. Wie gut kennst du deine Nachbarn? Die einen zu gut, nämlich aktuell meine Mutter und mein Bruder. Mit den anderen hatten wir in unserer kinderlosen Zeit gelegentlich Kontakt, doch nun sind unsere Lebensstile zu unterschiedlich – ich brauche einfach meinen Schlaf und kann nicht mehr die Nacht zum Tage machen, und wiederum die Nachbarn gegenüber kenne ich kaum.

202. Hast du oft Glück? Grundsätzlich wahrscheinlich schon – auch wenn die Frage im Moment etwas absurd auf mich wirkt. Aber dennoch, sicherlich habe ich oft ein „glückliches Händchen“, wie man so schön sagt. Im großen und ganzen hat das Leben und das Schicksal es doch sehr gut mit mir gemeint.

203. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten? Irgendwie unterscheiden sich alle engen Freundinnen von mir, jede auf ihre Art. Und genauso verbinden uns unterschiedliche Gemeinsamkeiten. Diese Mischung macht ja den Reiz einer Freundschaft aus. Wenn die Unterschiede zu groß werden, fehlt in meinen Augen die Basis für eine gemeinsame Freundschaft.

204. Was machst du anders als deine Eltern? Oh, dafür reicht der Platz hier kaum aus. Das wäre mal einen eigenen Post wert. Ich glaube der entscheidendste Unterschied ist, dass ich meine Kinder bedingungslos liebe und keine Erwartungen an sie habe.

205. Was gibt dir neue Energie? Laufen, Lesen, Langeweile.

206. Warst du in der Pubertät glücklich? Nein. Ich habe still gelitten.

207. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht? Als wir im vergangenen Frühjahr aus den USA zurückgeflogen sind. Trotz Business Class konnte ich nicht schlafen, sondern habe gelesen.

208. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen? Mit Texten, die mir durch den Kopf gehen.

209. Blickst du dich oft um? Nein. Für mich gibt es kein Zurück, ich schaue nur nach vorne.

210. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich? Das variiert von Umfeld zu Umfeld, in dem ich mich bewege. In der Schule von Maxim und Nadeschda weiß niemand, dass ich diesen Blog habe. In der Akademie weiß niemand, dass Maxim und Nadeschda adoptiert sind. Meine Freundinnen wissen nicht immer alles aus meinem Alltag. Und je nachdem, wann sie in mein Leben getreten sind, wissen sie auch nicht alles aus meiner Vergangenheit. Es gibt also nicht wirklich die eine Tatsache, die niemand über mich weiß.

211. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit? Über das Aufräumen. „Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann….“ Nein, ganz so ist es nicht. Nur ist Richard’s Toleranz, was herumliegende Dinge angeht, nur so unendlich viel größer als meine.

212. Worauf freust du dich jeden Tag? Auf meine Kinder.

213. Welche Freundschaft von früher fehlt dir? Keine. Wenn sie heute nicht mehr da ist, dann passt sie auch nicht mehr zu mir und meinem Leben.

214. Wie gehst du mit Stress um? „Augen zu und durch.“ Ein wenig mehr Achtsamkeit würde mir aber sicherlich gut bekommen.

215. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist? Nein. Warum sollte ich mich verstellen?

216. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater? Ich bin fast so früh grau geworden wie er.

217. Kann man Glück erzwingen? Nein. Aber wo ein Wille ist, ist ein Weg.

218. Welcher Streittyp bist du? Früher stumm und schweigend. Doch zunehmend werde ich auch laut. Und Türen schlagen hat manchmal etwas sehr befreiendes.

219. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter? Nein, erst nach dem ersten Kaffee.

220. Wie klingt dein Lachen? Das fällt mir schwer, im Moment zu beantworten. Der Klang ist zur Zeit zu wenig präsent. So richtig laut und von Herzen habe ich in den Wochen nicht gelacht.

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Mein „Couch-Vormittag“ – Ironie und Realität der Fürsorgearbeit

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Zum Weltfrauentag hatte die wundere Claire von Mama streikt wieder einmal zum Netzprotest zu #craearbeitmusssichtbarwerden aufgerufen. Zu Recht! Vor allem ein Zitat hat mich nachhaltig beschäftigt, dass es mich zu einem weiteren Beitrag inspiriert hat: „Ich bezahle doch einer Mutter eines gesunden 9-Jährigen nicht ihre Couch-Vormittage.“ hatte ein männlicher User Claire geschrieben. Mmhhh, Couch-Vormittage sind durchaus etwas Wunderbares. Morgens wenn die Kinder das Haus Richtung Schule verlassen haben, der Mann sicher beschäftigt ist im weit entfernten Büro, dann lässt es sich doch wunderbar auf dem Sofa ausruhen, die Nägel lackieren, ein nettes Buch oder eine nette Frauenzeitschrift lesen, vielleicht einmal mit einer lieben Freundin, die gerade genauso auf der Couch chillt, telefonieren. Über Stunden bis es dann Zeit ist, dass die lieben Kinder wieder aus der Schule kommen. Und auch dann muss frau ja nicht wirklich die Couch verlassen, denn die Kinder sind ja schon so groß, dass sie die Hausaufgaben alleine machen und dann auch noch den Müll rausbringen, die Spülmaschine ausräumen, die Wäsche zusammenlegen und das Abendessen vorbereiten. Herrlich! Was für ein Leben! – Doch irgendetwas stimmt nicht an diesem Bild. Warum muss ich an Fernsehserien wie „Vorstadtweiber“ denken, wo die Damen tatsächlich ihre Vormittage – neben vielem anderen – Proseccoschlürfenderweise verbringen. Aber das wirkliche Leben sieht anders aus. So wie etwa meines zu Beginn der Woche – und im übrigen irgendwie jeden Tag:

06:00h Mühsam quäle ich mich aus dem Bett. Die Nacht war wieder kurz und unruhig. Nadeschda schläft einmal wieder bei uns im Bett. Nach einem Kaffee packe ich Brotdosen für die Schule, räume die Küche auf, schmeiße die Waschmaschine an und gehe duschen.

06:30h Ich wecke Maxim und Nadeschda, ziehe sie an, schaue, dass ihre Ranzen gepackt sind, mache Frühstück.

07:25h Die Kinder und Richard verlassen das Haus. Ich räume die Überreste des Wochenendes auf, sauge und wische im Erdgeschoss. Danach mache ich mich zu Ende fertig.

08:15h Ich sitze am Schreibtisch, lese und ergänze den neuen Mietvertrag meiner Mutter, drucke ihren Versicherungsantrag aus, schreibe ihren Wochenplan mit allen Arzt- und Therapieterminen, mache ihre Finanzübersicht, gucke, ob die Krankenkasse endlich die Rechnungen erstattet hat, überleg noch, wann wir ein neues Bett kaufen können, recherchiere, wie und wo sie einen Schwerbehindertenausweis bekommt. Über meinen Hausarzt organisiere ich ihr ein Rezept für ein Medikament, das sie vermeintlich „dringend“ braucht.

09:15h Bei meiner Mutter bin ich 10 Minuten zu spät. Eigentlich hätte sie schon angezogen sein müssen, da wir eventuell zum Arzt hätten gehen müssen. Doch sie steht immer noch im Bademantel Kaffeetrinkenderweise in ihrem Zimmer. Sie schaut mich an mit den Worten: „Was willst Du hier?“ Sie hat vergessen, dass wir zum Arzt wollten und dass sie ein paar Dinge unterschreiben muss. Ganz Anstrengungsverweigerin  fragt sie, ob sie nicht später die Dinge unterschreiben kann. Das Schreiben fällt ihr seit dem Schlaganfall schwer. Ihre Unterschrift üben, wie sie soll, tut sie nicht. Ich verneine, denn später habe ich keine Zeit und sie wird dann schlafen oder spazierengehen, oder was auch immer tun. Widerwillig setzt sich meine Mutter hin, geht mit mir die Papiere durch und unterschreibt. Beim Wochenplan, in den ich auch ihre täglichen Übungen geschrieben habe, wird sie noch missmutiger: „Da habe ich keine Lust zu.“ Als sie dann ihren geballten Unmut über ihre neue Wohnung entlädt und wir auf ihren alten Vermieter kommen, dessen Nachzahlungsforderungen ich bezahlt habe, denn Mietrückstände muss man in Deutschland einfach bezahlen, knallt es. Sich mit alten Vermietern zu streiten, steht jetzt einfach nicht auf der Agenda, weder auf meiner – denn ich habe keine Zeit dafür mich um 50,00 EUR zu streiten- , und vor allem nicht auf der Agenda meiner Mutter. Sie muss gucken, dass sie fit wird, um einigermaßen alleine zu leben. Das will sie ja eigentlich auch. Doch die Übungen des Physiotherapeuten macht sie nicht, Schreiben übt sie nicht und Gedächtnistraining macht sie schon mal gar nicht. Stattdessen sitzt sie lieber vorm Fernseher. Aber dafür braucht man ja mindestens eine 100qm Wohnung….(????) Nun ja, am Ende verlasse ich als böse Tochter mit knallender Tür und Tor (- Ach, es ist einfach großartig, dass wir an unserem Haus gegenüber so ein riesiges schmiedeeisernes Tor haben, dass so richtig laut scheppert, so richtig laut, dass es die ganze Straße hört, wenn man es mit voller Wucht zuknallt. – ) das Gelände.

10:30h Ich schicke Krankenhausrechnungen meiner Mutter an die Krankenkasse, fahre zum Arzt, hole besagtes Rezept ab, gehe in die Apotheke und bestelle das Medikament, das meine Mutter ja so dringend braucht.

11:20h Wieder Zuhause schreibe ich noch einen Post für meinen Blog und stelle einen zweiten online. Mittlerweile schmeiße ich auch die dritte Ladung Wäsche in die Waschmaschine und lege die erste von heute morgen, die inzwischen im Trockner war zusammen.

12:30h Ich gehe wieder zu meiner Mutter. Ich repariere ihre Brille, worum sie mich heute morgen gebeten hatte und sage ihr, dass das Medikament heute nachmittag kommt. Spazieren war sie nicht. Stattdessen hatte sie sich, wie die Pflegerin mir sagte, ins Bett gelegt. Beleidigt. Ist ja klar. Ich lasse meine Mutter in ihrem Bett und gehe wieder. Wichtigere Menschen brauchen mich jetzt: Ich hole Maxim und Nadeschda von der Schule ab.

Nach meinem „Vormittag auf der Couch“ folgt nun ein Nachmittag so wie wir ihn immer verbringen: Hausaufgaben machen, Üben, Instrumente spielen, zwischendrin ein wenig Hausarbeit (Waschmaschine Nr. 2 ist zum Zusammenlegen bereit). Und dann geht es auch schon zum Sport für Maxim und Nadeschda. Auf dem Weg fahren wir noch einmal zur Apotheke, holen das Medikament für meine Mutter ab und kaufen Wasser für sie. Ist ja wichtig, sie muss ja viel trinken. Um halb sieben wieder Zuhause, koche ich Abendessen, dann bringe ich meine wunderbaren Kinder ins Bett, wir lesen „Jim Knopf“ weiter, ich genieße Nadeschda’s Lachen und Maxim’s Wärme, der sich schon verschlafen an mich kuschelt. Beim Einschlafen sagt Nadeschda – wieder in unserem Bett -: „Mama, ich brauche Deine Hand, damit ich etwas Schönes träume.“ Als ich sie ruhig atmen höre, stehe ich auf, gehe runter, lege Waschmaschinenladung Nr.3 zusammen. Mittlerweile ist es 20:30h. Ich bin seit 06:00h ohne Pause für die Familie in Fürsorge tätig. Das sind über 14 Stunden. Nur mal so. Ich kann dankbar sein, dass Richard währenddessen auf Nadeschda’s Elternabend sitzt. Beim Wäsche zusammenlegen kommt mir das Zitat aus Claire’s Beitrag wieder in den Sinn und anstatt mein Buch – „Into the Magic Shop“ von James R. Dotty – weiterzulesen, setze ich mich an den Rechner und schreibe diesen Post.

Die Realität einer Mutter sieht anders aus, als das gemeine Bild ist. Der Haushalt macht sich nicht von allein, das hatten wir ja auch schon mal anderer Stelle , die Kinder werden eben nicht von alleine groß und wenn dann auch noch ein zu pflegender Elternteil dazukommt, dann ist es gänzlich vorbei mit der Möglichkeit zu Arbeiten, geschweige denn einen Vormittag auf der Couch zu verbringen. Ich kann dankbar sein, dass ich nicht arbeiten muss, doch wäre meine Mutter nicht da, so hätte ich dies in der Zeit getan, oder für meine Ausbildung gearbeitet, die mir die Möglichkeit gibt, wieder in geregelten Verhältnissen mehr Geld zu verdienen.

Den Männern da draußen, die wirklich glauben, wir würden einen Vormittag auf der Couch verbringen, denen empfehle ich, mal einen Vormittag mit einer Mutter „eines gesunden 9jährigen“ zu tauschen, anstatt „Vorstadtweiber“ abends zu schauen. Das reale Leben ist meist erhellender als jede Spätabendserie….