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1000 Fragen an dich selbst – #6

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Bevor Maxim, Nadeschda und ich uns gleich in den Faschingstrubel stürzen und seit langem einmal wieder auf einen Faschingsumzug gehen, gibt es hier die nächsten 20 der „1.000 Fragen an Dich selbst“, der wunderbaren Blogparade von Johanna von Pinkepank. Diesmal geht es um Charaktereigenschaften, Lieblingsfarben, Abgeschlossenes und Nicht-Abgeschlossenes im Leben. Doch lest selbst….

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu? Mmmh, da müsste ich erste einmal nachlesen, welche Charaktereigenschaften meinem Sternbild zugeordnet werden.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank? Schwarz und Orange.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus? Ja, meistens. Ich mache eher zu viel als zu wenig.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig? Zur Zeit gar keine. Das wäre eher eine Frage für meinen Mann. Der ist ein absoluter Serienjunkie.

105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben? Das kann ich gar nicht sagen, da ich zu früh das Kindsein ablegen musste.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten? Nein.

107. Wer kennt dich am besten? Mein Mann.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten? Bügeln. Das ist für mich Höchststrafe. Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind immer die Taschentücher meines Vaters und die Servietten bügeln musste, wenn unsere Haushälterin im Urlaub war. Da sie Griechin war, und im Sommer sechs Wochen in Griechenland, bestanden meine Sommer aus Bügeln…Deshalb war es Bedingung, als Richard und ich zusammenzogen, dass er sich selbst um seine Hemden kümmert. Meine Kinder und ich haben nahezu nur Bügelfreie Klamotten.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht? Ja. Aber immer weniger. Ich habe über die Jahre gelernt, möglichst nichts mehr von anderen zu erwarten. Dann kann ich nur positiv überrascht werden.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus? Freier Tag, was ist das? Das ist im Moment schwer zu beantworten. Ich genieße Tage, an denen wir keine Termine haben, einfach Zuhause sind, dort Dinge erledigen, spielen, lesen, basteln, …

111. Bist du stolz auf dich? In manchen Momenten schon.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du? Ich glaube, Talente sind nie nutzlos.

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast? Vielleicht die Beziehung zu meinen Eltern. Nicht umsonst geistert in meinem Kopf eine Buchidee, in der die Beziehung zu meinem Vater eine Rolle spielt. Und in der Situation mit meiner Mutter stellt sich ebenso noch einmal die Frage nach meiner Beziehung und Haltung zu ihr.

114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol? Weil es mir schmeckt.

115. Welche Sachen machen dich froh? Meine Kinder. Es wurde aber nach „Sachen“ gefragt. Das wären dann Blumen, Bücher und bunte Bilder.

116. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut? Ja, sind aber gerade keine da.

117. Welches Wort sagst du zu häufig? „So…“ – sollte man eigentlich nicht so oft sagen, und ich versuche es mir abzugewöhnen. Deshalb fällt mir wahrscheinlich auch auf, dass ich dieses Wort so oft benutze.

118. Stehst du gern im Mittelpunkt? Nein.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen? Sport und Lesen. Und gerade in den letzten Wochen mehr Zeit für meine Kinder.

120. Sind Menschen von Natur aus gut? Manche ja, manche nein. Man sagt ja immer, dass alle Menschen mit reinem Herzen auf die Welt kommen und dass sie erst im Leben zu dem gemacht werden, was sie dann sind. Mir begegnen dennoch immer wieder Kinder, die irgendwie einen Schatten auf ihrer Seele tragen, der sie „böse“ sein lässt. Manchmal glaube ich, dass sie schon mit einem „Päckchen“ aus ihrem vorangegangenen Leben auf die Erde gekommen sind.

Mehr meiner Antworten zu „1. 000 Fragen an Dich selbst“ kannst Du zum Beispiel hier lesen oder auch hier.

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24 Stunden Alltagswahn mit krankem Kind und kranker Mutter

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Photo by Christy Ash on unsplash.com

05:30h Mein Wecker klingelt. Heute muss ich Maxim morgens in die Schule fahren, denn Richard geht mit Nadeschda zum Orthopäden. Ihr tut seit einiger Zeit die Schulter weh. Noch ist es ein wenig Lotto spielen. Denn Maxim war am Vortag mit einer Augenentzündung krank zuhause.

06:15h Die Brotdosen sind gepackt, ich bin geduscht und wecke meine Kinder. Nadeschda ist sehr verschlafen und lässt sich einmal wieder von mir im Bett anziehen. Auch sie ist erkältet, doch bisher hält sie sich tapfer. Maxim ist immer noch angeschlagen. Sein Auge ist trotz Augentropfen immer noch verklebt. Er wird also noch einmal einen Tag Zuhause bleiben. Nachdem wir das Auge gesäubert und mühselig Augentropfen genommen haben, dreht er sich um und schläft wieder ein. Meine Fahrt zur Schule fällt also aus.

06:45h Mein Telefon klingelt. Da ich noch mit Nadeschda’s Strumpfhosen kämpfe, nimmt Richard ab. Es ist die Diensthabende Ärztin der Reha-Klinik. Meine Mutter hatte eine allergische Reaktion und spricht nicht auf das Kortison an, das man ihr gegeben hat. – Kein Wunder, das Zeug hat sie vor ihrem Schlaganfall immer mal wieder gern in hohen Dosen geschluckt, um sich selbst zu kurieren. – Sie wird in ein nahes Krankenhaus verlegt.

07:00h Richard und Nadeschda verlassen das Haus Richtung Orthopäde. Ich rufe unsere Kinderfrau an. Eine Stunde später ist sie da und kümmert sich um Maxim. Ich mache mich auf den Weg in die Reha-Klinik.

08:30h In der Reha-Klinik packe ich notdürftig ein paar Sachen für meine Mutter zusammen und habe eine Gespräch mit der behandelnden Chefärztin. Ob der aktuellen Situation ist sie mit Prognosen, was die Rehabilitation meiner Mutter angeht, eher verhalten. Als ich das Büro der Chefärztin verlasse, erinnert mich ihre Sekretärin an den Wahlleistungsvertrag, den meine Mutter noch unterschreiben muss. Das wird wohl im Moment etwas schwierig…

10:00h Als ich endlich in der Notaufnahme des Krankenhauses ankomme – 10 Minuten in einem überfüllten Parkhaus rumkurven, um einen Parkplatz zu finden, haben meine Geduld stark beeinträchtigt -, teilen mir die Krankenschwestern mit, dass meine Mutter soeben entlassen wurde und wieder auf dem Rückweg in die Reha-Klinik ist. Aus dem Augenwinkel sehe ich noch den Krankenwagen, der gerade des Krankenhausgelände verlässt.

10:30h Zurück in der Reha finde ich meine Mutter völlig erschlagen auf ihrem Zimmer vor. Ihr Gesicht ist geschwollen, aber sprechen kann sie wieder. Sie beschwert sich, dass man sich im Krankenhaus nicht um sie gekümmert hat. Das stimmt nicht so ganz, wie ich dann von der Chefärztin erfahre. Denn dort gab es eine zweite Dosis Kortison und Antihistamine, womit die Schwellung gestoppt wurde. Ich helfe meiner Mutter noch, frische Sachen anzuziehen und beruhige die Schwestern, dass die Kleidungsstücke, die bei Rückkehr meiner Mutter vermisst wurden, wieder da sind. Ich hatte sie ja mitgenommen, damit meine Mutter im Krankenhaus etwas zum Anziehen hat. Nach einer kurzen Nacht und einem anstrengenden Morgen legt sich meine Mutter ins Bett und schläft. Ich fahre nach Hause zu meinem kranken Kind.

11:30h Zuhause schaue ich kurz nach Maxim. Sein Auge sieht nun nach der zweiten Dosis Augentropfen an diesem Tag schon besser aus. Zufrieden thront er in seinen Kissen und lässt sich von unserer wunderbaren Kinderfrau „Emil und die Detektive“ vorlesen. „Oh Mama, lass mich! Es ist alles gut. Das ist gerade so spannend….“ Ein wenig beruhigt gehe ich in die Küche, esse etwas, erledige schnell zwei Telefonate und mache mich auf den Weg zur Schule.

12:45h Nadeschda ist froh und munter beim Mittagessen in der Schule. Der Orthopäde hat ihre Schulter mit einem pinken Tape verarztet. Das Schultergelenk ist bei ihr manchmal überlastet. Das Tape soll jetzt erst einmal mehr Halt geben. Stolz zeigt sie mir den für die Faschingsfeier geschmückten Klassenraum. Dann schickt sie mich zu meinen Betreuungskindern.

13:30h Nach dem Mittagessen belagern mich 14 Betreuungskinder, wie jeden Tag. „Frau Weiss, ich brauch Hilfe. Ich verstehe das nicht.“, „Frau Weiss, können Sie mal kommen?“, „Frau Weiss, Sie wissen ja, ich bekomme heute wieder VIP-Service!“, „Frau Weiss,…“ Nach zehn Minuten herrscht zum Glück Ruhe im Raum und die Kinder arbeiten konzentriert an ihren Aufgaben. Ich gehe rum und helfe den einzelnen, und mein VIP-Freund bekommt seine VIP-Betreuung, als alle anderen versorgt sind.

15:30h Vielleicht meint das Schicksal es heute gut mit mir. Eine halbe Stunde früher als gewöhnlich, sind heute alle Kinder schon abgeholt, oder auf dem Weg nach Hause. Während ich den Raum noch einmal durchlüfte, stelle ich die Stühle hoch und packe meine Sachen, sammele Nadeschda draußen ein und fahre mit ihr nach Hause.

16.00h Maxim geht es Zuhause prächtig. Zum Mittagessen gab es für ihn Pfannkuchen. Sein Leibgericht. Inzwischen ist er aufgestanden und bastelt Hexentreppen mit der Kinderfrau. Sein Auge scheint sich normalisiert zu haben und die Kopfschmerzen sind auch nicht wieder aufgetreten. Er will jetzt mitkommen, wenn ich Nadeschda zum Ballettunterricht fahre.

17:00h Während Nadeschda  ihre Ballettübungen an der Stange macht, kaufen Maxim und ich schnell im benachbarten Supermarkt ein.

18:30h Wieder zuhause packe ich aus, räume ich schnell auf, wasche die Wäsche meiner Mutter und koche Abendessen. Nadeschda ist eine fleißige Helferin und macht den Salat. Maxim liegt lieber auf der Couch und liest ein Comic. Ja, er ist noch ein wenig schlapp, auch wenn er der festen Überzeugung ist, morgen wieder fit für den Schulausflug zu sein. Mit diesen Gedanken verscheuche ich den Eindruck von früher Rollenprägung in unserer Familie…

19:45h Das Drama um das Verabreichen der Augentropfen ist überstanden und wir drei sitzen beim Vorlesen. Eine halbe Stunde später schlafen Maxim und Nadeschda.

22:00h Nachdem ich mit Richard gesprochen und noch ein paar mails geschrieben habe, falle auch ich müde in mein Bett und werde von einem unruhigen Schlaf übermannt.

05:30h Nadeschda ruft nach mir: „Mama, ist es schon hell? Wann kann ich aufstehen…?“ Schlaftrunken erkläre ich ihr, dass sie noch etwas schlafen kann. Ich finde allerdings nicht mehr zurück in den Schlaf, sondern stehe auf und koche mir einen Kaffee.

An dem Abend hätte ich eigentlich abends noch in die Akademie gemusst. Aber abgesehen davon, dass ich damit an den Rand meiner Kraftreserven gekommen wäre, hätte Maxim das nicht mitgemacht. Tagsüber die Betreuung der Kinderfrau mit Vorlesen, Pfannkuchen und Apfelmus nimmt er inzwischen ohne Probleme hin, auch wenn er krank ist, genießt sie sogar. Doch in den Abendstunden muss ich dann da sein. Auch wenn er mich bei den Augentropfen verflucht hat….

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1000 Fragen an dich selbst – #5

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Photo by „thought catalog“ on unsplash.com

Und weiter geht es mit den nächsten 20 der „1.000 Fragen an Dich selbst“, der wunderbaren Blogparade von Johanna von Pinkepank. Zum Wochenbeginn geht es um Gesetzesverstöße, Freunde und gefallene Helden… Bei manchen Fragen bin ich mir nicht so sicher, was sie mit der Selbstfindung zu tun haben, andere regen tatsächlich zum Nachdenken an. Vielleicht ist es aber auch der fast nun routinierte Prozess, sich einmal in der Woche diesen Fragen zu stellen, der langsam in meinem Inneren eine sanfte Bewegung auslöst. Mal sehen… Doch lest selbst…

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest? Meine Kinder schrecklich vermissen.

82. Was hat dich früher froh gemacht? Was ist früher? Früher ohne Kinder war es vielleicht der Erfolg im Beruf, vielleicht aber auch, meine Ziele zu erreichen, und vor allem viel und weit zu reisen.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr? Mein Traumoutfit war ein königsblaues Samtballkleid, dass ich zusammen mit meiner „Ersatzmutter“ in den USA zu meinem ersten großen Ball gekauft habe. Mit passend gefärbten Schuhen und langen Handschuhen. Das besitze ich heute noch und es passt wahrscheinlich immer noch.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch? Ich habe keinen Nachtisch. Und neben meinem Bett steht nur der Wecker auf dem Fußboden.

85. Wie geduldig bist du? Gar nicht. Aber ich arbeite daran….

86. Wer ist dein gefallener Held? Meine Eltern. Als Kind habe ich tatsächlich geglaubt, dass sie Helden sind. Doch spätestens als junge Erwachsene habe ich gelernt, dass sie es eben nicht sind. Sondern im Gegenteil….

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst? Nein.

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten? Durch meine vielen Auslandsaufenthalte sind meine Freundschaften immer wieder ins Wanken gekommen. Heute sind es tatsächlich zwei, die mich am längsten kennen. Eine Freundin aus meiner Schulzeit in den USA. Auch wenn wir mittlerweile selten schreiben, so wissen wir doch, wenn wir uns das nächste Mal sehen, werden wir wieder da beginnen, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben. Und dann ist es eine Freundin, die mich seit Studienzeiten begleitet, die immer für mich da ist und die auch meine Trauzeugin ist.

89. Meditierst du gerne? Das würde ich gerne.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf? Gar nicht. Ich weiss, dass die Welt am nächsten Morgen irgendwie wieder besser aussieht.

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch? Hatten wir die Frage nicht schon einmal? Oder war das in einer anderen Blogparade? Eins ist schwierig. Es gibt immer eines, dass zu meiner aktuellen Stimmung passt. Jetzt gerade wäre es „Die Erlöser-AG“ von Björn Kern. Ich weiß, das ist makaber, aber es passt zu meiner momentanen Situation.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What’s App? Habe ich nicht. Brauche ich nicht. Ich schreibe SMS und ich SPRECHE auch mit den Menschen, entweder persönlich oder am Telefon.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder nein? Heute leider „nein“, aber ich arbeite jeden Tag sehr stark daran, meine Neins kommunikativ anders zu verpacken.

94. Gibt es ein Gerücht über dich? Nein, nicht das ich wüsste. Und schon wieder ein Nein…

95. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest? Da ich nicht wirklich arbeiten „muss“, sondern mein Mann hauptsächlich für unsere finanzielle Absicherung sorgt, wäre die Frage spannend, was wir machen würden, wenn er nicht mehr arbeiten muss. Ich glaube, dann würde ich alle Hebel in Bewegung setzen, dass wir unsere Koffer packen und in die USA gehen.

96. Kannst du gut Auto fahren? Ja.

97. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden? Immer weniger.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht? Vielleicht wäre ich wirklich gerne „verwegener“ gewesen, aber auf der anderen Seite ist das so anstrengend.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst? Alleine bin ich schon ewig nicht mehr ausgegangen. Und wenn Richard und ich mal alle paar Monate ausgehen, dann gehen wir eigentlich am liebsten gut essen. So dass wir reden können und eben lecker essen, ohne irgendein Genörgel neben dran….

100. Hast du jemals gegen ein Gesetzt verstoßen? Ja, als 17jährige. Ich habe mit meinem Vater auf einem Parkplatz das Autofahren für den Führerschein geübt und wir sind erwischt worden. Mein Vater musste damals 500 D-Mark spenden und ich musste 10 Stunden Kartoffel schälen in einer sozialen Einrichtung.

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Liebster Award reloaded – schon die Nr. 2 in 2018

Liebster Award_BildDas Jahr war kaum zwei Wochen alt, da hatte ich schon zwei Nominierungen für den Liebsten Award im Kasten. Großartig! Nun der Ehrlichkeit halber, Lydia’s Nominierung fiel in die Zeit zwischen den Jahren, als ich noch mit meiner Seminararbeit kämpfte und so schob ich die Antworten in das neue Jahr. Da folgte dann gleich die zweite Nominierung von der wunderbaren und so tapferen Anni von elternwerdenistdochschwer. Dafür danke ich ihr von Herzen! So lange schon kämpft sie erst in unterschiedlichen Kinderwunschbehandlungen und nun auf dem Wege der Adoption. Und das Schicksal meinte es da nicht immer gut mit ihr. Möge das neue Jahr ihr nun etwas wohlgesonnener sein. Und so mache ich auch gerne bei diesem Liebsten Award mit. So sind dies meine Antworten auf ihre spannenden Fragen:

1. War das Schreiben schon immer ein wichtiger Teil deines Lebens oder ist das Bedürfnis mit dem Kinderwunsch (und den Kinderwunschbehandlungen) entstanden?

Ich habe schon immer Tagebuch geschrieben, allerdings dann spannenderweise nicht mehr in der Kinderwunschzeit. Das war für mich zu schwer zu ertragen, um da noch einmal durchzugehen, alleine, auch wenn ich nach der zweiten Fehlgeburt mir dann therapeutische Unterstützung suchte. Das Schreiben kam zurück, als unsere Kinder da waren. Erst aus der Motivation heraus, im ersten Jahr alles für unsere Kinder aufzuschreiben, führte ich im ersten Jahr akribisch jeden Tag Tagebuch über unseren Alltag mit Maxim und Nadeschda. Daraus entstand dann irgendwann die Idee, daraus mehr zu machen. Und so entstand mein erstes Buch und mein Blog. Tagebuch schreibe ich für meine Kinder noch heute, doch nicht mehr jeden Tag, sondern vier bis sechs Mal im Jahr. Doch das ist wirklich nur für sie bestimmt.

2. Gibt es ein Land (einen Ort, eine Stadt), in der du gerne mal eine Zeitlang leben würdest?

Definitiv die USA. Nicht weil ich da noch nie war, sondern eben genau, weil ich da schon gelebt habe und das ein Stück Heimat für mich geworden ist. Vielleicht werde ich das auch irgendwann einmal tun. Mein Job nach meiner Ausbildung würde mir die Möglichkeit eröffnen. Und Maxim und Nadeschda fühlen sich dort wohl.

3. Lieber Filme oder Serien?

Film. Ich kann mich zwar auch für Serien begeistern, aber es ärgert mich dann immer, wenn ich regelmäßig vor dem Fernseher meine Zeit verdaddele. Ein Film ist da begrenzter und meist hat er auch ein bewegenderes Thema, das in sich abgeschlossen ist.

4. Gibt es ein Buch, das dir während der Kinderwunschzeit geholfen hat? (Oder einen Film, eine Serie, etc.)?

Nein, nicht wirklich eines, dass mir geholfen hat, auch wenn ich einige gelesen habe. Bemerkenswert war dann später, als wir schon mitten im Adoptionsprozess waren das Buch von Marion Gaedecke „Wunschkind“, in dem sie ihre Geschichte ihrer Adoption ihrer zwei Mädchen schildert, wenn auch mit viel Adoptionsromantik, die wir in unserer Zeit nicht gespürt haben. Aber sie erzählt auch von dem Weg der erfolglosen Kinderwunschbehandlung. Es ist eines der wenigen Bücher, die auch Richard gelesen hat. Und ich werde den Moment nie vergessen, als er das Buch lesend spät abends auf der Terrasse saß, als ich nach Hause kam, und er zu mir sagte: „Das ist unsere Geschichte.“

5. Hast du gern einen vollen Terminkalender?

Nein. Aber er ist es leider immer wieder. Und wenn er es einmal nicht ist, fange ich an, die wenigen Termine, die drin stehen zu vergessen…

6. Ist für dich das Erleben einer Schwangerschaft/Geburt ein zentraler Teil deines Kinderwunsches? Warum ja/nein?

Nein. Ich habe nie eine Schwangerschaft und Geburt vermisst. Im Gegenteil, das war für mich immer der Teil der „Kinder Habens“, für den ich mich wenig begeistern konnte. Und irgendwann im Nachgang zu unserer Adoption lernte ich, dass wir mit der Adoption genauso Vorfreude, Schwangerschaft und Geburt erlebt haben. Nur eben anders….

7. Gibt es Pläne (z.B. berufliche Auslandsaufenthalte), die du wegen des Kinderwunsches aufgegeben hast?

Ja, ich hätte den Job gewechselt. Letztendlich haben mich dann meine Kinder noch einmal auf einen ganz anderen Weg geführt.

8. Was war dein Traumberuf als Kind?

Malerin. Also nicht Räume anstreichen, wobei ich das auch ganz gut kann. Nein, Bilder malen und damit reich werden…

9. Was sähe ein perfekter Sonntag aus?

Mmmh, der Sonntag ist schon fast immer wieder das Ende des Wochenendes für uns. Da setzt dann ab dem Nachmittag schon wieder halb der Schulalltag ein. Insofern ist der  Sonntag nicht immer mein vermeintlich liebster Tag in der Woche. Und ihn perfekt zu gestalten ist eher schwierig. Schön sind die Sonntage, wenn wir gar nichts vorhaben und einfach nur Zuhause sind. Rumwurschteln, lang liegen gebliebene Dinge erledigen, spielen, basteln, stricken, vorlesen. Doch die kommen leider viel zu selten vor.

10. Ist es für dich wichtig, diejenige zu sein, die (zusammen mit dem Partner/der Partnerin) Ihrem Kind den Vornamen (Rufnamen) gibt? Warum ja/nein?

Nun ja, „jein“. Unser Kinder hatten und haben Namen, die ihre russische Mutter ihnen gegeben hat und die einfach zu ihnen gehören. Wir haben diese auch nicht geändert. Das durften wir auch gar nicht. Das war uns qua russischem Adoptionsgesetz verboten. Dennoch hätten wir einen zweiten Namen dazusetzen und diesen zum Rufnamen machen können. Was einige Adoptiveltern durchaus tun. Maxim und Nadeschda haben von uns jeweils einen zweiten Vornamen bekommen. Die Namen haben Richard und ich im Aufzug im Hotel auf dem Weg zum Erziehungsministerium gemeinsam entschieden. Irgendwie waren sie schnell klar, ohne dass wir jemals zuvor darüber gesprochen hatten, und wir waren uns schnell einig. Doch die zweiten Namen wurden bis heute nicht zu ihren Rufnamen. Aber das haben unsere Kinder entschieden. Maxim war eben schon alt genug, dass er mit seinem russischen Namen eine, seine Identität verband. Und ihm erzählte man wohl lang genug, dass bald seine Schwester Nadja zu ihm kommt. So war auch dieser Name gesetzt. Aber es zeigt auch, dass der erste Name ein Stück weit wirklich Identität ist, die man einem Kind nicht nehmen sollte.

Gerne gebe ich nun das Stöckchen weiter, diesmal einfach an alle, die Lust haben mitzumachen. Speziell nominieren möchte ich heute niemanden, denn es gibt zu viele schöne und spannende Blogs da draußen und mit jedem Tag werden es mehr.

Das hier wären meine Fragen:

  1. Seit wann bloggst Du und über was?
  2. Was hat Dich zum Bloggen inspiriert?
  3. Welches ist das meist gelesene Thema auf Deinem Blog?
  4. Welches Thema bewegt Dich (auf Deinem Blog) am meisten?
  5. Drei Fakten über Dich?
  6. Welches ist Dein liebstes Buch? Und warum?
  7. Welches ist Dein liebstes Kleidungsstück? Warum?

Die Regeln zum Mitmachen findet Ihr hier. Ich freue mich, wenn der /die ein oder andere von Euch das Award-Stöckchen aufgreift und es weiter reicht. Habt viel Spaß dabei!

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1.000 Fragen an Dich selbst #1 und #2

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Photo by Joanna Kosinska on unsplash.com

Johanna von Pinkepank hat mit „1.000 Fragen an Dich selbst“ eine spannende Blogparade initiert. In der Zeitschrift Flow fand sie ein Beiheft mit der Inspiration dafür. Es geht um Zeit für sich selbst, Zeit mit sich selbst und Zeit herauszufinden: Wer bin ich? Was mache ich? Was will ich? Was möchte ich sein? Da für mich in diesem Jahr nun die Frage ansteht, wie es denn weitergeht, wenn ich meine Ausbildung beendet habe, und ich diese Blogparade – wie so viele andere von Euch – als eine wunderbare Gelegenheit sehe, mindestens einmal in der Woche zumindest über die 20 Fragen in Kontakt mit mir selbst zu kommen, mache ich gerne mit. Ich bin gespannt, wo mich diese kleine Schreibreise hinführt.

Da ich wegen unserer Ferien etwas später einsteige, folgen hier nun die Antworten auf die ersten 40 Fragen:

1.Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?  Tatsächlich in dieser Woche. Seit Montag arbeite ich mit 10-12 jährigen in der Schule meiner Kinder und habe für sie die Nachmittagsbetreuung mit Hausaufgaben etc. übernommen.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?  Meistens mit meinem Mann. Aber immer mehr auch vor allem mit meiner Tochter. Richard und Maxim hecken irgendetwas aus und Nadeschda und ich verdrehen einfach nur die Augen.

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Haushalt. Das ist so frustrierend, dass die Wäsche niemals endet. Und auch putzen finde ich bedingt spannend, auch wenn es schön ist, wenn hinterher alles sauber ist. Aber manchmal wünschte ich auch, ich könnte alle Fünfe gerade sein lassen.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Ehrlich, über keinen. Ich finde Witze relativ unnötig…

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Nein.

6. Woraus besteht dein Frühstück? Kaffee und Müsli mit Banane und Kokosjogurt.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinen Kinder heute Morgen beim Verabschieden in die Schule.

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Nach bald acht Jahren Therapie hoffentlich in kaum einem einzigen mehr.

9. Was machst du morgens als erstes? Kaffee kochen.

10. Kannst du gut vorlesen? Ich glaube schon. Bisher gab es keine Beschwerden.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?  Das weiss ich gar nicht mehr. Leider sind meine Kindheitserinnerungen nicht mehr so präsent. Ich erinnere mich, dass ich mich irgendwann mal als kleines Kind total erschreckt habe, als es an Nikolaus an der Terrassentür klopfte. Das war dann der Nikolaus, der seinen Sack da gelassen hatte. Das habe ich auch fest geglaubt. Bis heute weiss ich nicht, wer es wirklich war. Also bleibt es der Nikolaus, auch in der Erinnerung. Und Weihnachtsmann und Christkind? Ich glaube, dass ich da ziemlich schnell den Zauber verloren habe, denn mein Vater ist NIE mit in die Kirche gegangen. Da war doch was faul…

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Einen schönen Sekretär mit vielen kleine Schublädchen und Fächern. Einen, an dem ich schön sitzen und schreiben kann. Ich habe aber bisher keinen gefunden, der mir wirklich gefällt.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich arbeite an mir, all die Eigenschaften zu entwickeln, die ich gerne hätte. Und das läuft meistens recht gut. Mehr Geduld zu haben, das lehren mich meine Kinder jede Tag. Doch manchmal wäre ich gern forscher, mutiger, oder frecher…

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ich halte ja Fernsehen für eine absolute Zeitverschwendung. Doch ich muss gestehen, gerade, wenn wir in den USA sind, dann bin ich ein relativer Fernsehjunkie. Für meine Verhältnisse. Am liebsten war mir „Dallas“, die Neuauflage. Leider ist sie wegen zu geringer Einschaltquoten eingestellt worden.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Vor über 25 Jahren in Disneyland in Paris. Vergnügungsparks sind nicht wirklich mein Ding.

16. Wie alt möchtest du gerne werden? So alt wie das Schicksal es mir erlaubt zu werden.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An Richard’s und meinen Urlaub vor etlichen Jahren in Südamerika. Mit dem Rucksack durch diesen wunderbaren Kontinent. Aber dennoch waren wir so fest in unseren Jobs, dass Geld keine Rolle spielte. Das entspannte ungemein.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Habe ich zum Glück seit bald zwanzig Jahren nicht mehr gehabt. Ich kann mich nicht wirklich erinnern….

19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nein. Mit unserer Hochzeit habe ich meinen alten furchtbaren Nachnamen aufgegeben. Und ich liebe meinen Vornamen. Zumal ich über die Jahre gelernt habe, dass ich nach einer sehr wunderbaren Großmutter bekannt wurde.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Das tue ich immer einmal wieder. Gerade im vergangenen Herbst packten mich die Zweifel, ob das alles so richtig ist, was ich in meinem Leben tue und ob ich meine Kinder ausreichend auf ihrem Weg ins Leben begleite.

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Nein, nicht mehr.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Den Morgen, wenn alle aus dem Haus sind, der Haushalt gemacht ist und ich mich in der Stille an meinen Schreibtisch setzen kann. Genauso mag ich die Nachmittage, wenn die Kinder und ich unser Tagwerk vollbracht haben und noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen ist. Nach einem „Mama, mir ist so langweilig. Ich weiss nicht, was ich machen soll.“ entstehen meist die schönsten Spiele oder Impulse etwas zu basteln, zu malen, zu stricken oder ähnliches.

23. Kannst du gut kochen? Dafür, dass ich gar nicht gekocht habe, bis Maxim und Nadeschda zu uns kamen, mittlerweile recht gut.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Besonders mag ich den Frühling. In ihm steckt immer so viel Energie und Euphorie für Neuanfänge.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Gar nichts zu tun, fällt mir ungemein schwer.

26. Warst du ein glückliches Kind? Nein. Meine Kindheit war alles andere als glücklich. Meine „Mütter“ haben mir bis auf eine nicht wirklich das Leben leicht gemacht.

27. Kaufst du oft Blumen? Ja, fast jede Woche einen frischen Strauß. Das ist meine Art, mich für mein Tagewerk zu belohnen.

28. Welchen Traum hast du? Mein zweites Buch weiterzuschreiben und zu veröffentlichen.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Als Kind bin ich viel umgezogen und auch im Studium habe ich ein ziemliches Vagabundenleben im In- und Ausland gelebt. Erst mit Richard bin ich sesshaft geworden. Kaum zu glauben, dass ich nun bald zwanzig Jahre unter derselben Adresse lebe.

30. Welches Laster hast du? Verrate ich nicht…;-)

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? „Sie kam aus Mariupol“ von Nadine Wodin. Eine sehr bewegende Erzählung über eine Wurzelsuche in der Ukraine und dem heutigen Russland.

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Irgendwann war ich es leid, meine Locken immer zu bändigen. Insofern lasse ich sie nun tun, was sie wollen. Das macht mich entspannter. Und auf der anderen Seite kann man an ihnen manchmal meinen Gemütszustand ablesen. Denn zuweilen stehen dann vorne ein oder zwei Zornlocken ab.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Nein. Wenn meine Kinder bei mir sind, habe ich sogar den Hang dazu, es manchmal zu vergessen.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Genug.

35. In welchen Laden gehst du gern? Am liebsten in Künstlerbedarfs- und Bastelgeschäfte.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Meistens Tee oder Apfelschorle, wenn ich selbst Autofahren muss. Wenn nicht, gerne Prosecco.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Ja, denn der nächste Morgen kommt bestimmt. Und der Tag wird dann umso anstrengender, wenn der Schlaf fehlt.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Das bin ich schon und schreibe.

39. Willst du immer gewinnen? Ja, meistens. Deshalb hasse ich auch Gesellschaftsspiele. Es sei denn, ich gewinne. Nur bei meinen Kindern kann ich zurückstecken. Aber gegen andere Erwachsene….niemals.

40. Gehst du in die Kirche? Ja. Zwar nicht mehr so oft, wie früher einmal, aber dennoch in regelmäßigen Abständen. Für mich hat es etwas Meditatives. Und wenn die Predigt gut ist, gibt sie mir auch manchmal neue Impulse.

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Liebster Award – Reloaded 2018

Liebster Award_BildLange, lange ist es her, dass ich zum Liebsten Award nominiert wurde. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die wunderbare Lydia von Lydia‘s Welt mich kurz vor dem Jahreswechsel für diesen Award nominierte. Dafür danke ich ihr von Herzen! Lydia folgt meinem Blog schon eine geraume Zeit und ich folge nun auch ihrem. Es ist so großartig, was und wie sie schreibt. Bewundernswert, wie sie aus ihrem Leben und Alltag als Blinde schreibt. Wenn ich ihre Beiträge lese, erfüllt mich mein eigenes Leben mit einer gewissen Demut. Bei ihrem erst kürzlich veröffentlichten Post „Im Tempel des Hippokrates“ musste ich an einen lieben ehemaligen Arbeitskollegen denken, der mir erst vor Weihnachten schrieb, dass er MS hat und wie sich sein Leben verändert hat. Wir nehmen so vieles für viel zu selbstverständlich. Bei Lydia lernt man, dass es dies alles gar nicht ist.

So mache ich natürlich gerne bei diesem Liebsten Ward mit. Die Regeln könnt Ihr hier noch einmal nachlesen. Aber nun zu Lydia’s Fragen:

Wo schreibst Du Deine Beiträge am liebsten?

Entweder in meinem Büro. Dies hat wirklich eine sehr gute Energie und die Gedanken fliegen einfach. Oder bei uns zuhause am Esstisch, wo ich sozusagen im Herzen unseres Zuhauses sitze. Auch hier scheint eine gute Energie zu fließen. Immerhin ist hier auch mein erstes Buch entstanden.

Über welche Dinge würdest Du auf gar keinen Fall schreiben wollen?

Mmmh, das ist eine schwierige Frage. Denn ich habe mit meinem Blog einen klaren Fokus. Ich möchte einfach über unser Leben als Adoptivfamilie und damit über Adoptionsrelevante Themen und damit betroffene Familienthemen schreiben. Um damit ein Stück weit mehr „aufzuklären“, über die Wirklichkeit einer Adoptivfamilie. Insofern werdet Ihr Kochrezepte, Reiseberichte, Alltagsgeschichten oder Productplacements zumindest in der nächsten Zeit bei mir nicht finden.

Was brauchst Du für einen guten Start in den Tag?

Kaffee und fünf Minuten Ruhe alleine.

Hund oder Katze?

Oh, auch damit ist ein wunder Punkt getroffen. Eigentlich mehr Hund. Aber als ich in den USA lebte, hatten wir Katzen, die ich auch liebte. Nun steht bei uns ob des Alters von Maxim und Nadeschda die Haustierdiskussion an. Richard und die Kinder wollen einen Hund, Nadeschda am liebsten einen Mops. Da ich aber weiß, dass das Tier am Ende an mir hängen bleibt, zögere ich bei der Verantwortung für einen Hund. Ich bin froh, das unsere Kinder langsam groß werden, da muss ich mir nicht das nächste Baby ans Bein binden. Insofern denke ich oft an meine positiven Erfahrungen mit zwei Katzen in den USA. Also vielleicht doch eher Katze…?

Welches war Dein liebstes Märchen aus der Kindheit?

Aschenputtel. Ich liebe dieses Märchen. Bis heute. Vielleicht auch, weil ich selbst eine böse Stiefmutter hatte und mich dann irgendwann ein Prinz gerettet hat…

So, und wen nominiere ich nun?????? Da gibt es so viele, die ich inzwischen lese, mal mehr oder weniger, und meist passiv. Und dann gibt es aber ein paar, die mich so wirklich bewegen – und die noch nicht vierstellige Follower haben, soweit ich weiß… So sind dies meine Nominees:

  1. Katja von homeiswheretheboysare. Sie schreibt wunderbare Buchrezensionen, die mich immer wieder motivieren, wieder mehr zu lesen, auch wenn ich es selten schaffe. Und kluge Gedanken hat sie darüber hinaus, die mich zum Nachdenken bringen. Ich bin gespannt, wie es auf ihrem Blog weiter geht.
  2. Claire von mamastreikt. Sie ist einfach unglaublich, wie sie ihr Leben alleinerziehend meistert. Vor allem bewundernswert fand ich ihre Aktion #carearbeitmusssichtbarwerden.
  3. Susanne von HalloliebeWolke. Auch sie ist Alleinerziehend und meistert ihr Leben mit ihrem kleinen wunderbaren Leben. Ihr Wortwitz bringt mich immer wieder zum Lachen und dann doch auch manchmal zum Weinen…
  4. Simona von meinherzundso. Gerade ihre aktuellen Berichte aus ihrer Mutter-Kind-Kur sind herzzerreißend. Sie schreibt auf ihrem Blog vom Leben mit zwei Kindern, eines mit Downsyndrom.
  5. Frau Einstrich von einstrichphobie. Nach jahrelangen Versuchen ist sie nun endlich schwanger und sie ist dabei, ihre Einstrichphobie abzulegen…..

Gerne wollte ich noch Anni von Elternwerdenistdochschwer nominieren. Die liebe Anne kämpft schon so lange um und in einem Adoptionsverfahren. Und zwischendrin hat sie immer so wunderbare Gedanken und Impulse aus griechischen Tragödien. Wirklich lohnenswert, mal reinzulesen. Doch die gute Anni wurde erst vor zwei Tagen selbst an anderer Stelle nominiert, insofern hebe ich mir das Stöckchen für ein anderes Mal auf. 😉 Dennoch möchte ich sie hier auf jeden Fall erwähnen.

So, Ihr Lieben, dies wären meine Fragen:

  1. Warum bloggst Du?
  2. Du gewinnst die berühmten Millionen im Lotto, sagen wir 5, was würdest Du tun?
  3. Was würdest Du aus Deinem Leben in dieser Situation (Frage 2) behalten oder beibehalten?
  4. Auf welches Möbel in Deiner Wohnung kannst Du auf keinen Fall verzichten?
  5. Welches ist Dein Lieblingsbuch? Und warum?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten und freue mich, wenn Ihr mitmacht! Ja, und allen anderen wünsche ich weiterhin viel Spaß beim Lesen, Stöbern, Liken und Kommentieren. Schön, dass Ihr immer wieder da seid! Habt Dank dafür!

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Meine Vorsätze für das Neue Jahr???

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Photo by Annie Spratt on unsplash.com

Lange bin ich in Gedanken schwanger gegangen mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr und meine guten Vorsätze für das neue Jahr. Es hat mich umgetrieben, tagelang.

Dann las ich bei Katja von homeiswheretheboysare vor ein paar Tagen einen großartigen Satz: „Das Ego mag vielleicht einen Vorsatz brauchen. Dein Selbst braucht es nicht.“ Und in dem Moment schmiss ich meinen Plan über Bord.

Ich brauche keine Vorsätze, die mich unter Druck setzen und mein ohnehin volles Leben noch mehr belasten und mich am Ende nur mit einem Gefühl der Unzufriedenheit zurücklassen. Das habe ich im vergangenen Jahr erlebt. All das, was ich mit vorgenommen hatte, konnte ich nicht so realisieren. Gerade einmal drei oder vier Bücher habe ich gelesen außer der vielen Fachliteratur. Über den Sport und das Laufen wollen wir gar nicht erst reden. Und all die anderen Dinge, die ich gern gemacht hätte. Dafür kamen andere Herausforderungen, die wir bewältigt haben. Auf die ich stolz sein könnte, würde ich es zulassen, anstatt an die Dinge denken, die ich nicht geschafft habe.

So habe ich mich nun entschlossen, Katja‘s Satz einmal für mich umzusetzen. So gibt es keinen Rückblick und auch keinen Ausblick. Ich weiß, was mein Selbst braucht. Darauf will ich in diesem neuen Jahr einfach ein wenig mehr achten. Und genau das tun, so oft sich die Chance ergibt.

Habt ein erfülltes Neues Jahr! Mit oder ohne gute Vorsätze!