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Charlotte’s Sonntagslieblinge (75)

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Photo by Tim Gouw on unsplash.com

Eine kurze Schulwoche liegt hinter uns. So allmählich kommt ein wenig Ruhe in unser Alltagsgeschehen. Fasching war großartig! So viel Spaß hatten wir schon lange nicht mehr!! Und an den restlichen Tagen der Woche haben die Kinder und ich einfach unsere alte Routine wieder aufleben lassen und sind zumindest in dieser Zeit des Tages zu gewohnten Rhythmen zurückgekehrt. Das tat gut! Nachdem ich wieder ein Wochenende in der Akademie verbracht habe, schaue ich dankbar auf diese drei Sonntagslieblinge:

1. Beide Kinder machen nach ihrer Erfahrung in der Betreuung in der Schule jetzt ihre Hausaufgaben alleine in ihren Zimmern. Sie kommen dann und ich darf kontrollieren. Manchmal klappt es gut, manchmal weniger. Aber der Weg führt in die richtige Richtung. Üben tun wir noch zusammen, doch irgendwie haben beide in den vergangenen Wochen einen riesigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit gemacht.

2. Keine Vorsätze für das neue Jahr zu haben, scheint sich auszuzahlen: Nun finde ich doch wieder Zeit zu lesen. Und wenn es nur abends eine Stunde noch ist, nachdem die Kinder schlafen. Mein „Projekt“ heißt im Moment, endlich einmal wieder Bücher über Russland oder von Russischen Autoren zu lesen. Nach Jens Mühling’s  „Mein Russisches Abenteuer“ hat mich in dieser Woche eine Biografie über die Romanows und den letzten russischen Zaren begleitet.

3. Nachdem mich zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen eine heftige Erkältung – oder war es gar eine Grippe und ich habe das einfach geflissentlich ignoriert und mit entsprechenden freizugänglichen Medikamenten weggedrückt – gebeutelt hat, war ich nun doch mal beim Arzt und habe ein Blutbild machen lassen. Genauso wie ich die Mahnung von Nadeschdas Hautarzt ernst genommen habe, dass ich nicht nur meine Kinder zur Kontrolle schleifen sollte, sondern selbst auch mal zur Hautkrebsvorsorge gehen, und gleich einen Termin für eben diese ausgemacht habe. Wie war das mit der Selbstfürsorge…

Habt einen erholsamen Sonntag und möge die neue Woche gut für Euch alle beginnen.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (74)

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Photo by Bonnie Kittle on unsplash.com

Eine harte Woche liegt wieder einmal hinter uns. Nun sind wir die erste Woche unter „Volllast“ durch unseren kleinen Alltag gefahren. Ich habe meinen Job an der Schule gemacht und bin selbst – allerdings erst am Freitag – wieder auf die Schulbank meiner Ausbildung zurückgekehrt. Die Betreuung meiner Mutter in der Reha wird zunehmend fordernder, wie ich hier schon geschrieben habe. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie sie sich entwickelt und rehabilitiert, dennoch sind die Aussichten eher verhalten.

Die Zeit Zuhause war knapp bemessen. Um so mehr freuten wir uns auf ein langes Faschingswochenende so (fast) ganz ohne Termine. Das war und ist umso schöner. Denn es läßt viel Raum zum Spielen, Vorlesen und Nähen. Obendrein ist es uns endlich gelungen, meinen so lange schon brach liegenden Plan einer Vorleseecke in die Tat umzusetzen. Während Richard mit Maxim und Nadeschda unsere neue Bücherecke einem Praxistest unterzieht, denke ich in Dankbarkeit an diese Momente und Sonntagslieblinge der vergangenen Woche zurück:

  1. Immer noch halte ich die Luft an, ob Maxim und Nadeschda unser aktuelles Wochenprogramm durchhalten. Doch sie schlagen sich tapfer! Abgesehen von dem ein oder anderen kurzfristigen Ausfall…Und wir genießen um so mehr die wenigen Abendstunden, die uns nach einem langen Tag in der Schule bleiben.
  2. Dankbar bin ich, dass meine Betreuungsaufgabe an der Schule nun beendet ist. Nach dieser vergangenen Woche hatte ich mit der Schulleitung gesprochen und ihnen gesagt, dass ich aufgrund der gegebenen Umstände meine Zeit nicht verlängern kann. Die kranke Kollegin kommt wohl auch in der kommenden Woche wieder, spätestens in der Woche darauf. Aber die drei Tage bekommen sie im Notfall auch so hin.
  3. Ich bin froh, dass ich meine Erkältung, die mich nun auch mehr als zwei Wochen fest im Griff hatte, trotz aller Belastungen irgendwie losgeworden bin. Richard hat mich mit irgendwelchen Immunpräparaten versorgt, die gut geholfen haben. Vor allem hat sich ausgezahlt, dass ich auf mein Schlafpensum geachtet habe. Nun, das war auch nicht so schwer, denn nach unseren aufreibenden Tagen bin ich oft schon an Nadeschda’s Bett, während ich sie in den Schlaf begleitete, mit eingeschlafen. Aber befreiend war es vor allem, gestern und heute endlich einmal wieder Laufen zu gehen.

Habt auch Ihr noch einen geruhsamen Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (73)

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Photo by Tim Gouw on unsplash.com

Eine Woche des Umbruchs liegt hinter uns. Dann ist er doch da, der Moment, in dem man sich um ein Elternteil irgendwie kümmern muss, weil es sich selbst nicht mehr versorgen kann. Egal, wie das Verhältnis vorher war und geworden ist. Mein Bruder hat unsere Mutter in die Reha-Klinik begleitet. Dort scheint sie nun erst einmal gut aufgehoben zu sein. Entscheidend wird sein, wie sie sich auf die Therapieangebote einlässt. Alles andere folgt dann. Ich habe mich derweil um die Organisation gekümmert: Kleidung besorgt und gewaschen, Rechnungen bezahlt, den Steuerberater informiert, Versicherungen geklärt, Wohnungsgesuche aufgegeben, und so vieles mehr. Meine Aufgabe in der Betreuung an der Schule lief weiter. Maxim und Nadeschda haben tapfer mitgemacht. Meine Ausbildung habe ich vernachlässigt und mich selbst auch. Eine Erkältung hat mich fest im Griff, aber sie wird auch wieder loslassen. Es ist alles viel, zu viel. Und manches Mal stand ich morgens heulend unter der Dusche. Und war so unendlich wütend. Dennoch und vielleicht in dieser Woche um so mehr bin ich dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Für meine wunderbaren Kinder bin ich so dankbar, die das alles irgendwie mitmachen und das so gut sie können. Auch wenn es hart ist. Auch wenn ihr Verhalten nicht immer normal ist und meine Reaktionen schon mal gar nicht. Ich bin so froh und dankbar, wenn Nadeschda wieder ein schwere Zubettgehzeit hatte mit viel Drama, sie dann aber, wenn sie in ihrem Bett liegt und langsam sich beruhigt hat, nach meiner Hand greift, diese in ihr eines Händchen nimmt und das andere gleich ganz fest darauf legt, als würde sie sagen wollen: Mama, bleib da! Und das bleibe ich!
  2. Für meinen Mann, der mir zwar im Alltag nicht viel helfen kann, aber der alles dennoch versucht, was in seiner Macht steht, um mir zu helfen.
  3. Für meine innere Fähigkeit, mich doch ein wenig um mich selbst zu kümmern. Gesundheitlich und emotional angeschlagen, habe ich mir einfach diese Woche viel Schlaf verordnet und gehabt. Und dann habe ich versucht, jeden Tag etwas Schönes für mich zu tun. Das ist mir auch (fast) geglückt. Und wenn es nur ein paar Seiten in einem Buch waren, die ich gelesen habe. Oder das Telefonat mit einer Freundin. Oder das Parfüm, das ich mir endlich bestellt habe. Oder der Besuch bei lieben Freunden am Wochenende. Oder die Puppendecke, die ich für Nadeschda endlich genäht habe.

Ihr Lieben, habt einen wunderbaren Sonntag und einen guten Start in eine neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (72)

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Photo by Andrew Branch on unsplash.com

Manchmal kommt eins zum anderen, und schnell muss man aufpassen, dass es nicht zu viel wird und die Überforderung wieder an der inneren Tür klopft. Manchmal meint das Schicksal es nicht so gut mit einem, und lehrt Pläne sind manchmal auch dazu da, dass sie verworfen werden. So war es zumindest mit meinem Plan für die vergangene Woche. Maxim legte sich mit fast 40 Fieber ins Bett, bös hatte es ihn erwischt. Meine Mutter liegt mit einem Schlaganfall im Krankenhaus. Jetzt ist er da, der Zeitpunkt, an dem ich mich auch mit der Betreuung eines Elternteils auseinandersetzen muss. Immer öfter musste ich so in den vergangenen Tagen an Claire’s so wichtige Aktion #carearbeitmusssichtbarwerden denken. Und umso dankbarer bin ich heute für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Dankbar und froh bin ich, dass es Maxim wieder besser geht und er gesund und munter ist. Nadeschda scheint inzwischen ein großartiges Immunsystem zu haben, denn sie blieb bisher von den Grippe- und Erkältungsviren verschont.
  2. Mit großem Glück hat mich eine Szene vom Krankenlager erfüllt: An einem Nachmittag lagen beide Kinder bei Maxim im Bett. Ich hatte ihnen die Hausschuhe vorgewärmt, sie mit Kissen und Kuscheltieren versorgt. So lagen sie da in trauter Zweisamkeit und lasen Comics.
  3. Trotz allem scheine ich doch dazuzulernen und mit meinen Kräften wenigstens ein bisschen zu haushalten. Ich habe nicht nur wegen meines kranken Kindes in dieser vergangenen Woche, sondern weil mir schnell klar war, dass ich meinen Schlaf brauche, um einigermaßen besonnen durch die Tage gehen zu können, alle Abendtermine abgesagt und bin brav früh ins Bett gegangen. Regelmäßiger Schlaf ist schon etwas feines….

Habt einen geruhsamen Sonntag und einen erfüllten Start in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (71)

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Photo by Alisa Anton on unsplash.com

Die erste Woche Schulalltag liegt hinter uns. Mit recht großen Veränderungen, die Maxim und Nadeschda bravurös gemeistert haben. Ich arbeite nun jeden Tag für ein paar Stunden an der Schule. Kurzfristig bin ich für eine erkrankte Kollegin eingesprungen. Nun müssen Maxim und Nadeschda auch länger in der Schule bleiben. Beide haben das aber gut geschafft. Vielleicht auch, weil ich unser außerschulisches Leben drastisch entschleunigt habe. Es ist eine Phase. Und das ist gut so. Auf Dauer bin ich mir noch nicht sicher, ob dies ein gutes Konzept für unseren Alltag ist. Das werden die nächsten Wochen zeigen. Doch für den Moment bin ich dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Nadeschda verkündete Anfang der Woche, dass sie das nun mit der Schule und den Hausaufgaben ganz alleine macht. Mein heimlicher Blick in ihre Hefte zeigt mir, dass sie es wirklich ernst meint und gewissenhaft ihre Aufgaben erledigt. So schnell ist sie ein großes Schulkind. Wunderbar!
  2. Der Blick über den Tellerrand hilft. Die Arbeit mit den Kindern in der 5. und 6. Klasse zeigt mir, wie weit Maxim schon ist. Wie gut er vor allem schreiben und lesen kann! Wieder einmal war ich so stolz auf meinen Sohn, welch langen Weg er schon gegangen ist und wie sich doch alle Mühen auszahlen.
  3. Auch wenn sich nun vorübergehend unsere Übzeiten verschoben haben, so hat sich bisher meine alte Freundin, die Anstrengungsverweigerung noch nicht wieder gezeigt. Im Gegenteil, beide Kinder arbeiten ungewohnt vorbildlich. Das beruhigt für den Augenblick ungemein.

Nachdem ich nun auch wieder in der Akademie die Schulbank drücken musste, und dies auch das ganze Wochenende, freue ich mich nun noch auf einen ruhigen Sonntagnachmittag und eine wohlbehaltenen Start in eine neue spannende Woche. Möge es für Euch auch eine erfüllte werden.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (70)

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Photo by Terry Matthews on unsplash.com

Nach einer Woche Winterferien in den Schweizer Bergen sind wir gestern Nacht wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. Wunderbar war es! Wir haben diese Familienzeit in weiten Teilen genossen, bevor uns nun wieder der Alltag einholt. Ab Morgen beginnt wieder die Schule. Auch ich kehre zurück in meine Ausbildung und muss wieder die Schulbank in der Akademie drücken. Noch ein halbes Jahr, und dann ist es geschafft. Während Richard und die Kinder sich im Schwimmbad tummeln, schaue ich dankbar auf diese Sonntagslieblinge:

  1. Diesmal sind wir alle gesund geblieben und der Schweizer Dorfarzt hat leider nichts an uns verdient. Ein seltenes Ereignis, denn bei den vorangegangenen Skiurlauben waren Nadeschda oder ich krank, manchmal auch wir beide zusammen, oder Maxim war wegen Stürzen in der Notaufnahme des Kantonspitals.
  2. Hatte ich am vergangene Sonntag noch eine kleinen Mangel an Schnee festgestellt, so wurde das wahrscheinlich erhört. Von Sonntag Nacht an bis Dienstag Abend schneite es in einem fort. So viel Schnee habe ich zuletzt in Kanada vor etlichen Jahren erlebt. Lawinengefahr und Sturm taten ihr übriges, um uns zwei Tage nur ans Haus zu fesseln. Wir haben aber das beste daraus gemacht. Wir haben viel gelesen, und mit Spielzeug Lawinensprengungen und Bergrettung nachgespielt. Nadeschda schreibt nun auch selbstständig „Lawinengefahr“. Der Abgang eines gesprengten Schneefeldes ist ihr und vor allem auch Maxim in bleibender Erinnerung geblieben.
  3. Die Kinder und ich waren zum ersten Mal Schlittschuhlaufen. Es war ein kleines Abenteuer, das wir drei tapfer und mutig überstanden haben. Nach anfänglichen Unsicherheiten klappte es dann richtig gut!

Nun starten wir in eine neue Schulwoche, die Ranzen sind gepackt und wir harren all dem, was uns nun in diesem neuen Jahr in der Schule erwartet. Habt noch einen wunderbaren Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (69)

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Photo by Michal Prucha on unsplash.com

Gut sind wir in das neue Jahr gestartet. Ein paar Tage Routine nach einem aufregenden Silvester taten uns gut. Nun sind wir zum Abschluss der Ferien in die Schweizer Berge gefahren, anscheinend unser mittlerweile dauerhaftes Ferienziel. Noch könnte es eine wenig mehr Schnee haben. Doch zum Skifahren ist es mehr als ausreichend und auch unsere liebste Rodelpiste ist offen. Auf uns wartet nun also eine Woche mit vielen gemeinsamen Aktivitäten im Schnee. In die Vorfreude darauf mischen sich somit meine heutigen drei Sonntagslieblinge:

  1. Maxim hat einen gewaltigen Schuss in die Höhe getan. Kurz vor unserem Urlaub haben wir es dann doch noch geschafft, ihn nahezu neu einzukleiden. Irgendwie waren Shirts und Hosen doch an Armen und Beinen mächtig kurz geworden. Dass er wieder wächst, ist ein wunderbares Zeichen. Das heißt, er ist seelisch wieder stabiler. Die Ferien scheinen ihm wirklich gut zu tun.
  2. Nadeschda hat sich in den Ferien zu einer wunderbaren Puppenmutter entwickelt. Seit Neustem strickt sie nun selbst Puppenpullover für ihre Puppenbabys. Ob sie damit auch einen Weg gefunden hat, ihre Trauer um das eigene Babysein zu verarbeiten?
  3. Auf der Reise hier her haben wir wieder einen Zwischenstopp bei lieben Freunden gemacht und die Zeit mit wunderbaren Gesprächen genossen, auch wenn im Schwarzwald leider zu wenig Schnee zum Rodeln lag.

Habt einen ruhigen und erholsamen Sonntag, und all denjenigen, die morgen wieder in ihren Schulalltag zurückkehren, wünsche ich einen gelungenen und wohlbehaltenen Start!