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Charlotte’s Sonntagslieblinge (123)

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Photo by Evan Wise on unsplash.com

Wir haben die erste Schulwoche erfolgreich – und relativ entspannt – hinter uns gebracht. Und das auch noch mit vielen Arztterminen. Was man eben so machen muss – Augenarzt, Kieferorthopäde, …-, auch wenn es leibliche Kinder wären. Doch wir haben andere Sachen dafür sein lassen, das Üben etwas herunter gefahren. Und so klappte der Übergang in den Alltag ziemlich gut. Ohne große Dramen, ohne große Schwierigkeiten, ohne den Atem anhalten zu müssen, ob das alles so klappt. Und so bin ich in diesen frühen Morgenstunden an diesem Sonntag dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Zu Beginn gleich zwei „Dinge“ auf einmal: Meinen Mann und meinen Trockner. Wir haben tatsächlich am vergangenen Sonntag, nachdem die Stille der besinnlichen Morgenstunden verhallt war, 10 Maschinen Wäsche gewaschen und getrocknet. Es ist einfach unglaublich, was sich nach einem Skiurlaub so alles ansammelt. Unser Trockner, den Richard und ich uns als unser erstes gemeinsames Weihnachtsgeschenk vor bald zwanzig Jahren (!!!)  geschenkt haben, lief und lief und lief. Ohne zu schwächeln. In derselben Zeit haben wir mittlerweile die dritte Waschmaschine angeschafft. – Und genauso begeistert war ich von meinem Mann, der dann auf einmal seine Fähigkeiten zum Wäschzusammenlegen wieder entdeckt hat und mehr als die Hälfte der Waschmaschinenladungen, die von unserem wunderbaren Trockner getrocknet wurden, auch zusammengelegt hat. Großartig!
  2. Nadeschda hat den Wiedereinstieg in die Schule bravurös gemeistert. Mit all der Unlust, die sie vorher hatte, hätte ich das nicht erwartet. Es scheint, als wäre sie nun im Moment in der aktuellen Schreibepoche oben auf. Damit hätte sich all unser Üben und Arbeiten Zuhause wirklich ausgezahlt. Es wäre das erste Mal, dass sie in der Schule mit ganz vorne dran ist. Genau das, was sie verdient hat!
  3. Maxim muss einmal wieder mit dem Rechnen kämpfen. Wie viele andere Kinder in seiner Klasse auch. Aber dennoch, ich mache mir auf der einen Seite Sorgen, ob er auch weiter alles mitbekommt. Aber auf der anderen Seite bewundere ich seinen inneren Kampf und seinen inneren Willen, es doch jeden verdammten Tag immer wieder neu zu versuchen, zu lernen, zu üben, zu wiederholen, sich durch zu kämpfen. Er ist so unglaublich tapfer!

Nun freue ich mich über  ein wenig Neuanfang für das Jahr in meinem Haus. Alle alte Weihnachtsdekoration musste weichen. Und Frühlingsvorboten nehmen ihren Platz ein.

Habt einen wunderbaren Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (122)

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Photo by Michal Prucha on unsplash.com

Wohlbehalten sind wir gestern Nacht aus den Schweizer Bergen zurückgekehrt. Auf mich warten nun gefühlt 10 Waschmaschinenladungen Wäsche, die noch heute vor dem Schulanfang morgen gewaschen werden wollen. Und müssen. Denn der Kleiderschrank meiner Kinder reicht nun leider nur für eine Woche. Insofern herrscht dort gerade gähnende Leere. Ich könnte sie jetzt gar nicht zum Anziehen treiben. Denn da ist nicht wirklich etwas außer ein paar kurzen Hosen und Sommerkleidchen – die nicht wirklich zu den aktuellen Temperaturen passen. Während also meine Waschmaschine ihren ersten Dienst tut und der Rest des Hauses noch schläft, sitze ich nun hier und denke in Dankbarkeit an diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Die Zeit, die wir in der vergangenen Woche als Familie verbracht haben. Vor allem das gemeinsame Rodeln war großartig! Ich bin so froh, dass Nadeschda ihre Angst nach dem Lawinenurlaub im vergangenen Jahr, nachdem sie ja auf keinen Berg mehr hinauf wollte, überwunden hat, und mit uns hochgefahren ist, um dann mit dem Schlitten 5 Kilometer ins Tal zu „rasen“… Genauso wie unsere Spieleabende. Solange Maxim die „Bank“ war und damit der Chef, ging das wunderbar.
  2. Schlittschuhlaufen mit beiden Kindern.Wir haben es tatsächlich geschafft: Wir waren Schlittschuhlaufen! Mehrmals! Und es war zauberhaft!
  3. Dennoch recht viel Zeit zum Lesen und für mich zu haben. Ich bin einfach früh aufgestanden und habe die frühen Morgenstunden für mich genutzt. Auch wenn es eher berufliche Lektüre war, aber dennoch, so fühle ich mich immerhin gut vorbereitet auf meine nun in der kommenden Woche startende Theaterproduktion an der Schule und mein Buchprojekt, das nun in den kommenden Wochen ebenso in Angriff genommen werden muss. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich „Meister und Margarita“ erst einmal wieder zur Seite gelegt habe.  Es brachte mir dann nicht die gewünschte Ablenkung und Entspannung, neben all der Fachliteratur zu Traumatisierung und ähnlichem. Stattdessen begleitete mich „Altes Land“ von Dörte Hansen. Das hatte ich einfach mal gekauft, als ich auf Richard am Flughafen wartete, und niemals zu Ende gelesen. Nun war es dann dran. Da es ein Taschenbuch war, packte ich es einfach noch mit ein. Durch Zufall. Oder Intuition. Egal. Gelohnt hat es sich, auf jeden Fall.

Habt einen erholsamen und ruhigen Sonntag und startet wohlbehalten in die neue Woche.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (121)

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Photo by Mara Ket on unsplash.com

Mit den ganzen Feiertagen, oder viel eher wie sie in diesem Jahr lagen, bin ich so manches Mal durcheinander gekommen. Am Neujahrstag brach ich irgendwann nachmittags in innere Hektik aus, weil ich für einen kurzen Moment dachte, ich müsse noch meine „Sonntagslieblinge“ schreiben, da mir auch gefühlt die Zeit zwischen dem vorangegangen Sonntag und dem Neujahrstag schon bald wieder wie eine ganze Woche vorkam. Irgendwie war alles ein wenig aus den Fugen. Sehr konnte ich Fundevogel’s Beitrag zu „Weihnachten … nicht für Weicheier“ nachempfinden, auch wenn unsere Weihnachtszeit wirklich ruhig war. Aber dennoch spürte man eine gewisse Anspannung bei unseren Kindern und vor allem den Verlust von Routine gepaart mit einer Überdosis Reize und Geschenke. Nach dem Neujahrstag kehrte tatsächlich kurzfristig etwas Routine in unseren Alltag ein. Doch nun sind wir an unserer dritten Etappe unserer Ferien, unserem alljährlichen Skiurlaub, angekommen. Während ich dies schreibe, blicke ich auf ein blütenweißes Alpenpanorama in den Schweizer Bergen. Langsam geht die Sonne über dem Tal auf und der neue Tag liegt vor uns. Gestern sind wir hier heile angekommen und nun werden wir später sehen, was dieser Urlaub für uns bereit hält. Es wird gut tun, in der Abgeschiedenheit das neue Jahr langsam zu beginnen, noch ein wenig Inne zu halten, ehe der Alltag wieder seine kräftigen Arme um uns schließt. So bin ich an diesem stillen Morgen, bevor das Geräusch der ratternden Lifte zu uns in die Wohnung dringt und es meine Kinder nach draußen in den Schnee treibt, dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Wir haben tatsächlich ein wunderschönes und ruhiges Silvesterfest mit zwei sehr lieben Freunden verbracht. Mir tat es gut, die Chance zu nutzen ( da beide Gäste sich am liebsten vegan ernähren), endlich einmal wieder in Kochbüchern zu schwelgen und vegan zu kochen. Es gab orientalische Küche mit einer persischen Neujahrssuppe und gefüllten Auberginen nach einem nordafrikanischen Rezept. Auch der orientalische Kuchen meiner Freundin zum Nachtisch hatte Suchtfaktor. Noch schöner waren allerdings die Gespräche und die träumerischen Ideen, die sich so bei Tisch entwickelten. Dann vielleicht doch ein Buchladen mit selbst geröstetem Kaffee, den unser Freund produziert, und selbst gebackenen Kuchen, den meine liebe Freundin so begeistert backt…? Uns drei verbindet neben vielem die Leidenschaft zu Büchern und so entstand diese Idee… Selbst wenn es nur bei der Idee bleibt, schön war es ohnehin. Und es war einfach ein wunderbares Gefühl, zusammenzusitzen, und auf einmal gemeinsame Ideen zu haben…
  2. Genauso tat es gut, auf dem Weg hier her bei unseren lieben Freunden im Schwarzwald Halt zu machen und einfach einen halben Tag und eine ganzen Abend gemütlich zusammen zu sein, sich zusammen zu finden und Stunden des Austausches unter gleichgesinnten Adoptiveltern zu pflegen. Möge es mehr davon in diesem Jahr wieder geben.
  3. Manchmal sind es auch die profanen Dinge des Lebens, für die ich so dankbar bin. Nach vielem Hin und Her hat Richard doch noch eine Dachbox für unser Auto aufgetrieben. So war das Packen und die Fahrt hier her doch um einiges entspannter.

So, Maxim und Nadeschda sind wach. Der Schnee und die Berge rufen! Habt einen wunderbaren Sonntag und einen guten Start in die neue Woche, für viele von Euch sicherlich in einen wohlgekannten Alltag nach der Ferienzeit. Möge er Euch gut gelingen!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (120)

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Photo by Paul Green on unsplash.com

Es war Weihnachten und daher ruhig auf diesem Blog. Nicht weil es mir an Themen mangelt, sondern weil ich mich bewusst dazu entschieden habe, diese besondere Zeit zwischen den Jahren meiner Familie und mir zu widmen. Schön und erholsam waren die Tage.

In den frühen Morgenstunden, wenn alle anderen noch schliefen, habe ich gelesen. Maxim Biller“s „Sechs Koffer“ habe ich endlich beendet, genauso wie Melanie Raabe’s „Der Schatten“. Beide mehr als lesenswert. Jetzt wartet Michail Bulgakov’s „Meister und Margarita“ in der Neuübersetzung von Alexander Nutzberg auf mich. Ich fliege ja mit Maxim im Frühjahr nach Moskau. Zeit sich vorzubereiten. Auch literarisch… Manchmal kam Maxim morgens verschlafen ins Wohnzimmer getapst, wo ich in meinem Sessel saß und las. Meist gesellte er sich mit einem seiner Bücher zu mir und las ebenso. Neben diesen stillen Momenten habe ich das getan, was ich oft zwischen den Jahren tue: Umräumen, ausmisten, neu gestalten. Das tat gut. War irgendwie befreiend, und wenn auch nicht viel weg gekommen ist, so doch zumindest die alten Wollmäuse, die schon seit langem hinter den nicht vorgerückten Regalen und Schränken ihr Dasein fristeten.

Bevor nun mein Sohn mit einem erneuten: „Mama, was machst Du da…?“ zu mir aus dem Wohnzimmer getroddelt kommt, denke ich an diesem letzten Sonntag in diesem Jahr an all die Dinge, für die ich nach diesem doch sehr sorgenvollen und manchmal schmerzhaften Jahr dankbar bin.  Aus den vielen Gedanken, die mir gerade dabei durch den Kopf gehen, sind dies meine heutigen drei Sonntagslieblinge:

  1. Ich bin so unendlich dankbar für meine beiden Kinder! Immer wieder und wieder! Dieses Jahr mit all seine Sorgen hat mir gezeigt, dass ich sie niemals missen möchte. Niemals!!! Erst vor ein paar Tagen habe ich mir ganz lieben Freunden zusammen gesessen, die ebenso ein Kind aus Russland adoptiert haben. Wir kamen irgendwie im Gespräch auf die Frage, ob wir heute wissend ob all der Schwierigkeiten und Herausforderungen noch einmal adoptieren würden. Und wir alle bejahten diese Frage ganz vehement. Ja, es ist schwierig und es ist herausfordernd, und es kostet mit all den Sorgen, die man sich macht, so viel Kraft. Vielleicht mehr Kraft als mit leiblichen Kindern. Doch auf der anderen Seite haben mir selbst unser zwei Kinder so viel gegeben. Erst vor ein paar Tagen stellte Richard so treffend fest: „Was für eine Entwicklung Du mit diesen zwei Kindern gemacht hast…“ Ja, und welchen Weg ich gegangen bin…. Das hätte ich mir nicht in meinen kühnsten Träumen ausmalen können.
  2. Viel zu selten machen Richard und ich uns bewusst, dass wir genauso dankbar sein können für unsere Zuhause, unsere kleine Familie und die wohlbehüteten Umstände, in denen wir leben, die uns viele andere Sorgen und Nöte ersparen, und uns auch die Freiheit geben, genau diesen Weg mit unseren Kindern zu gehen.
  3. Dankbar bin ich in diesen Tagen für unsere Freunde, die uns auch in schwierigen Zeiten die Stange gehalten haben, die für uns da waren, auch wenn wir nicht immer die besten Kontaktpfleger waren und sind. Wie stellte einer von ihnen an Weihnachten so schön fest: „Es ist doch egal, wie oft man sich sieht und wie oft man miteinander spricht. Die Hauptsache ist doch, dass man für einander da ist, in den Momenten, in denen es darauf ankommt.“

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein großartiges Silvesterfest und einen wohlbehaltenen und gesunden Start in das neue Jahr! Möge es für Euch vieles bereit halten, was Ihr Euch erhofft und wünscht.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (119)

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Photo by Wesley Tingey on unsplash.com

Alle Geschenke sind verpackt, die Weihnachtskarten an die Lieben in unserem Leben sind geschrieben und verschickt, das Weihnachtsessen ist weitestgehend vorbereitet, der Baum wartet im Garten, um nachher von Maxim, Nadeschda und mir geschmückt zu werden. „Einmal werden wir noch wach, dann ist heißa Weihnachtstag!“ geht mir im Kopf herum und Vorfreude macht sich in mir breit. In der Stille des Morgens, denke ich  in Dankbarkeit an unser erstes Weihnachtsfest zurück und an den langen Weg, den wir seither gegangen sind.  So bin ich an diesem Sonntagmorgen vor Heiligabend besonders dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Für die wunderbare Entwicklung, die meine Kinder auch in diesem Jahr wieder vollzogen haben. Wie sie innerlich und äußerlich trotz manchmal widrigster Umstände gewachsen sind und sich unermüdlich nach dem Himmel strecken.
  2. Für die Kraft unserer kleinen Familie, die schweren und sorgenvollen Herausforderungen dieses abgelaufenen Jahres gemeinsam gemeistert zu haben.
  3. Für die Ruhe nun in der Weihnachtszeit, in der wir innehalten und neue Kräfte sammeln dürfen.

In diesem Sinne habt eine zauberhafte Weihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (118)

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Photo by Alisa Anton on unsplash.com

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei… Ja, so schnell vergeht die Zeit, selbst wenn in diesem Jahr nicht die oft übliche Weihnachtshektik ausgebrochen ist. Alle Geschenke sind besorgt, alle Weihnachtskarten geschrieben (fast), der Weihnachtsbaum wartet draußen im kalten Garten darauf, in neuem Glanz zu erstrahlen. Morgen kann die letzten Woche vor Heiligabend beginnen und beschert uns vielleicht ein paar ruhige Momente – bis auf den Einkauf, der mir jetzt schon die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Denn viel früher als am Samstag kann man ja sich nicht in den Supermarkt begeben, und ich weiß jetzt schon, dass der begrenzte Lagerplatz in meinem Kühlschrank mich wieder vor logistische Herausforderungen stellt. Aber das ist noch eine gute Woche hin und so ziehe ich mich lieber für den Moment gedanklich vor dieser Herausforderung zurück und denke lieber in Dankbarkeit an diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Nadeschda führte gestern ihr Krippenspiel in der Schule auf. Wie immer hat sie das ganz großartig gemacht. Bewundernswert fand ich vor allem, dass sie in ihrer fürsorglichen Art erst kurzfristig noch am Donnerstag mit einem anderen Mädchen, das auf einmal seine Rolle nicht mehr spielen wollte, die Rollen getauscht hat. Nun spielte sie die gute Wirtin, die Maria und Josef zumindest den Stall als Herberge anbot.
  2. Maxim hat mal wieder seinen inneren Schweinehund überwunden. Er war zu Beginn der Woche auf einem Geburtstag eingeladen, der in einem Reptilienhaus gefeiert wurde, mit Schlangen, Vogelspinnen, Echsen, ja sogar mit einem Krokodil. Obwohl er sehr skeptisch war, ließ er sich dann doch auf die Tiere ein, streichelte sie, nahm sie auf die Hand und ließ sich fleißig mit ihnen fotografieren. Sein Nervenkostüm war definitiv stärker als meines, als ich später die Bilder von dem Geburtstag sah.
  3. Für die nun hoffentlich ruhigere Zeit bis Weihnachten und dann zwischen den Jahren habe ich mir ein neues „Projekt“ ganz für mich alleine vorgenommen: Im Sinne von“Lesen als Therapie“ versuche ich mich meinem immer größer werdenden Stapel an ungelesenen Büchern zu nähern und will nun jeden Tag 100 Seiten lesen. In den vergangenen zwei Tagen ist mir das auch schon gut gelungen. Und auch jetzt werde ich die früh sonntägliche Stille in unserem Haus nutzen und mich wieder meiner Lektüre widmen.

Habt es also schön an diesem 3. Advent und kommt gut in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (117)

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Photo by Joanna Kosinka on unsplash.com

Eine dichte Woche liegt hinter uns, aber auch ein geruhsames Wochenende hält uns gerade wohlwollend in seinem Schoß. Wieder einmal genieße ich die sonntägliche Stille morgens im Haus, während der Rest der Familie noch schläft, oder wie mein Sohn, in seinem Bett liegt und liest. Ich tue dies auch, wenn ich mit diesen Zeilen fertig bin. Doch erst sitze ich mit einer Tasse wunderbarem Kaffee auf der Couch und denke an die Momente der Dankbarkeit der vergangenen Woche. So sind dies heute meine drei Sonntagslieblinge:

  1. Maxim und ich hatten gestern einen wunderbaren „Jungsnachmittag“.  Mit zwei seiner Freunde waren wir zusammen in der jährlichen Zirkusvorstellung der Schule. Als Zuschauer. Maxim trat ja nicht auf, was den beginnenden Advent deutlich entspannt hat. Um so schöner war es, mit den drei Jungs einfach einen fantastischen Nachmittag zu verbringen.
  2. Nadeschda hat tapfer ihre Untersuchungen beim Kinderneurologen zur Testung einer mögliche Dyskalkulie überstanden. Das hat sie wirklich großartig gemacht. Samt aller Begleitumstände mit früh aufstehen, langer Autofahrt und dann auch noch fit sein und mitmachen. ja, sie ist mittlerweile 8 Jahre alt, aber dennoch. Ich war müde nachmittags, als wir zuhause waren. Und das obwohl ich keine Tests über mich ergehen lassen musste, sondern nur im Wartezimmer über die Aussagen der Ärztin nachdenken durfte.
  3. Die Lieblingstante war da, und wir haben mit den Kindern wieder wunderbare Knusperhäuschen gezaubert. Nach all den Jahren sind wir nun schon wirklich professionell unterwegs und nun wissen wir endlich auch, wie es zügig, aber dafür auch entspannt für uns Erwachsenen geht. Ich habe nach all den Jahren das ultimative Teilrezept gefunden und wir haben uns endlich auch die perfekte Mischung für den Eischneekleber gemerkt. Damit haben wir viele Unwägbarkeiten beim Lebkuchenhausbau beseitigt. Und nun freuen wir uns jeden Tag wieder an unseren wunderbaren Zuckerhäuschen.

Habt einen zauberhaften 2. Advent! Und kommt vor allem wohlbehalten in die neue Woche.