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#bestofElternblogs im September

happy family with two kids walking at sunset

Mit freundlicher Unterstützung von Fotolia

Anja von der Kellerbande ruft regelmäßig zum 1. des Monats zu den besten Beiträgen der Elternblogs auf. Und auch heute mache ich gerne wieder mit. Mein meist gelesener Beitrag im August war „Meine Karriere, seine Karriere, unsere Karriere? – Vom Zurückstecken, Unterordnen oder klassischer Arbeitsteilung in der Familie“, in dem ich  über meine Karriere nachdenke, die es so nicht mehr gibt und wahrscheinlich auch nicht mehr geben wird. Aber an ihre Stelle eine andere „Karriere“ getreten ist….

Habt Dank für’s Lesen, Teilen, Mitfühlen! Das freut mich jedes Mal wieder von Neuem.

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Meine Karriere, seine Karriere, unsere Karriere? – Vom Zurückstecken, Unterordnen oder klassischer Arbeitsteilung in der Familie

happy family with two kids walking at sunset

Mit freundlicher Unterstützung von Fotolia

Meine Berufstätigkeit beschäftigt mich gedanklich nach wie vor. Gerade im Augenblick, wo wir uns noch in die 1. Klasse einfügen, wo wir nach einer langen und erholsamen Sommerpause wieder in unseren Tritt und Rhythmus kommen müssen. Gerade jetzt ist die „Familienarbeit“ wieder sehr intensiv und eine Teilzeitarbeit egal in welchem Umfang eher fraglich. Doch auch meine Kinder werden größer, eine irgendwie geartete Altersversorgung braucht es dann auch einmal irgendwann und ob wir uns auf den beruflichen Erfolg meines Mannes auf Dauer verlassen können, ist auch nicht immer gewiss. Insofern ist ein sich vollständig aus der Arbeitswelt verabschieden auf Dauer nicht unbedingt eine Option. Über Katharina’s Beitrag „Mein Mann, seine Karriere und ich und warum diese Überschrift für uns doch nicht passt“ auf Kinderleute bin ich auf Berdiens Blogparade „Mein Mann, seine Karriere und ich“ auf ihrem Blog Bejewly aufmerksam geworden und mache gerne mit.

Als Richard und ich uns kennenlernten, arbeiteten wir in ähnlichen Jobs in ein und derselben Branche. Gleichberechtigt arbeiteten wir und teilten uns unseren Alltag. Im Gegensatz zu Katharinas Erfahrung, war er auch ein Partner, der mich immer ermutigte, meine Hobbys aufrechtzuerhalten bzw. eingeschlafenen Hobbys wieder aufzugreifen. Er richtete mir sogar eine eigene Werkstatt zum Malen ein. In unserer Lebensplanung sagten wir immer: „Derjenige der mehr verdient, bestimmt den Wohnort und den Lebensmittelpunkt.“  Es gehört zu den Ungerechtigkeiten des Lebens und der Wirtschaft und zu Richards Verhandlungskünsten, dass er schnell deutlich mehr verdiente als ich und zügiger in seiner Karriere vorankam. Insofern war bei unserer Familienplanung klar, dass ich in Elternzeit gehen würde und danach für das Kind vorerst beruflich zurückstecken würde. Mich vollständig aus dem Berufsleben zu verabschieden, stand damals nicht zur Diskussion. Auch im Adoptionsprozess hielt ich an der Idee fest, nach einem Jahr wieder – zwar reduziert – in meinen alten Beruf einzusteigen.

Doch das Leben hatte vielleicht anderes im Sinn mit mir. Denn es kam alles anders. Wir adoptierten nicht nur ein Kind, sondern gleich zwei. Meine Schwiegermutter, die Teil einer Unterstützung hätte sein können, erkrankte an Krebs und starb zehn Monate nach Ankunft von Maxim und Nadeschda. Und erst mit der Zeit zeigte sich immer mehr, wie viel Fürsorge, Unterstützung und konstante Präsenz unsere beide Kindern von einem Elternteil brauchten und bis heute brauchen. So blieb ich also weiter Zuhause. Ich kann zwar inzwischen ein wenig freiberuflich arbeiten und habe ein Buch geschrieben. Doch eine Aufgabe in einem regelmäßigen Angestelltenverhältnis ist zur Zeit noch undenkbar. Denn der Hauptteil der Fürsorge für Maxim und Nadeschda liegt bei mir. Ich kümmere mich um die Schule, begleite Hausaufgaben und tägliches Üben, ich organisiere ihre Hobbies und Verabredungen, ich sorge für die richtige Begleitung durch Ärzte, Therapeuten etc. Ich sage Abendtermine ab, wenn Richard auf Geschäftsreise ist und der eine Abend mit Kinderfrau schon ausgeschöpft ist, ich komme später zu Fortbildungen oder Seminaren, wenn Richard einen Geschäftstermin hat und die Kinder nicht zur Schule bringen kann. Ich bleibe Zuhause, wenn der Babysitter krank ist. Wie Katharina schrieb: Ich habe meine berufliche Karriere aufgegeben, damit wir eine Familie sein können.

Doch vielleicht gibt es ja gar nicht MEINE Karriere und SEINE Karriere. Dass Richard so erfolgreich im Job ist und so viel Geld verdient, dass wir auf ein zweites Gehalt nicht angewiesen sind, liegt ja auch daran, dass ich mich zuhause um (fast) alles kümmere. Er kann weitestgehend frei agieren und muss niemals auf meine Termine oder die Kinder Rücksicht nehmen. Denn ich bin ja immer verfügbar. Richard weiß diese Freiheit zu schätzen und rechnet mir dies hoch an. Insofern ist sein beruflicher Erfolg ein Stück weit auch meiner. Genauso wie die stetige Entwicklung unserer Kinder und unser Zusammenwachsen als Familie auch ein Großteil meines „Verdienstes“ ist. Mit vielen Schritten, die Maxim und Nadeschda gegangen sind, weiss ich, dass sie diese nur gehen konnten, weil ich immer für sie da bin. Weil Richard und ich ihnen in unserer klassischen Arbeitsteilung – der Vater verdient das Geld und die Mutter kümmert sich um das Zuhause – eine sichere Umgebung geben, in denen sie wachsen und heilen können.  So ist es dann vielleicht UNSERE Karriere. Doch eben nicht nur in beruflicher Hinsicht, sondern unsere Karriere als Familie.

Letztendlich hat unsere Arbeitsteilung auch etwas sehr privilegiertes. Und dies nicht nur, weil ich nicht jeden Morgen wie so viele im Stau stehen muss, um in irgendein Büro zu fahren. Nein, denn ich kann meine wenigen – aber mit zunehmendem Heranwachsen von Maxim und Nadeschda immer größer werdenden – Freiräume nutzen, um mir selbst neue Perspektiven zu eröffnen. So wie ich es ja bereits mit meiner Ausbildung begonnen habe. Mit dem Muttersein haben sich für mich auch neue Horizonte eröffnet, die ich anders nicht hätte erfahren können. Wahrscheinlich hätte ich nie ein Buch geschrieben, geschweige denn würde mich nun mit einem zweiten gedanklich tragen. Wahrscheinlich hätte ich nie diesen Blog begonnen. Ich hätte mich nicht so intensiv mit Kindesentwicklung, Erziehung und der Begleitung von traumatisierten Kindern beschäftigt. Und sicherlich hätte ich nie in Erwägung gezogen, eine Ausbildung zu machen, die wenig mit meinem vorangegangenen Berufsleben zu tun hat. Somit hat das auch alles sein Gutes.

Vielleicht muss man einfach den Begriff der Karriere anders definieren. Denn es geht im Leben ja nun nicht nur um den beruflichen Erfolg und immer mehr Geld auf dem Konto. (Vorausgesetzt der Lebensunterhalt ist gesichert.) Vor allem geht es doch darum, ein erfülltes und glückliches Leben zu haben. Das wäre für mich „Karriere“. Und wenn ich mir in guten Momenten Maxim und Nadeschda, unsere Kinder, betrachte, dann weiss ich, mein Leben ist mehr als erfüllt.

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#bestofElternblogs im August

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Anja von der Kellerbande ruft regelmäßig zum 1. des Monats zu den besten Beiträgen der Elternblogs auf. So auch gestern.  Natürlich mache ich wieder mit, nachdem nun meine Statistiken heute wieder funktionieren. Im Juli war es der Beitrag  „Das Wutmonster ist wieder da…“, der am meisten aufgerufen und gelesen wurde. Hier geht es um die wieder aufkeimende Wut bei meinen Kindern, vor allem bei Nadeschda, die mit den nun anstehenden Veränderungen mit Blick auf die Schule kämpft.

Habt Dank für’s Lesen, Kommentieren und mir Folgen! Das ist jeden Tag wieder eine große Freude…

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Ich packe meinen Koffer… – die Urlaubsblogparade

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Mit freundlicher Unterstützung von Pixabay

Schon immer bin ich gerne und viel gereist. Bereits während des Studiums zog es mich immer wieder in die Ferne, gerne auch länger, um dort zu studieren oder zu arbeiten und um vielleicht im Ausland irgendwo Wurzeln zu schlagen. Doch dann hat es mich nach einer gewissen Weile immer wieder nach Hause gezogen. Auch Richard und ich haben ohne unsere Kinder die halbe Welt bereist, der amerikanische Kontinent im Norden wie im Süden war dabei unser Hauptreiseziel. Genauso gerne liebten wir Städtereisen in Europa. Mal schnell für ein paar Tage irgendwo hin, Wien, London, Madrid, Venedig. Ich war zudem gesegnet mit einem Job, bevor Maxim und Nadeschda zu uns kamen, in dem ich immer mal wieder reisen durfte. Immer mal wieder raus aus dem Alltagstrott im Büro und ab in eine europäische Metropole. Das war schön und beruhigte meine Hummeln im Hintern. Viel hat sich verändert mit unseren Kinder. Nicht nur unser Alltag, auch das Reisen. Aber die Hummeln im Hintern sind geblieben. Und schon früh nach Maxims und Nadeschdas Ankunft nutzte ich die Freiheiten des Kindergartens und ging mit den Kindern auf Reisen. Natürlich keine großen Urlaubsreisen, aber häufige Besuche bei Freunden irgendwo in Deutschland. Seitdem nun beide Kinder in der Schule sind, geht das nicht mehr ganz so häufig. Zudem brauchen wir auch einfach mehr die Erholung Zuhause zwischendurch. Um so mehr freue ich mich jetzt auf unsere Urlaube in diesen Sommerferien.

In Vorfreude auf unsere diesjährigen Urlaube – ich fahre mit Maxim und Nadeschda gleich zweimal in diesem Ferien weg – nehme ich gerne an Sylvi’s Blogparade „Ich packe meinen Koffer…“ auf momsfavoritesandmore teil.

Was muss unbedingt mit in den Koffer?

Das kommt drauf an, in welchen Koffer. In meinen muss definitiv mein Laptop und mindestens drei spannende Bücher sowie mein Notizbuch. In die Koffer meiner Kinder ein dickes spannendes Buch zum Vorlesen, ein Sack voll Kuscheltiere – die dann am Urlaubsort mit Missachtung gestraft werden -, Malsachen und ein paar Handverlesene Matchbox Autos. Am wichtigsten sind allerdings die Kuschelkissen der Kinder.

Ein Urlaubsbegleiter, den Ihr anderen Eltern absolut empfehlen könnt?
  • Eine feste Reiseapotheke mit allem, was man für den Notfall mit Kindern braucht: Hustensaft, Nasentropfen, Salbe gegen Prellungen, Verbandsmaterial, etwas gegen Durchfall und bei Magendarmverstimmungen, Fiebersaft, Insektenspray, Creme gegen Insektenstiche, Creme gegen Sonnenbrand, ein Antibiotikum für alle Fälle.
  • Die Kuschelkissen von Maxim und Nadeschda. Damit fühlen sie sich überall zuhause und schlafen somit problemlos, egal wo.
Wie packt Ihr? 

Ich muss gestehen, ich bin ein Packprofi. Das war ich schon vor den Kindern und jetzt mit ihnen bin ich es erst recht (wieder). Ich brauche keine Listen mehr, die aktivieren sich von selbst in meinem Kopf, wenn es dann am Tag vor der Abreise ans Packen geht. Meist bin ich nach eineinhalb Stunden fertig, egal wo wir hinfahren, ob an den Strand, in die Berge, für drei Wochen mit dem Flugzeug in die USA oder für drei Tage auf einen Bauernhof in eine nahegelegenes Gebirge. Ich muss dazu aber gestehen, dass a) Maxim und Nadeschda ihr Spielzeug fast immer schon selbst packen und b) ich Teile des Equipment schon immer vorgepackt im Schrank habe. Unsere Kulturbeutel sind immer schon befüllt, die Reiseapotheke ist immer aufgefrischt, die Schwimmsachen sind in einer eigenen Tasche, die Strandspielsachen ebenso. Das erleichtert und beschleunigt den Packprozess ungemein.

Für Richard hingegen, der wieder seine Sachen selbst packen muss – nachdem ich in Elternzeit zuhause war, hatte ich ein paar Mal den Anflug, für ihn mitzupacken, doch dann war es nicht immer ganz richtig und so stellte ich diesen Service wieder ein – , ist das Packen der reinste Horror, egal wie lange er verreist. Er tut dies auch immer in der allerletzten Minute, zögert den Moment bis zum allerletzten heraus. Was es nicht unbedingt besser macht.

Hat sich Eure Art zu reisen verändert, seitdem Ihr Kinder habt?

Ja, wenn auch auf eine bemerkenswerte Weise. Denn weder schrecken wir vor langen Fernreisen zurück, noch vor langen Autofahrten. Denn wir haben Maxim und Nadeschda von Anfang daran gewöhnt und sie sind ganz tolle Reisekinder. Allerdings bleiben wir nun ausschließlich an einem Ort und wir kehren auch gerne immer wieder an denselben Ort zurück. Erst in den letzten zwei Jahren haben wir begonnen, einmal im Jahr uns ein neues Reiseziel auszusuchen. Doch Städtereisen lassen wir bisher immer noch sein.

Wohin geht es in diesem Jahr?
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Nachdem wir unsere große Fernreise in meine zweite Heimat bereits in den Osterferien gemacht haben, bleiben wir diesmal im deutschsprachigen Raum. Zuerst geht es für Maxim, Nadeschda und mich wieder in unser Lieblingshaus in den bayrischen Bergen. Unseren Familienurlaub verbringen wir dann in Graubünden. Nach drei Wochen Strandurlaub im vergangenen Jahr, möchten wir in diesem Jahr einmal den Kontrast in den Bergen ausprobieren. Statt Ferienhaus gehen wir in ein Familienhotel. Eine Premiere für uns, verbunden mit der idealistischen Vorstellung, dass es auch für mich Urlaub von Kochen und Wäschewaschen ist…

Fahrt Ihr jedes Jahr woanders hin? Oder habt Ihr einen Ort, an dem Ihr immer wieder gerne seid? Warum fahrt Ihr da hin? Was wird dort für Kinder geboten?
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Im Grunde haben wir drei Orte an die wir immer wieder gerne zurückkehren: Da ist zum einen meinen zweite Heimat in den USA. Es ist immer wieder ein Stück weit ein nach Hause kommen, wenn wir dort sind. Der private Strand am See und das große Haus, aber auch ein großer Wasserpark sind einfach perfekt für Maxim und Nadeschda, neben der wunderbaren amerikanischen Oma, die uns alle umsorgt. Dann ist da mein Lieblingshaus in den Bergen, mit dem Reiterhof in unmittelbarer Nachbarschaft, mit schönen Wanderwegen, die Kindgerecht sind, mit einem Märchenpark in der Umgebung und einem Indoor-Spielplatz bei schlechtem Wetter. Und schließlich ist es noch unser Skiort in den Schweizer Alpen, in den Richard und ich schon ohne Kinder gefahren sind. Autofrei und mit einem unendlich großen Skigebiet und Rodelpisten für unsere nicht Skifahrende Tochter. So schön es auch ist, immer wieder etwas Neues im Urlaub auszuprobieren. Aber an bekannte Orte zurückzukehren lässt einen sofort da sein und in den Urlaub hineingleiten, ohne eine lange Orientierungsphase.

Habt Ihr ein Lieblingssouvenir aus Eurem letzten Urlaub?

Schöne Souvenirs waren in den letzten Jahren immer Muscheln, Steine, Scherben etc., die die Kinder am Strand gesammelt hatten. Mit denen haben wir dann Zuhause Strandgutbilder gemacht und sie als Urlaubserinnerung aufgehängt. Langsam entsteht daraus eine richtige Bildergalerie.

Wie packt Ihr Eure Koffer? Wo und wie verbringt Ihr Eure Ferien. Erzählt davon und macht mit bei Sylvie’s Blogparade. Ich freue mich drauf und wünsche Euch allen eine tolle und unvergessliche Ferienzeit.

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#bestofElternblogs im Juli

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Anja von der Kellerbande ruft regelmäßig zum 1. des Monats zu den besten Beiträgen der Elternblogs auf. So auch heute und natürlich mache ich wieder mit. „Angriff auf das Urvertrauen“ war im Juni der meist gelesene Beitrag von Euch. Darin erzähle ich von einem außerordentlichen Vorfall in der Schule, dem unerwarteten Angriff auf das Urvertrauen  zwischen meinem Sohn und mir, und welche Konsequenzen das hatte. Er hat viel ins Rollen gebracht und auch Diskussionen in Gang gebracht.

Ich danke Euch für’s Lesen und für Eure Kommentare. Habt ein wunderbares Restwochenende und einen guten Start in die Woche!

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#BestofElternblogs im April

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Anja von der Kellerbande ruft regelmäßig zum 1. des Monats zu den besten Beiträgen der Elternblogs auf. Natürlich mache ich wieder mit. „25 total gute Gründe für eine Trotzanfall“ , die Blogparade, zu der Susanne von halloliebewolke aufgerufen hatte, war im März der Beitrag, den Ihr am meisten angeklickt habt. Danke Euch dafür!

Und der 26. Grund für einen Wutanfall zu Beginn der Frühlings: Die Gänseblümchen im Garten sind noch nicht lang genug gewachsen, um einen Blumenkranz zu flechten.

Habt ein wunderbares Frühlingswochenende!

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Blogparade: 25 total gute Gründe für einen Trotzanfall

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Die liebe Susanne von halloliebewolke hat zur Blogparade „25 gute Gründe für einen Trotzanfall“ aufgerufen. Auch wenn Maxim und Nadeschda aus dem klassischen Trotzalter herausgewachsen sind, bzw. dieses aufgrund ihrer besonderen Geschichte anders erlebt haben, mache ich gerne bei dieser Blogparade mit. Denn einerseits passt die Blogparade ein wenig auch zu meiner Reihe zur „Anstrengungsverweigerung“, die ich nun in diesen Wochen wieder fortsetzen will. Andererseits ist es so, wie viele von Euch auch schon geschrieben haben: Manchmal sind die Gründe für einen Wutanfall bei einer Betrachtung aus der Distanz wirklich zu komisch und lustig. Und so schwer es auch ist, Geduld und Verständnis bei einem gerade tobenden Kind aufzubringen, Humor hilft dabei doch ungemein, diese Situation zu ertragen. So sind dies also unsere 25 guten Gründen für einen Wutanfall:

  1. Ein Druckknopf geht am Schlafanzug nicht zu.
  2. Das Ärmelbündchen der Jacke muss ÜBER den Handschuh gezogen werden.
  3. Der Reissverschluss am Schuh klemmt.
  4. Mama macht keine Schleife, auch wenn Maxim schon selbst die Schleife am Schuh binden kann.
  5. Mein Kind vergisst, dass der liebe Gott es mit zwei gesunden Händen ausgestattet hat, und sitzt mit am Fuss hängender Hose verzweifelt auf dem Badhocker und versucht mit dem anderen Fuss die Hose auszuziehen.
  6. Das T-Shirt wird beim Zähneputzen mit Zahnpasta bekleckert. Und die Mama sagt auch noch, das ist nicht schlimm.
  7. Der Pullover wird beim Händewaschen nass.
  8. Das Strickzeug darf nicht mit in die Schule genommen werden.
  9. Der neue Glubschihund wird aus dem Schulranzen konfisziert.
  10. Der Tätowierstift darf nicht mit in die Schule genommen werden.
  11. Der Lippenstift wird aus der Jackentasche konfisziert.
  12. In der Trinkflasche ist stilles statt Sprudelwasser.
  13. Die Brille ist nach dem Putzen an einer klitzekleinen Ecke immer noch dreckig.
  14. Die Mama ruft: „Komm bitte mit Bleistift, Radiergummi und Anspitzer runter zum Üben.“ Bleistift und Radiergummi sind dabei, aber der Anspitzer fehlt. Jetzt muss Maxim noch einmal 17 Stufen nach oben laufen.
  15. Das E hat einen Strich zu viel beim Schreiben bekommen. „Oh man, jetzt muss ich nochmal alles neu machen.“
  16. Beim Lesen ist ein sehr langes Wort im Text oder Maxim überliest konsequent einen Buchstaben im Wort und damit ergibt der Satz keinen Sinn.
  17. Beim Rechnen verwechselt mein Sohn fünfZEHN und fünfZIG.
  18. Statt großen Fruchtzwergen gab es nur kleine im Supermarkt. Und morgens um sieben hat das Geschäft noch geschlossen, um große Fruchtzwerge zu kaufen.
  19. Nadeschda möchte zum Frühstück Obst und Jogurt. Mama stellt ihr beides hin und macht den Jogurtbecher schon auf. „Mama, ich wollte zuerst die Pflaumen essen und dann erst das Jogurt aufmachen! Oh man, jetzt esse ich gar nichts!“
  20. Die Kirschtomaten beim Essen sind klein geschnitten, obwohl Nadeschda sie am Stück haben wollte.
  21. „Diese Jacke hat keine Innentasche. Die ziehe ich nie mehr an. Nie mehr! Verstanden!“
  22. Der Schulranzen schließt nicht richtig, weil der Turnbeutel im Verschluss hängt.
  23. Die Lieblingshandschuhe sind noch nass auf der Heizung. Die alternativen Handschuhe werden abgelehnt: „Oh man, dann muss ich ohne Handschuhe gehen, die anderen ziehe ich nicht an. Kannst Du nicht früher waschen, Mama?“
  24. Auf der Heimfahrt von der Schule sind TickTack UND Kaugummi aufgebraucht und kein Nachschub da.
  25. Im Radio läuft das Lieblingslied und es wird von einem wichtigen Verkehrshinweis unterbrochen.
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Einige dieser Gründe haben zu schweren Tobsuchtsanfällen geführt, bei anderen verrauchte die Wut zum Glück sehr schnell. Die meisten Beispiele stammen aus der jüngsten Zeit unseres Alltags. Doch während ich dies hier schreibe, muss ich all die Tobsuchtsanfälle und Wutausbrüche zurückdenken, die vor allem Maxim in unserem ersten Jahr unserer Familienzusammenseins hatte. Heute weiß ich meistens, was die Ursache für den plötzlichen Zornesausbruch ist, – ob ich sie nachvollziehen kann, steht auf einem anderen Blatt. Aber wie viele Wutausbrüche hatte Maxim, bei denen ich nicht wusste, woher sie kamen. Wie dankbar bin ich, dass das vorbei ist! Meine beiden Kinder artikulieren heute meistens sehr deutlich, was ihnen nun gerade nicht passt. Ob ich das dann ändern kann, sei eine andere Geschichte.