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Charlotte’s Sonntagslieblinge (146)

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Photo by Viko Mozara on unsplash.com

Endlich Ferien! Wir haben es geschafft für dieses Schuljahr! Auch wenn das nächste schon seine Schatten vorauswirft. Aber nun sind erst einmal Ferien. Sechs Wochen durchatmen, runterkommen, Routine aufrechterhalten und dennoch Luft zum Atmen schaffen. Mal sehen wie uns das gelingt. In der kommende Woche sind wir erst einmal Zuhause, ohne Programm. Ich habe davon Abstand genommen in den vergangenen Jahren, die Kinder gleich in irgendwelche Freizeitaktivitäten und Kinderbetreuungsangebote zu schicken. Nadeschda würde das ohnehin nicht wollen. Bei Maxim werde ich ab morgen zwei bis drei Tage das Programm „Mir ist so langweilig.“ aushalten müssen. Aber immer nur für zehn Minuten. Spätestens dann hat er etwas gefunden, womit er sich begeistert beschäftigen kann. Insofern schaue ich gespannt auf die kommende Woche und bin heute erst einmal dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Es war eine sehr dichte und volle letzte Schulwoche. Und das unter harten klimatischen Bedingungen. Und doch haben wir alles gut im Sinne von allen überstanden. Die Theaterproduktion war ein voller Erfolg, in der ich aber auch gelernt habe, mich nur gezielt einzubringen und dabei die Bedürfnisse meiner Kinder nicht aufs Spiel zusetzen. Grenzen ziehen, meine Aufgaben entschlacken und entrümpeln, Verantwortung delegieren und abgeben, das werden Themen sein, die mich nun auch durch die Ferien begleiten werden. Aber ich bin dankbar für die Erfahrungen aus der vergangenen Woche, dass das an vielen Stellen auch funktioniert.
  2. Ich bin froh, dass nun sechs Wochen ohne Schulprogramm auf uns warten. Vor allem auf sechs Wochen ohne die emotionalen Belastungen aus der Schule. Gerade die vergangenen Wochen des Schuljahres haben vor allem Nadeschda gebeutelt und belastet. Auch bei Maxim lief nicht immer alles reibungslos. Allein der Schimpfwortpegel war dramatisch erhöht und hat allein in den vergangenen zwei Tagen genauso wieder um ein erstaunliches Maß abgenommen. Das lässt mich hoffen und freuen auf ein paar Wochen in denen wir durchatmen und Kraft tanken können.
  3. Beide Kinder haben beruhigende Zeugnisse mit nach Hause gebracht. Aus schulischer Sicht scheinen beide auf einem guten Weg zu sein. Selbst wenn ich dies vorher schon geahnt hatte, so tut eine schriftliche Bestätigung doch auch gut. Nun gilt es, dies im kommenden Schuljahr beizubehalten, und beide Kinder in den Ferien weiter so zu stärken, dass sie in der Schule noch besser auf ihre inneren Ressourcen zurückgreifen können.

Kommt noch gut durch diesen Hitze geplagten Sonntag und startet wohlbehalten und gut in eine neue Woche.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (144)

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Photo by Jez Timms on unsplash.com

Erdbeeren. Ich habe dieses Bild von einer satten Erdbeere vor den Augen, dass mich diese ganze Woche begleitet hat. Trotz allem. Trotz viel Arbeit an der Schule. Die nächste und letzte Theaterproduktion für dieses Schuljahr hat begonnen, läuft aber gut. Denn ich hatte die Eingebung, zwei Schülerinnen, die extra nur für Maske, Requisiten und Kostüme eingeteilt sind, einfach in ihren „Job“ einzuweisen und sie dann machen zu lassen. In der Oberstufe darf so etwas funktionieren und es funktioniert. So freue ich mich darüber, habe Bilder von Erdbeeren im Kopf und bin an diesem Sonntag dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Wir waren Erdbeeren pflücken. Ganze sechs Kilo haben wir gesammelt. Die Kinder waren nach dem Sammeln erschöpft und wollten lieber spielen. So bleiben die Erdbeeren Richard und mir überlassen. Zum ersten Mal in Partnerproduktion putzen wir Erdbeeren, kochten sie zu Marmelade ein und produzierten Sirup, während unsere Kinder im Garten spielten. Auch nach bald 20 Jahren Ehe gibt es immer noch Raum für neue Erfahrungen…;-)
  2. In der Schule steuern wir auf die Ferien zu. Der Druck lässt etwas nach. Auch weil beide Kinder, wenn sie nicht mehr so unter Stress stehen, viel eher auf ihr Können und Wissen zurückgreifen können, fällt das tägliche Üben deutlich leichter. Manchmal lassen wir es nun auch mal ausfallen und gönnen uns kleine Pausen in unserem Alltag. Das tut gut!
  3. Maxims Klasse organisierte in der vergangenen Woche einen „Orientierungslauf“. Als Ersatz für den Sportunterricht hatten sie dies als Fach in der Schule gehabt. Die Lehrerin hatte sich zum Abschluss des Schuljahres überlegt, die Kinder selbst einen Orientierungslauf zu organisieren, mit allem, was dazugehört: Einladungen, Anmeldungen, Streckenplanung, Büfett, Urkunden etc. Bei den meisten Eltern – und ganz ehrlich auch bei mir – war zunächst das Gefühl „Oh Gott, noch ein Termin vor den Ferien…“ Doch dann war es wie so oft ganz im Gegenteil eine großartige Erfahrung. Die Kinder hatten eine perfekte Veranstaltung organisiert. Das machte viel Spaß, das zu beobachten. Und für eine knappe Stunde durch den Wald zu laufen und mit meiner Tochter die nächsten Stationen zu suchen, war eine überraschende Auszeit von allen To Do Listen, Alltäglichkeiten, die noch zu erledigen wären und Aufgaben an der Schule, die noch organisiert werden mussten. Es war eine Stunde pures Konzentrieren auf die Strecke und meine Tochter, die uns emsig durch den Wald lotste. Wunderbar!

Habt einen erholsamen Sonntag und kommt gut in die neue Woche! Unsere wird kurz sein, da noch ein Feiertag auf uns wartet. Das ist schön!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (53)

Kastanienfamilie im Park

Mit freundlicher Unterstützung von Fotolia

Nun ist er da, der Herbst. Wieder einmal macht sich eine ganz besondere Stimmung breit, in der Zeit, in der Tag und Nacht sich in ihrer Dauer langsam angleichen. Manchmal mag es eine stürmische Zeit sein. Doch für mich schwingt eher im Moment so etwas wie innere Ruhe und Kraft sammeln für Neues mit.  Und ich hege ein wenig die Hoffnung, dass diese Zeit nun etwas beschaulicher wird. So wie an diesem Wochenende, das für uns schon am Freitag ein wenig begann, da Maxim und Nadeschda schulfrei hatten. Auch wenn ich vormittags noch ein wenig arbeiten musste und wir unser tägliches Übprogramm hatten, so genossen wir doch den freien Tag ohne schulische Verpflichtungen. So sind dies heute meine drei Sonntagslieblinge der vergangenen Woche:

  1. Am Donnerstag hätten wir eigentlich einen Arzttermin gehabt. Der wurde aber vom Arzt kurzfristig abgesagt. Zuerst hatte ich noch überlegt, ob ich jetzt alle anderen geschobenen Termine in Schule und Zirkus doch die Kinder wahrnehmen lassen sollte. Ich entschied mich aber dagegen und freute mich über den „geklauten“ oder besser „geschenkten“ Nachmittag mit meinen Kindern.
  2. Beim Laufen war ich an einem wunderschönen Gladiolenfeld vorbeigekommen. Maxim, Nadeschda und ich fuhren an einem sonnigen Nachmittag dort hin und pflückten Blumen. Nun stehen sie hier auf dem Esstisch und auf meinem Schreibtisch und erfreuen mein Herz.
  3. Meine ToDo-Liste ist nach einer arbeitsamen und erfolgreichen Woche mittlerweile sehr klein. Viel, was mich lange und manchmal auch zu oft beschäftigt hat, ist nun endlich erledigt. Das fühlt sich gut an.

Habt einen erholsamen Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!