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Charlotte’s Sonntagslieblinge (59)

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Photo by Alisa Anton on unsplash.com

Der Oktober neigt sich dem Ende zu. Die erste Schulwoche nach den Ferien ist geschafft. Und das auch einmal wieder ohne Richard, der mal wieder auf Dienstreise war. Prioritäten zu setzen hilft und damit war unsere Woche, da wir uns ausschließlich auf die Schule und mein Praktikum konzentriert haben, überraschend ruhig. Alle Abendtermine habe ich einfach ersatzlos gestrichen. In der Akademie habe ich nicht wirklich etwas verpasst und ein Elternabend in der Schule darf auch ohne mich stattfinden. So schaue ich an einem Wochenende, an dem wir an einem Sonntag erst Halbzeit haben – denn am Montag und Dienstag haben wir wegen des Feiertags schulfrei – auf diese Sonntagslieblinge:

  1. Ursprünglich wollte ich wegen Richards Dienstreise meine Akademie gestern Nachmittag auch streichen. Doch nachdem Nadeschda auf einem Kindergeburtstag eingeladen war, und Maxim sich mit einem Freund verabredet hatte („weil ohne Nadeschda ist es mir zu langweilig, Mama….“), bin ich dann doch gefahren. So ist dann doch wohl auch bei uns, wenn denn die Kinder größer werden…
  2. Das ein oder andere Buch hatte ich ja tatsächlich schon einmal hin und wieder in diesem Jahr gelesen. Dennoch machte mich der Stapel ungelesener Bücher zunehmend unzufrieden. So habe ich nun begonnen, jeden Abend einfach eine Stunde zu lesen. Und das klappt erstaunlich gut.
  3. Neulich hatte ich bei einem der vielen Herbsttipps gelesen, dass der Herbst sich wunderbar für das erste Besorgen von Weihnachtsgeschenken eignet. Und es stimmt. Ich hatte in den Ferien an einem Abend eine wunderbare Eingebung und habe so schon nahezu ein Drittel der Geschenke.

Genießt den herbstlichen Sonntag und habt einen guten Start in eine Woche, die uns noch einmal einen Feiertag beschert. Genießt ihn!

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Charlotte‘s Sonntagslieblinge (36)

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Danke an unsplash.com

Eine Woche mit wenig Schlaf liegt hinter mir – zu viele Abendtermine an der Schule – und mein Körper rächt es. Trotz frühlingshaften Temperaturen bin ich mal wieder erkältet. Auch am Wochenende waren wir mit anderen Familien unterwegs, was meinem Schlafkonto nicht wirklich gut tat. Um so mehr freue ich mich, dass die nächste Woche uns nur drei Schultage beschert und uns viel Mama-Kinder-Zeit erwartet. Viel Zeit, in der wir einfach so in den Tag reinleben dürfen, auch wenn natürlich ein paar Dinge erledigt werden müssen und unsere tägliche Übzeit für die Schule uns erhalten bleibt. Dennoch gab es auch in dieser Woche wieder einmal schöne und wohltuende Momente. So sind dies meine heutigen Sonntagslieblinge:

  1. Maxim und Nadeschda haben ihren ersten Erdbeerkuchen alleine gebacken. Er war so lecker und tröstete über eine verwüstete Küche hinweg, die aber, das muss ich gestehen, beide Kinder danach nach bestem Wissen und Gewissen geputzt haben.
  2. Habt Ihr schon einmal Kühen in der letzten Abendsonne beim Grasen zugeschaut? Wir waren am Freitag auf einem Bauernhof, wo wir dies inmitten der Kuhherde von an die hundert Kühe auf der Weide erleben durften. Zuerst musste ich an die lustigen Lieselotte-Kinderbücher denken mit der verrückten Kuh, die den Postboten jagt. Doch nach einer Weile ließ ich mich auf diese Kühe und die beruhigenden Wirkung ihres phlegmatischen Grasens ein. Lange habe ich nicht mehr so viel innere Ruhe in mir gespürt.
  3. In der Akademie wollte ich an der Einheit im Plastizieren zur Embryonalentwicklung nicht teilnehmen. Die Seminarleiterin bot mir daraufhin an, dass ich auch Zuhause mir eine eigene Aufgabe stellen könnte, um so die Fehlzeiten zu vermeiden. Diese Sonderregelung fand ich ausgesprochen nett. Ich bin dankbar, dass es doch Menschen gibt, die meine „besondere“ Situation respektieren und darauf Rücksicht nehmen, und das ohne unangenehme Fragen zu stellen.

Habt einen wunderbaren Sonntag und einen erholten Start in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (34)

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Danke an pixabay.com

Irgendwie flog diese so verregnete Woche nur so dahin. Nach einem langen Wochenende vergingen die letzten arbeitssamen Tage viel zu schnell. Doch jetzt liegt ein wunderbares Wochenende mit Freunden hinter uns, das wir sehr genossen haben. So sind also dies heute meine drei Sonntagslieblinge:

  1. Beharrlich etwas vorleben zeigt doch seine Wirkung: Meine Kinder haben das aufräumen nicht erfunden und begeistern können sie sich ob ihres cholerischen Temperamentes (Link) auch nicht dafür. Aber als wir am Freitag so im Garten spielten und pflanzten, packte Maxim auf einmal die Aufräumwut. Er räumte alle Kinderfahrzeuge aus unserem Unterstand, kehrte diesen und räumte dann alle Fahrzeuge wieder ordentlich ein, so wie Richard es alle paar Wochen auch macht. Selbst wenn es nicht so scheint, doch offensichtlich bekommt unser Sohn sehr wohl mit, wie eine „schöne Ordnung“ aussehen kann.
  2. Nadeschda kann stricken. In der Schule haben sie nun begonnen, an den Abschlussarbeiten für die Vorklasse zu arbeiten: Eine Tasche stricken. Die Klassenlehrerin strickte Nadeschda eine Reihe vor, Nadeschda nahm die Nadeln und strickte. Mit einer Emsigkeit, die ich noch nie bei einem Kind gesehen habe.
  3. Meine Kinder kochen. Maxim hat mittlerweile das sonntägliche Pfannkuchenbacken übernommen. In dieser Woche wurde das Kochrepertoire um Pizza (die selbstgemachte und kein TK-Ware!) und Salat erweitert.

Habt einen erholsamen Sonntag und einen wohlbehaltenen Start in die neue Woche!

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Das bisschen Familienarbeit…

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Mit freundlicher Unterstützung von Pixabay

Katharina von „Kinderleute“ hatte im Januar eine spannenden Beitrag zu „Soviel ist der Haushalt wirklich – Familienarbeit – der Wahnsinn!“ veröffentlicht. Lange schlummerte der Post noch als Gedächtnisstütze bei mir auf dem Schreibtisch. Nun will ich heute mal meine Rechnung aufmachen, nachdem ich in der vergangenen Woche gedanklich Buch geführt habe. Dies weniger im Nachhall zu „meinem Leben mit drei Cholerikern“, als dass ich mich einmal wieder frage, wo geht sie hin meine Zeit? Ja, ich bin aus den Faschingsferien mit einer nahezu leeren To Do-Liste wiedergekommen, doch jetzt ist sie schon wieder voll, vor allem in Vorbereitung auf Ostern und unseren Urlaub. Ja, ich will und muss meiner Ausbildung nun auch mehr Zeit widmen. Aber, es wäre doch schön, wenn ich meinen Wünschen nach dem Lesen eines guten Buches oder regelmäßigem mindestens sieben stündigem Schlaf endlich einmal konsequent nachgehen könnte. Immerhin, ich habe in der vergangenen Woche wieder angefangen, laufen zu gehen. Also, wo geht sie hin meine Zeit? Und warum hat mein wacher Aktivtag selten weniger als 16 Stunden?

1. Haushalt: 

Dann fangen wir doch mal mit dem beliebten Haushalt an. Warum schwirrt mit mir gerade dieses alte Lied „Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann…“ durch den Kopf? Nun gut, ich habe eine Haushaltshilfe, die einmal in der Woche zum Saubermachen kommt. Das ist schon großartig! Dennoch habe ich in dieser Woche rund 15 Stunden aufgeräumt, Betten gemacht, Kinderzimmer „entmüllt“, gesaugt, Böden gewischt, eingekauft, Einkäufe weggeräumt, Spülmaschine ein- und wieder ausgeräumt, Müll raugebracht, Mülltonnen raus- und wieder reingestellt, etc. Da wir bald in den Urlaub fahren, lasse ich den Garten jetzt erst einmal Garten sein. Doch auch dort räumte ich Fahrräder vor dem Regen in den Unterstand, parkte einen Teil des Fuhrparks meines Sohnes um, damit ich nicht mit vollen Einkaufstaschen über seinen Traktor stürze. Dennoch gibt es immer noch unzählige Ecken hier im Haus, wo sich Spielzeug ansammelt, das da nicht hingehört, Werkzeug, dass eigentlich seinen Platz in der Garage hat, etc. Es sieht zwar nicht aus, als hätte ein Bombe eingeschlagen, aber stören tut es mich trotzdem. Nehme ich jetzt die Zeit meiner Haushaltshilfe dazu, sind wir bei fast 20 Stunden für den Haushalt.

2. Wäsche: 

Das war wohl das, was mich am meisten überrascht hat, als Maxim und Nadeschda zu uns kamen – diese Berge an Wäsche! Unfassbar! Ich habe die einzelnen Teile nicht gezählt. Und zum Glück bringt Richard seine Hemden weg, und Bügeln halte ich für völlig überflüssig. Dennoch, es laufen hier im Schnitt 10 Maschinen Wäsche in der Woche. Wenn die Kinder völlig verschlammt aus der Schule kommen, dann sind es nochmal extra Maschinendurchgänge mit Matschsachen. Und wie Katharina treffend sagte: „Der ganze Schmarren muss ja nicht nur gewaschen, sondern auch eingesammelt, sortiert, umgedreht, zusammengelegt und weggeräumt werden.“ Ja, jetzt hat man wohl schon eine Waschmaschine entwickelt, in die man, wenn man einzelne Kleinteile vergessen hat, die beim Waschen noch dazuschreiben kann, aber den Trockner, der die Wäsche zusammenlegt, hat man immer noch nicht erfunden. Schade! So kommen bei mir etwa 4 Stunden für Wäsche im Schnitt zusammen.

3. Kochen: 

Auch bei uns gibt es Abends das warme Essen. Je nach Gericht dauert das Zubereiten und Aufräumen, sofern es nicht schon im Spülmaschine ein- und ausräumen enthalten ist, im Schnitt 40 Minuten. Hinzukommen die Brotdosen für die Schule und das Frühstück. Mal auch nachmittags einen Kuchen. So sind es wahrscheinlich 7 Stunden in der Woche, die ich mit der Nahrungszubereitung beschäftigt bin.

4. Haus- und Familienorganisation:

Wir haben ein sehr altes Haus, dass zwar vollständig saniert ist, aber dennoch immer wieder das ein oder andere gemacht werden muss. Richard arbeitet sehr viel. Und so bleibt es an mir, mich um Handwerker, Angebote, Termine, Rechnungen, Steuer, Ämter, etc, zu kümmern. Hinzukommen unsere Termine, Verabredungen, Konzertbesuche, Urlaube als Familie. Alles in allem sind es etwa 2 Stunden in der Woche. Nicht immer, aber dann doch so häufig, dass es für mich ins Gewicht fällt.

5. Kinder:

Wie Katharina zähle ich hier mal nicht die Zeit, die wir spielen, Spielbesuch haben, malen, basteln, im Garten zusammenarbeiten. Ich zähle auch nicht die Zeit des allmorgendlichen Aufstehens und parat machen für die Schule, genauso wenig wie unser abendliches Zubettgehritual mit Vorlesen, den Tag noch einmal erzählen, sich kurz vor dem Schlafengehen die wirklichen Sorgen des Tages anzuhören. Das ist viel zu schön und wichtig, als das ich es in irgendeine „Arbeitskategorie“ schieben möchte. Und ich vermisse es an den Abenden, an denen ich in der Akademie bin. Dennoch allein, die Kinder von der Schule abzuholen, zu Spieleverabredungen zu fahren und wieder abzuholen, sie zu ihren Hobbys wie Zirkus, Musikunterricht zu fahren, sie zum Malunterricht zu begleiten sind allein 10 Stunden in der Woche. Täglich üben wir mindestens eine Stunde lesen, Schreiben, Rechnen und die Musikinstrumente, macht dann noch einmal 7 Stunden. Hinzukommen Arztbesuche und Therapien der Kinder, die mit noch einmal mit 3 Stunden pro Woche zu Buche schlagen.

Richtigerweise führt Katharina auch so Aufgaben an, wie neue Unterwäsche, neue Hosen, neue Schuhe besorgen, ein Friseurtermin, Laternenbasteln, Ostergras-Schale für die Schule besorgen, Geburtstagsgeschenk für die Freundin, etc. etc. Bei mir sind das wahrscheinlich 2 Stunden pro Woche.

Hinzukommt aber vor allem bei uns noch die Arbeit und das Engagement mit und in der Schule. Gespräche mit Lehrern über die Entwicklung der Kinder, Elternabende, Gremiensitzungen, Bastelnachmittage, Putztage, Kuchen backen, etc. Das sind bei mir allein im Schnitt 5 Stunden in der Woche. Phasenweise auch mehr.

Zusammengefasst, macht das…. tusch!….55 Stunden (!!) in der Woche. Das hat mich jetzt selbst beeindruckt! Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber spannend, einmal die Rechnung aufzumachen. Dann muss ich mich nicht wundern, dass ich keine Zeit zum Lesen habe…. Bei anderen Frauen und Müttern wird das nicht anders sein. Und viele von denen arbeiten auch noch mehr Stunden als ich das tue, außerhalb der Familie. Kaum nachzuempfinden, wie das geht. Aber es geht und es muss gehen. Auch wenn es viele verdammt viel, zu viel Kraft kostet. Ja, Familienarbeit wird meiner Meinung nach viel zu wenig gesehen und wahrgenommen. Es ging mir ja selbst so. Ich hätte nicht wirklich geglaubt, dass es so viel Zeit ist, die ich in „Haus und Hof“, Schule und Familienorganisation investiere.