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Charlotte’s Sonntagslieblinge (126)

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Photo by Kelly Sikkema on unsplash.com

Eine Woche mit etwas Entschleunigung liegt nun hinter uns. Maxim und Nadeschda waren von einer heftigen Erkältung geplagt. Und so gingen sie auch an zwei Tagen nicht in die Schule, sondern wir verbrachten geruhsame Tage zuhause. Das tat gut, auch wenn auf der anderen Seite die Berge der unerledigten Dinge wieder wachsen. Doch auch das muss manchmal sein. Wie habe ich doch sinngemäß in einem Buch in dieser Woche gelesen: Zu Liebe gehört auch, die To Do Listen einmal aus dem Kopf zu streichen, nicht an all das zu denken, was noch erledigt werden muss, sondern einfach einmal mit seinen Kindern zu sein. Und genau das haben wir getan. So bin ich an diesem Sonntagmorgen dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Für die ungeplante Zeit mit meinen beiden Kindern, in der wir alles mit etwas mehr Ruhe tun konnten. Und auf einmal eröffnen sich dann wieder neue Räume, in denen Nadeschda auf die Idee kommt, einen Kissenbezug für ihre Puppen zu nähen und Maxim sich in die Küche stellt und einen Berg Pfannkuchen backt, den er dann alleine verspeist.
  2. Zu lernen mich mehr abzugrenzen. In der Schule liegt so vieles im Argen, was man erst sieht, wenn man ganz tief drin ist, so wie ich. Ich hatte kurz den Anflug, mich wieder einmal in ein neues Thema einzumischen, in dem ich viel Gestaltungsmacht hätte. Doch ich habe mich dagegen entschieden. Ich tue ohnehin schon genug, ich muss nicht noch eine weitere Baustelle für mich eröffnen. Wenn es andere nicht für wichtig erachten, sich dem Thema anzunehmen, warum sollte ich nun auch noch dieses Problem lösen. Es tut keine wirkliche Not, und ich muss nicht die Welt retten…
  3. Für die Entdeckung von Heather T. Forbes. Mit „Beyond Consequences, Logic and Control“ vor allem aber mit „Help Billy“ hat sie für mich zwei großartige Bücher zum Umgang mit traumatisierten Kindern geschrieben. Sie ist selbst Adoptivmutter von zwei Kindern und schreibt in ihren Büchern Augen öffnend über einen neuen Weg, mit frühtraumatisierten Kindern umzugehen, in der Familie und in der Schule. So hilfreich und klar war selten ein Fachbuch für mich. Auf einmal fällt mir so einiges wie Schuppen von den Augen. Das wird sicherlich noch einen weiteren Post wert ein.

Damit wünsche ich Euch einen bezaubernden Sonntag und einen gelungenen Start in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (117)

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Photo by Joanna Kosinka on unsplash.com

Eine dichte Woche liegt hinter uns, aber auch ein geruhsames Wochenende hält uns gerade wohlwollend in seinem Schoß. Wieder einmal genieße ich die sonntägliche Stille morgens im Haus, während der Rest der Familie noch schläft, oder wie mein Sohn, in seinem Bett liegt und liest. Ich tue dies auch, wenn ich mit diesen Zeilen fertig bin. Doch erst sitze ich mit einer Tasse wunderbarem Kaffee auf der Couch und denke an die Momente der Dankbarkeit der vergangenen Woche. So sind dies heute meine drei Sonntagslieblinge:

  1. Maxim und ich hatten gestern einen wunderbaren „Jungsnachmittag“.  Mit zwei seiner Freunde waren wir zusammen in der jährlichen Zirkusvorstellung der Schule. Als Zuschauer. Maxim trat ja nicht auf, was den beginnenden Advent deutlich entspannt hat. Um so schöner war es, mit den drei Jungs einfach einen fantastischen Nachmittag zu verbringen.
  2. Nadeschda hat tapfer ihre Untersuchungen beim Kinderneurologen zur Testung einer mögliche Dyskalkulie überstanden. Das hat sie wirklich großartig gemacht. Samt aller Begleitumstände mit früh aufstehen, langer Autofahrt und dann auch noch fit sein und mitmachen. ja, sie ist mittlerweile 8 Jahre alt, aber dennoch. Ich war müde nachmittags, als wir zuhause waren. Und das obwohl ich keine Tests über mich ergehen lassen musste, sondern nur im Wartezimmer über die Aussagen der Ärztin nachdenken durfte.
  3. Die Lieblingstante war da, und wir haben mit den Kindern wieder wunderbare Knusperhäuschen gezaubert. Nach all den Jahren sind wir nun schon wirklich professionell unterwegs und nun wissen wir endlich auch, wie es zügig, aber dafür auch entspannt für uns Erwachsenen geht. Ich habe nach all den Jahren das ultimative Teilrezept gefunden und wir haben uns endlich auch die perfekte Mischung für den Eischneekleber gemerkt. Damit haben wir viele Unwägbarkeiten beim Lebkuchenhausbau beseitigt. Und nun freuen wir uns jeden Tag wieder an unseren wunderbaren Zuckerhäuschen.

Habt einen zauberhaften 2. Advent! Und kommt vor allem wohlbehalten in die neue Woche.

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (113)

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Photo by Cathal Mac an Bheatha on unsplash.com

Die Zeit fliegt dahin. Nun sind wir auch schon wieder mit Laternen durch den Wald gezogen, haben Sankt Martinslieder gesungen und Martinsbrötchen am Feuer geteilt. Nun geht es bald schon wieder in die Adventszeit. Kaum zu glauben! Um so dankbarer bin ich an diesem Sonntag Mogren für diese drei Lieblinge:

  1. Maxim hat am Freitag beim Laternenumzug von Nadeschda’s Klasse sehr ergreifend am Lagerfeuer „Sankt Martin“ und zum Abschluss „Der Mond ist aufgegangen“ auf der Trompete gespielt. Das war einfach unbeschreiblich schön! Und ich war so stolz auf meinen Sohn.
  2. Diese Woche war wieder sehr voll mit Terminen. Aber Nadeschda und ich haben uns an einem Tag eine Stunde geklaut. Maxim war bei seiner Therapeutin in der Stadt. Nadeschda und ich saßen derweil eine Stunde in einem nahegelegenen Café, tranken wunderbaren Kakao und haben gelesen und vorgelesen.
  3. Wir haben in den vergangenen Wochen immer mal wieder ausgemistet und aufgeräumt. Am Freitag kam endlich der Sperrmüll. Es ist so befreiend, sich von so viel altem Angesammelten doch gelegentlich zu lösen. Das schafft Raum für Neues.

Habt einen wunderbaren Martinssonntag – vielleicht mit einer leckeren Gans – und kommt wohlbehalten in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (109)

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Photo by Cathryn Lavery on unsplash.com

Nun ist auch diese Woche geschafft. Kennt Ihr das? Es gibt so Wochen im Jahr, da ist man einfach froh, wenn sie glimpflich vorübergezogen sind. Diese war so eine. Nadeschda hat ihre OP gut überstanden und erholt sich zunehmend von ihr. Die Wunde heilt langsam aber gut. Wir harren derweil der Dinge, bis das pathologische Ergebnis vorliegt. Erst im Verlauf der kommenden Woche werden wir mehr wissen. Hoffentlich! Gleichzeitig sind nun auch unsere Ferien vorbei. Und ich weiß nicht, ob ich mich über die Rückkehr in den Alltag freuen soll, oder ob ich mir lieber wünschte, wir hätten jetzt noch einmal mindestens eine Woche schulfrei. Nach wie vor habe ich das Bedürfnis, mich mit meinen Kindern in unserem schützende und sichere Hülle unseres Zuhause zurückzuziehen. Dennoch bin ich heute dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Für die viele Unterstützung und Anteilnahme, die wir noch einmal in der vergangenen Woche erfahren haben. Nicht nur für Nadeschda, sondern vor allem auch für Maxim. Er war wirklich gut versorgt und hat die viele Zeit mit seinen Freunden in vollen Zügen genossen. So hatte er wenigstens das Gefühl, trotz allem doch auch schöne Ferien zu haben.
  2. Für die ruhigen Stunden mit Nadeschda Zuhause in den Tagen nach der Operation, in denen wir viel vorgelesen und Spiele gespielt haben.
  3. Für die Zeit, die ich trotzaltem noch gefunden habe, endlich einmal wieder in den Tagebüchern meiner Kinder zu schreiben. Das brannte mir schon so lange auf der Seele. Und es tat gut, endlich einmal wieder zu schreiben, die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen und mir die großen Dinge, die so oft unter den vielen kleinen Dingen des Alltags untergehen, noch einmal bewusst zu machen.

Habt einen schönen Herbstsonntag und kommt wohlbehalten in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (105)

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Photo by Piron Guillaume on unsplash.com

Vor allem ein ereignisreiches aber auch erholsames Wochenende neigt sich dem Ende zu. Wir waren mit Freuden zusammen auf einem Bauernhof. Jedes Jahr treffen wir uns alle zusammen. Es ist schön, Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen, denn alle Familien teilen dieselbe „Gründungsgeschichte“. Bevor ich mich nun dem Auspacken der Taschen und dem Waschen der Berge von Wäsche widme, halte ich wie jeden Sonntag einen kurzen Moment inne, und bin heute für diese drei Sonntagslieblinge dankbar:

  1. Die vergangenen drei Tage unter engen Freunden taten gut. Die Kinder spielten wie immer glücklich und zufrieden. Da wir nun seit über fünf Jahren auf diesen Bauernhof fahren, ist es so wunderbar zu beobachten, wie alle Kinder heranwachsen. Mussten wir in den ersten Jahren noch immer bei den Kindern bleiben, genießen sie nun ihre Freiheit, spielen in der Scheune, streunen durch das kleine Dorf, das nur zwei Straßen hat, ziehen mit dem Bauern auf’s Feld und freuen sich genauso wie wir Erwachsenen darüber, dass sie für eine kurze Zeit einfach in den Tag hinein leben können und dürfen.
  2. Trotz viel Arbeit und vieler Arzttermine bekommen wir unseren Alltag im Moment sehr gut hin. Am Dienstag haben wir uns sogar ein wenig Zeit „geklaut“. Wir hatten mittags zu einer ziemlich unglücklichen Zeit einmal wieder einen Arzttermin und einen Therapietermin. Ganz ehrlich, hatte ich keine Lust, drei Mal an dem Tag zur Schule, in die Stadt und wieder zurück zufahren. So habe ich Maxim und Nadeschda nach meinem eigenen Unterricht am Morgen kurzer Hand von der Schule befreit. Gemeinsam waren wir dann erst beim Kinderarzt, von da sind wir in die Stadt gefahren, und haben nach einem Pizzaessen, endlich einmal unsere Herbstklamotten aufgeforstet. Nach einem Eis ging es dann zur Therapie. Den gestohlenen Mittag, auch wenn er mit Arztterminen verbunden war, haben wir genossen und vor allem Nadeschda freute sich über ihre neuen Kleider…
  3. Abends habe ich endlich wieder angefangen zu lesen. Irgendwann dachte ich in den letzten Tagen: „Es kann nicht sein, dass ich abends, wenn die Kinder im Bett liegen, immer noch 48 Dinge im Haushalt erledige. Und mein „Arbeitstag“ somit fast 16 Stunden hat.“ Nun übe ich mich darin, abends dann auch mit den Kindern „Feierabend“ zu machen. Melanie Raabe’s „Schatten“ hilft dabei und ist eine willkommene Abwechslung in den Abendstunden.

Habt noch einen erholsamen Sonntag und startet gut in die kommende Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (87)

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Photo by Chloe Ridgway on unsplash.com

Eine kurze „Arbeits- und Schulwoche“ liegt hinter uns. Die ersten drei Tage waren sehr dicht. Um so mehr haben wir nun die vergangenen freien Tage genossen. Das schlechte Wetter am Feiertag lud dazu ein, endlich einmal lang liegengebliebenes im Haus zu erledigen. Das tat gut. Vor allem aber war es schön, am langen Wochenende endlich einmal wieder mehr oder weniger in den Tag hineinzuleben und keine Termine zu haben. So bin ich an diesem Sonntag sehr dankbar für diese drei Sonntagslieblinge:

  1. Die Kinder und ich haben einen wunderbaren freien Brückentag mit Museumsbesuch, Eisessen und Shoppen verbracht. Nun hat Maxim endlich wieder ein paar Hosen im Kleiderschrank, die ihm passen, und für Nadeschda ist dann doch noch das ein oder andere Kleidchen mit bei rausgesprungen.
  2. Da ich wieder an der Schule arbeite, diesmal aber morgens, haben Richard und ich mal die Rollen getauscht. Nun übernimmt er das morgendliche Aufräumen, während ich schon mit den Kindern auf dem Weg zur Schule bin. Es hat schon etwas, wenn man ohne dafür selbst einen Schlag getan zu haben, mittags in ein ordentliches Haus kommt.
  3. Besonders freue ich mich über die unerwartet hohen Aufrufzahlen meines Beitrags „Mehr arbeiten können wir uns nicht leisten…“ Das hätte ich nicht gedacht. Und umso mehr freut es mich.

Habt noch einen wunderbaren und hoffentlich sonnigen Sonntag und kommt gut in die neue Woche!

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Charlotte’s Sonntagslieblinge (78)

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Photo by chuttersnap on unsplash.com

Es reißt nicht ab, die Betreuungsarbeit für meine Mutter. Erneut liegt eine volle Woche hinter mir und ein Ende ist irgendwie nicht wirklich zu sehen. Dazu kam, dass sich Maxim beim Zirkustraining den Daumen verstaucht hat. Wollen wir hoffen, dass die Schwellung nun gut abheilt, und wir nicht noch mehr Arzttermine in der kommenden Woche haben. Doch der geprellte Daumen hat auch sein Gutes: So hatten die Kinder und ich auf einmal unendlich viel Zeit an den Nachmittagen Zuhause. Denn alle Sport- und Instrumententermine meines Sohnes entfielen. Das war irgendwie wunderbar! Und so bin ich in dieser Woche vor allem für diese drei Sonntagslieblinge dankbar:

  1. Da ja nun Basteln und alle weiteren Betätigungen mit der rechten Hand ausfielen, bescherte uns der geprellte Daumen tatsächlich drei freie Nachmittags, die wir zu einem Großteil lesend auf der Couch verbracht haben. Selbst- und Vorlesend. Einfach wunderbar! Mit der „Schule der magischen Tiere“ sind wir nun komplett durch, genauso wie mit „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.
  2. Meine wunderbare Freundin mit dem Lieblingshaus in den Bergen kam für einen Tag zu Besuch. „Ich muss Dich da mal aus Deinem Hamsterrad rausholen.“ hatte sie gesagt. Wir verbrachten einen ruhigen Tag in einer Wellnessoase mit Schwimmen, Sauna und Rückenmassage. Viel geredet haben wir nicht, dafür um so mehr wunderbar gemeinsam geschwiegen und gelesen.
  3. Trotz allem habe ich es dennoch geschafft, unser Dachgeschoß endlich in eine neue Form zu bringen. Früher war es Richards und mein Arbeitsbereich. Doch seitdem wir das Büro im Haus gegenüber haben, war das Stockwerk fast stiefmütterlich verwaist und mehr Abstellplatz für Möbel, die wir nicht brauchten. Nun haben wir eine neue Schlafcouch und ich habe mir einen kleinen Lesesessel gegönnt. So ist unterm Dach ein wunderbares Lese- und Gästezimmer entstanden.

Habt einen geruhsamen Sonntag mit Euren Lieben und einen gelungenen Start in die neue Woche!